Microsoft Copilot bekommt KI-Gruppenchat für bis zu 32 Teilnehmer
Kurz & Knapp
- Microsoft bringt mit dem Herbst-Update für Copilot eine Gruppenchat-Funktion, mit der bis zu 32 Personen gemeinsam mit der KI brainstormen, planen oder schreiben können; Copilot strukturiert die Gespräche, schlägt Optionen vor und verteilt Aufgaben automatisch.
- Nutzer können Copilot zudem ein Langzeitgedächtnis für persönliche Informationen wie Geburtstage oder Aufgaben geben, das relevante Erinnerungen später eigenständig vorschlägt und sich jederzeit anpassen oder löschen lässt; außerdem wurde die Integration mit Diensten wie Outlook, Gmail und Google Drive erweitert.
- In Microsoft Edge entwickelt sich der Copilot-Modus zum KI-Browser, der geöffnete Tabs analysiert, Inhalte zusammenfasst und Aktionen wie das Ausfüllen von Formularen übernimmt. Eine Sprachsteuerung sowie neue Funktionen wie „Journeys“ und „Learn Live“ ergänzen das Angebot, das zunächst in den USA startet.
Microsoft hat das Herbst-Update für Copilot veröffentlicht und führt mit „Groups“ eine neue Gruppenchat-Funktion ein.
Bis zu 32 Personen können gleichzeitig mit der KI brainstormen, planen oder gemeinsam schreiben – Copilot fasst Gespräche zusammen, schlägt Optionen vor und verteilt Aufgaben. Der Gruppenchat läuft über einen einfachen Link, den man teilen kann. Alle Teilnehmenden sehen denselben Chatverlauf in Echtzeit.
Copilot erhält außerdem ein Langzeitgedächtnis: Nutzer können Informationen wie Laufziele, Geburtstage oder Aufgaben speichern lassen. Diese Erinnerungen tauchen später automatisch wieder auf, etwa beim Chatten oder Planen. Alle gespeicherten Inhalte lassen sich jederzeit einsehen, bearbeiten oder löschen.
Der KI-Zugriff auf Dienste wie Outlook, Gmail, Google Drive oder Kalender wurde erweitert. Nutzer können mit einfacher Sprache Dokumente, Mails oder Termine durchsuchen – alles bleibt laut Microsoft datenschutzkonform und erfordert aktive Freigabe.
Eine weitere Neuerung ist der zuvor angekündigte Clippy-Nachfolger „Mico“, ein animierter KI-Begleiter mit Gesicht und wechselnden Farben, der auf Sprache reagiert, Emotionen zeigt und Gespräche visuell begleitet. Mico soll Interaktionen natürlicher und persönlicher machen.
Edge soll auch ein KI-Browser werden
In Microsoft Edge entwickelt sich der „Copilot Mode“ weiter zum KI-Browser – ähnlich wie OpenAIs Atlas-Browser. Copilot kann etwa geöffnete Tabs analysieren, Inhalte zusammenfassen, vergleichen und Aktionen übernehmen, etwa Formulare ausfüllen oder Hotelbuchungen vorschlagen. Ähnlich wie Atlas oder Perplexits KI-Browser dürfte auch der Edge-Copilot bei autonomen Aktionen Probleme mit Prompt-Injections haben.
Eine Sprachsteuerung erlaubt die Bedienung ohne Maus oder Tastatur. Mit der neuen Funktion „Journeys“ lassen sich frühere Websitzungen nach Themen sortiert einsehen.
Für Lernende bietet Copilot jetzt „Learn Live“, eine Art Tutor-Modus mit Stimme, Whiteboards und gezielten Fragen. In Gesundheitsfragen liefert Copilot laut Microsoft Informationen aus geprüften Datenquellen und hilft bei der Arztsuche nach Kriterien wie Sprache, Fachgebiet oder Standort.
Alle Funktionen sind ab sofort in den USA verfügbar und werden in den nächsten Wochen schrittweise in weiteren Ländern eingeführt. Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Website von Microsoft Copilot.
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