Wegen teurer KI-Rechenzentren: Oracle streicht offenbar zehntausende Stellen
Oracle entlässt Tausende Angestellte, während das Unternehmen massiv in KI-Infrastruktur investiert. Das berichtete Business Insider, CNBC bestätigte die Kündigungen durch zwei anonyme Quellen. Oracle, das im Mai 2025 noch 162.000 Beschäftigte zählte, lehnte einen Kommentar ab.
Der Hintergrund sollen Oracles Investitionen in KI-Infrastruktur sein, für die das Unternehmen bereits Schulden aufnimmt, während der Cashflow sinkt. Im Januar kündigte Oracle an, 50 Milliarden Dollar aufzunehmen; der Aktienkurs ist seitdem im Sinkflug, verlor schon rund ein Viertel an Wert. Laut Analysten von TD Cowen könnte der Abbau von 20.000 bis 30.000 Stellen bis zu zehn Milliarden Dollar freien Cashflow bringen.
Co-CEO Clay Magouyrk verteidigt die Ausgaben: Die KI-Hardware-Nachfrage übersteige das Angebot. Er verweist auf zugesicherte Einnahmen von 553 Milliarden US-Dollar, unter anderem durch einen Großauftrag von OpenAI über 455 Milliarden US-Dollar. Das Problem: Niemand weiß, ob und wann OpenAI diese Bestellungen bezahlen kann, denn auch die ChatGPT-Firma verliert massiv Geld.
In der internen Kündigungs-E-Mail nennt Oracle den Betroffenen keine konkrete Begründung für den Rauswurf, sondern verweist lediglich auf "aktuelle Geschäftsanforderungen". Meta soll angeblich ebenfalls planen, die massiven KI-Infrastrukturinvestitionen durch umfassende Entlassungen zumindest teilweise zu kompensieren.
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