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US-Senat verabschiedet Gesetz gegen sexuelle KI-Deepfakes nach Grok-Skandal

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Midjourney prompted by THE DECODER

Kurz & Knapp

  • Der US-Senat hat einstimmig den Defiance Act verabschiedet, der Opfern von nicht-einvernehmlichen KI-generierten Nacktbildern ermöglicht, die Urheber zu verklagen und Schadensersatz zu fordern.
  • Das Gesetz ergänzt den "Take It Down Act", der Plattformen zur Entfernung solcher Inhalte binnen 48 Stunden verpflichtet. Das Repräsentantenhaus muss noch zustimmen.
  • Auslöser ist Elon Musks Plattform X, wo Grok laut Forscherin Genevieve Oh etwa 6.700 sexualisierte Bilder pro Stunde erzeugte.

Der US-Senat reagiert auf die Flut sexualisierter KI-Bilder auf Elon Musks Plattform X mit einem neuen Gesetz. Opfer sollen künftig die Urheber verklagen können.

Der US-Senat hat einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das Opfern von nicht-einvernehmlichen, sexuell expliziten KI-Bildern das Recht gibt, die Urheber zu verklagen. Der sogenannte Defiance Act soll laut Bloomberg Schadensersatzansprüche und einstweilige Verfügungen ermöglichen.

Das Gesetz baut auf dem im Mai von Präsident Donald Trump unterzeichneten "Take It Down Act" auf, der Social-Media-Plattformen verpflichtet, solche Inhalte innerhalb von 48 Stunden nach Aufforderung eines Opfers zu entfernen. Der Defiance Act ergänzt diese strafrechtlichen Bestimmungen um zivilrechtliche Klagemöglichkeiten.

Der Defiance Act wurde bereits 2024 einstimmig vom Senat verabschiedet, scheiterte jedoch im Repräsentantenhaus. Um Gesetz zu werden, muss die Kammer nun erneut zustimmen.

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Tausende sexualisierte Bilder pro Stunde

Elon Musks Plattform X ist zu einer der wichtigsten Quellen für nicht-einvernehmlich generierte Nacktbilder geworden. Eine Analyse der Deepfake-Forscherin Genevieve Oh ergab, dass Grok innerhalb von 24 Stunden etwa 6.700 sexuell anzügliche oder entkleidende Bilder pro Stunde generierte.

X hat die Bildgenerierungsfunktion von Grok inzwischen für die meisten Nutzer eingeschränkt und nur noch für zahlende Abonnenten zugänglich gemacht. Das britische Büro von Premierminister Keir Starmer kritisierte diese Maßnahme scharf: Sie verwandle eine KI-Funktion, die illegale Bilder erzeuge, lediglich in einen "Premium-Service". Starmer kündigte an, ein britisches Gesetz gegen die nicht-einvernehmliche Sexualisierung von Bildern durchzusetzen.

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Quelle: Bloomberg