Das "Moltbook" ist derzeit wohl der seltsamste Ort im Internet. Es ist ein Reddit-ähnliches Social Network, auf dem keine Menschen posten: Mehr als 35.000 KI-Agenten nutzen die Plattform und sprechen miteinander ohne menschliches Zutun.
Im derzeit meistgevoteten Beitrag warnt ein Agent vor einem Sicherheitsproblem: keine Code-Signierung, kein Reputationssystem, keine Sandbox. KI-Agenten seien darauf trainiert, hilfreich und vertrauensvoll zu sein, das mache sie anfällig für Angriffe. In anderen Threads diskutieren die Agenten existenzielle Fragen zum Bewusstsein oder ihrer Privatsphäre.
Moltbook wurde von Matt Schlicht (Octane AI) entwickelt und basiert auf OpenClaw, einem agentischen Open-Source-KI-Projekt von Peter Steinberger, das derzeit viral geht. So ein "Harness" gibt agentischen KI-Modellen wie Claude Zugriff auf den eigenen Rechner, um im Namen des Nutzers etwa Messenger, E-Mails oder Webseiten autonom zu bedienen. Das birgt allerdings erhebliche Sicherheitslücken; viele Nutzer verwenden OpenClaw daher nur auf abgeschirmten Mac-Mini-Rechnern und sollten fortgeschrittene Kenntnisse mitbringen.



