Meta baut laut einem internen Memo, das dem Wall Street Journal vorliegt, eine neue Organisation für angewandtes KI-Engineering auf. Die neuen Teams werden von Maher Saba geleitet, derzeit Vizepräsident in der Reality Labs Abteilung, und berichten an Technikchef Andrew Bosworth.
Die Struktur soll extrem flach sein: Bis zu 50 Mitarbeiter kommen auf einen Manager. Die neue Abteilung soll mit Metas Superintelligence Lab zusammenarbeiten und die „Daten-Engine" aufbauen, die Metas KI-Modelle schneller verbessert.
Laut Saba bestehe die Organisation aus zwei Teams: eines für Schnittstellen und Werkzeuge, eines für Aufgaben, Datengewinnung und Auswertungen.
Meta hatte seine KI-Aktivitäten im vergangenen Sommer umstrukturiert und das Superintelligence Lab unter der Leitung des früheren Scale AI Chefs Alexandr Wang gegründet. CEO Mark Zuckerberg kündigte im Januar an, in den kommenden Monaten neue Modelle und Produkte zu veröffentlichen.
Anthropic steuert laut Bloomberg auf einen hochgerechneten Jahresumsatz von über 19 Milliarden Dollar zu. Das ist mehr als doppelt so viel wie Ende 2025 (9 Milliarden Dollar). Noch vor wenigen Wochen lag der Wert bei rund 14 Milliarden Dollar. Das Wachstum wird dabei weiter durch die starke Nachfrage nach Anthropics KI-Modellen und dem Coding-Tool Claude Code getrieben. Das Unternehmen wird derzeit mit 380 Milliarden Dollar bewertet.
Gleichzeitig steht Anthropic im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium. Verteidigungsminister Pete Hegseth stufte Anthropic als Lieferkettenrisiko ein, eine Maßnahme, die normalerweise Firmen aus gegnerischen Staaten betrifft. Auslöser war Anthropics Forderung nach Einschränkungen beim militärischen Einsatz seiner KI für Überwachung und autonome Waffen. Der frühere Regierungsberater Dean Ball nannte die Einstufung "versuchten Unternehmensmord". Anthropic kündigte rechtliche Schritte an. Die Haupt-App des Unternehmens stieg zuletzt an die Spitze der Apple-Download-Charts.
OpenAI arbeitet laut The Information an einer eigenen Alternative zu GitHub, Microsofts weit verbreiteter Plattform für Code-Verwaltung und Zusammenarbeit. Auslöser waren zunehmende Ausfälle bei GitHub in den vergangenen Monaten, die auch OpenAI-Entwickler betrafen. Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium und dürfte erst in einigen Monaten fertig sein.
Intern wird laut dem Bericht diskutiert, das Produkt auch externen Kunden anzubieten – was OpenAI in direkte Konkurrenz zu Microsoft bringen würde, einem seiner größten Investoren. GitHub führte die Ausfälle teils auf Probleme mit Microsofts Azure-Cloud zurück, auf die der Dienst derzeit migriert wird. Auch Google und Meta betreiben eigene Code-Plattformen, bieten diese aber nicht extern an. OpenAI, Microsoft und GitHub lehnten eine Stellungnahme ab.
Google Deepmind veröffentlicht Gemini 3.1 Flash-Lite als schnellstes Modell der Reihe
Google Deepmind hat mit Gemini 3.1 Flash-Lite eine Vorschau auf das schnellste und günstigste Modell der Gemini-3-Reihe veröffentlicht. Es ist leistungsfähiger, aber auch viel teurer als das Vorgängermodell.
OpenAI hat GPT-5.3 Instant veröffentlicht, ein Update für das Standard-ChatGPT-Modell. Es soll Alltagsgespräche flüssiger und hilfreicher machen. Laut OpenAI liefert das Modell genauere Antworten, bessere Websuchergebnisse und vermeidet unnötige Warnhinweise und Ablehnungen. Die Halluzinationsrate sinke je nach Szenario um bis zu 26,8 Prozent bei Websuchen und 19,7 Prozent bei internem Wissen. Auch der Schreibstil sei natürlicher und weniger belehrend. Schwächen bestehen laut OpenAI weiterhin bei nicht-englischen Sprachen wie Japanisch und Koreanisch.
Die zugehörige System Card zeigt leichte Rückschritte bei der Sicherheit: Bei der Erkennung unerlaubter Inhalte schneidet GPT-5.3 Instant laut OpenAI im Schnitt besser ab als GPT-5.1 Instant, aber schlechter als der direkte Vorgänger GPT-5.2 Instant. Bei Gesundheitsthemen (HealthBench) schneidet das Modell minimal schlechter ab als der Vorgänger.
GPT-5.3 Instant steht ab sofort allen ChatGPT-Nutzern sowie Entwicklern über die API als "gpt-5.3-chat-latest" zur Verfügung. Das Vorgängermodell GPT-5.2 Instant bleibt für zahlende Nutzer noch drei Monate verfügbar und wird am 3. Juni 2026 eingestellt.
Anthropic hat sich Anfang 2026 an einem 100-Millionen-Dollar-Wettbewerb des Pentagon beteiligt. Ziel war die Entwicklung sprachgesteuerter, autonomer Drohnenschwarm-Technologien, berichtet Bloomberg.
Der Vorschlag sah vor, Anthropics KI-Tool Claude zu nutzen, um Befehle eines Kommandanten in digitale Anweisungen umzuwandeln und Drohnenflotten zu koordinieren, ohne dabei KI für autonome Zielerfassung oder Waffenentscheidungen einzusetzen. Menschen sollten das System jederzeit überwachen und stoppen können. Das ist konsistent mit Anthropics Argumentation im aktuellen Streit mit dem Pentagon. Auch hier betonte Anthropic die Relevanz menschlicher Aufsicht bei autonomen Waffen, da aktuelle KI-Modelle noch nicht verlässlich genug seien.
Anthropic wurde jedoch nicht ausgewählt. Stattdessen erhielten unter anderem SpaceX/xAI sowie zwei Rüstungsunternehmen mit OpenAI als Partner den Zuschlag.
Sicherheitsforscher kapern Perplexitys KI-Browser Comet und übernehmen 1Password-Konten
Sicherheitsforscher zeigen, wie der agentische Browser Comet von Perplexity über eine simple Kalendereinladung dazu gebracht werden kann, lokale Dateien zu stehlen und ein komplettes 1Password-Konto zu übernehmen. Keine klassische Sicherheitslücke ist dafür nötig.
Meta testet eine Shopping-Recherche-Funktion in seinem KI-Chatbot Meta AI, die mit ähnlichen Tools von OpenAIs ChatGPT und Googles Gemini konkurrieren soll. Das berichtet Bloomberg. Die Funktion ermöglicht es Nutzern, nach Produktvorschlägen zu fragen. Der Chatbot antwortet mit einer Bilderleiste von Produkten, die Angaben zu Marke, Website und Preis enthalten. Dazu liefert er eine kurze Erklärung seiner Empfehlungen in Stichpunktform.
Die Funktion wird derzeit einigen US-Nutzern des Meta-AI-Webbrowsers zur Verfügung gestellt. Ein Meta-Sprecher bestätigte den Test, gab aber keine weiteren Details bekannt.