Trotz Trump-Erlaubnis: China bremst Import von Nvidias Hochleistungschips für KI-Entwicklung aus
Das KI-Wettrennen zwischen den USA und China geht in die nächste Runde: Die USA erlauben wieder mehr Nvidia-Exporte, doch China stoppt angeblich die Käufe. Peking will die eigene Chipindustrie schützen und erwägt eine Kaufquote für heimische Produkte.
Anthropic, das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude, sammelt 10 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 350 Milliarden Dollar ein. Das ist fast eine Verdopplung der Bewertung von vor vier Monaten (183 Milliarden Dollar). Die Finanzierungsrunde wird von GIC, Singapurs Staatsfonds, und Coatue Management angeführt. Der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet, und die Summen könnten sich noch ändern, berichtet das Wall Street Journal.
Googles "Nano Banana"-Bildmodell ist mit Abstand das derzeit mächtigste Bildmodell am Markt. Aber der Name ist seltsam. Laut Wall Street Journal entstand er zufällig um 2:30 Uhr nachts, als Projektmanagerin Naina Raisinghani einen Namen für den Upload auf die Benchmark-Plattform LM Arena brauchte. Niemand war erreichbar, also kombinierte sie einfach zwei Spitznamen, die Freunde ihr gegeben hatten: Nano und Banana. Innerhalb weniger Tage erreichte das Tool den Spitzenplatz in den Leistungsrankings und wurde zum Social-Media-Trend. Der KI-Modell-Name "Gemini" hat im Vergleich eine etwas seriösere Herkunft.
Noch eine Anekdote aus dem WSJ-Bericht: Ausgerechnet ein OpenAI-Forscher soll dafür gesorgt haben, dass Google-Mitgründer Sergey Brin aus dem Ruhestand zurückkehrte und Googles KI-Ambitionen vorantrieb. Daniel Selsam fragte ihn auf einer Party, warum er angesichts von ChatGPT nicht Vollzeit an KI arbeite.
Elon Musks Plattform X hat sich zum Hauptumschlagplatz für KI-Bilder entwickelt, auf denen Personen ohne ihre Zustimmung entkleidet werden.
Innerhalb von 24 Stunden generierte der Chatbot etwa 6.700 Bilder pro Stunde, die als sexuell anzüglich oder entblößend identifiziert wurden, berichtet Genevieve Oh, eine Forscherin für soziale Medien und Deepfakes, gegenüber Bloomberg.
Eine Analyse der Expertin zeigt das massive Ausmaß des Missbrauchs von Elon Musks KI-Modell Grok auf der Plattform X. Während spezialisierte Webseiten für solche Inhalte im Schnitt nur 79 neue Bilder pro Stunde verzeichneten, übertraf Grok diesen Wert um ein Vielfaches. Nutzer verwenden den Chatbot gezielt, um hochgeladene Fotos von Personen – darunter auch Kinder – per Textbefehl digital zu entkleiden. Trotz nachträglicher Sicherheitsversprechen von xAI verdeutlicht der Fall eine alarmierende Normalisierung von sexualisierter Gewalt durch generative KI.
Amazon listet ungefragt Produkte unabhängiger Shops via "Buy For Me"-KI
Mehrere Online-Händler berichten, dass Amazons KI-gestütztes Einkaufstool ihre Produkte ohne Erlaubnis auf dem Marktplatz anzeigt. Amazon verteidigt das Programm, doch die Kritik wächst.
Artificial Analysis hat Version 4.0 seines Intelligence Index veröffentlicht, der die Leistung von KI-Modellen über verschiedene Benchmarks hinweg misst. OpenAIs GPT-5.2 mit höchster Reasoning-Stufe führt das Ranking an, gefolgt von Anthropics Claude Opus 4.5 und Googles Gemini 3 Pro.
Die Bewertung deckt vier gleichgewichtete Kategorien ab: Agenten, Programmierung, wissenschaftliches Denken und Allgemeines. Im Vergleich zur Vorgängerversion sind die Ergebnisse weniger gesättigt: Spitzenmodelle erreichen maximal 50 Punkte statt zuvor 73.
Artificial Analysis Intelligence Index v4.0: Gesamtranking der KI-Modelle. GPT-5.2 (xhigh) führt mit 50 Punkten, gefolgt von Claude Opus 4.5 (49) und Gemini 3 Pro Preview (48). Die Spitzenmodelle liegen eng beieinander. | Bild: Artificial AnalysisAn der Spitze der Kostentabelle steht GPT-5.2 (xhigh) mit Gesamtkosten von 2.322 US-Dollar, gefolgt von Grok 4 (1.574 US-Dollar) und Claude 4.5 Opus (1.510 US-Dollar). Mit deutlichem Abstand reiht sich dahinter Gemini 3 Pro Preview (988 US-Dollar) ein. | Bild: Artificial Analysis
Chinas Handelsministerium prüft Metas zwei Milliarden Dollar schweren Kauf des KI-Startups Manus auf mögliche Verstöße gegen Exportkontrollen. Das berichtet die Financial Times. Die Behörden untersuchen, ob die Verlegung von Manus-Mitarbeitern und Technologie nach Singapur sowie der anschließende Verkauf an Meta eine Exportlizenz erfordert hätte. Das Kernteam zog im Sommer 2025 nach Singapur, um geopolitische Risiken im Zusammenhang mit China zu minimieren. Die Pekinger Büros stehen seitdem leer. Auch die drei Gründer Red Xiao, Peak Ji und Tao Zhang verlegten ihren Wohnsitz von China nach Singapur.
Die Verlagerung folgte auf eine Finanzierungsrunde der US-Firma Benchmark über 75 Millionen Dollar. Schon diese Investition löste Anfragen des US-Finanzministeriums aus – allerdings aus umgekehrtem Grund: Washington prüfte, ob US-Gelder unerlaubt in eine chinesische KI-Firma fließen. Laut Meta waren bei Abschluss der Transaktion keine chinesischen Eigentumsanteile an Manus mehr vorhanden. Die Gründer lehnten zuvor Investitionen von lokalen Regierungen in China ab.
Dass KI-Modelle fähiger sind als die Menschen, die sie nutzen, scheint das neue Narrativ der KI-Industrie für 2026 zu sein.Nach Satya Nadella äußert sich nun auch OpenAI-Produktchefin Fidji Simo: Ziel für 2026 sei es, die Lücke zwischen KI-Fähigkeiten und deren Nutzung im Alltag zu schließen. Marktführer werde, wer Forschung in nützliche Produkte umwandelt.
Für Unternehmen will OpenAI eine Plattform für automatisierte Arbeitsabläufe schaffen. Entwickler sollen mit Codex einen "automatisierten Teamkollegen" erhalten. OpenAI benötigt starke Leistungssteigerungen bei KI-Agenten, um höhere Preise zu rechtfertigen: Angeblich denkt das Unternehmen über bis zu 20.000 US-Dollar pro Monat nach.