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Maximilian Schreiner

Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: Anthropic offiziell als Lieferkettenrisiko eingestuft, CEO Amodei kündigt Klage an

Das Pentagon hat Anthropic am Mittwoch offiziell mitgeteilt, dass das Unternehmen und seine Produkte als Risiko für die US-Lieferkette eingestuft werden. Anthropic-CEO Dario Amodei kündigte darauf hin nun an, die Einstufung vor Gericht anzufechten. Laut Amodei betrifft die Maßnahme nur die Nutzung von Claude im Rahmen direkter Verträge mit dem Verteidigungsministerium, nicht alle Kunden.

Der Streit eskalierte, nachdem Anthropic Zusicherungen verlangt hatte, dass seine KI nicht für Massenüberwachung von US-Bürgern oder autonome Waffen eingesetzt wird. Claude ist derzeit das einzige KI-System, das in der geheimen Cloud des Pentagons läuft, und wird aktiv im Iran-Einsatz genutzt.

Amodei entschuldigte sich in der Ankündigung auch für einen internen Beitrag, der an die Presse weitergegeben wurde. Der Beitrag "spiegelt nicht meine sorgfältig abgewogenen Ansichten wider", so Amodei. Dieser sei unter dem Eindruck des Trump-Posts auf Truth Social, der Ankündigung von Kriegsminister Hegseth auf X und eines OpenAI-Deals mit dem Pentagon innerhalb weniger Stunden entstanden.

Anthropic bietet an, seine Modelle dem Militär weiterhin zu minimalen Kosten bereitzustellen, bis ein Übergang abgeschlossen ist. Das Unternehmen wird aktuell mit 380 Milliarden Dollar bewertet und nähert sich einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar.

Read full article about: Oracle streicht tausende Stellen wegen hoher KI-Kosten

Oracle plant die Streichung tausender Stellen, um die hohen Kosten für den massiven Ausbau seiner KI-Rechenzentren zu bewältigen, berichtet Bloomberg. Die Kürzungen betreffen mehrere Abteilungen und könnten noch im März umgesetzt werden. Teils zielen sie auf Jobkategorien, die durch KI weniger gebraucht werden. Oracle hatte Ende Mai 2025 rund 162.000 Mitarbeiter weltweit. Unter Chairman Larry Ellison investiert Oracle massiv in Rechenzentren für KI-Kunden wie OpenAI.

Analysten erwarten, dass der freie Cashflow des Unternehmens in den kommenden Jahren negativ wird, bevor sich die Ausgaben ab 2030 auszahlen. Im Februar kündigte Oracle an, dieses Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar über Schulden und Aktien aufzunehmen. Die Aktie ist seit September 2025 um 54 Prozent gefallen. Oracle hatte bereits im September eine Restrukturierung mit Kosten von bis zu 1,6 Milliarden Dollar angekündigt – die größte in der Firmengeschichte.

KI-Modelle können ihre eigenen Gedanken kaum kontrollieren, und OpenAI hält das für eine gute Nachricht

Mit GPT-5.4 Thinking berichtet OpenAI erstmals über die „CoT-Kontrollierbarkeit“ eines Modells. Eine begleitende Studie zeigt: Reasoning-Modelle scheitern fast durchgängig daran, ihre Gedankenketten gezielt zu manipulieren. Für die KI-Sicherheit ist das eine gute Nachricht.

Read full article about: Tech-Giganten versprechen im Weißen Haus, Stromkosten für KI-Rechenzentren selbst zu tragen

Google, Microsoft, Meta, Amazon, Oracle, xAI und OpenAI haben im Weißen Haus eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, die Stromkosten für ihre Rechenzentren selbst zu tragen. Die Zusage ist nicht rechtlich bindend. Damit soll verhindert werden, dass der hohe Energiebedarf von KI-Rechenzentren die Stromrechnungen von Haushalten und kleinen Unternehmen in die Höhe treibt, berichtet Reuters.

Präsident Trump hatte die sogenannte "Ratepayer Protection Pledge" erstmals in seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt. Die Unternehmen verpflichten sich, eigene Stromquellen zu beschaffen oder bestehende Kraftwerke auszubauen und Netzausbaukosten zu übernehmen.

Kritiker wie Jon Gordon von Advanced Energy United bezweifeln laut Reuters, dass neue Kraftwerke schnell genug gebaut werden können, um die Netze zu entlasten – zumal die Regierung auf Erdgas statt auf schneller realisierbare Solar- und Windenergie setze. Die Initiative fällt in die Vorwahlzeit der US-Zwischenwahlen im November, in der steigende Energiekosten ein zentrales Wählerthema sind.

Yann LeCun will den AGI-Begriff abschaffen und durch "Superhuman Adaptable Intelligence" ersetzen

Ein neues Paper von Forschern der Columbia University und NYU, darunter Yann LeCun, argumentiert, dass AGI ein fehlerhaftes Konzept ist. Menschliche Intelligenz sei nicht allgemein, sondern spezialisiert. Stattdessen schlagen sie den Begriff der „Superhuman Adaptable Intelligence“ vor.

Read full article about: Meta gründet neue KI-Abteilung für angewandtes Engineering

Meta baut laut einem internen Memo, das dem Wall Street Journal vorliegt, eine neue Organisation für angewandtes KI-Engineering auf. Die neuen Teams werden von Maher Saba geleitet, derzeit Vizepräsident in der Reality Labs Abteilung, und berichten an Technikchef Andrew Bosworth.

Die Struktur soll extrem flach sein: Bis zu 50 Mitarbeiter kommen auf einen Manager. Die neue Abteilung soll mit Metas Superintelligence Lab zusammenarbeiten und die „Daten-Engine" aufbauen, die Metas KI-Modelle schneller verbessert.

Laut Saba bestehe die Organisation aus zwei Teams: eines für Schnittstellen und Werkzeuge, eines für Aufgaben, Datengewinnung und Auswertungen.

Meta hatte seine KI-Aktivitäten im vergangenen Sommer umstrukturiert und das Superintelligence Lab unter der Leitung des früheren Scale AI Chefs Alexandr Wang gegründet. CEO Mark Zuckerberg kündigte im Januar an, in den kommenden Monaten neue Modelle und Produkte zu veröffentlichen.

Read full article about: Anthropics Umsatz nähert sich 20 Milliarden Dollar trotz Konflikt mit dem Pentagon

Anthropic steuert laut Bloomberg auf einen hochgerechneten Jahresumsatz von über 19 Milliarden Dollar zu. Das ist mehr als doppelt so viel wie Ende 2025 (9 Milliarden Dollar). Noch vor wenigen Wochen lag der Wert bei rund 14 Milliarden Dollar. Das Wachstum wird dabei weiter durch die starke Nachfrage nach Anthropics KI-Modellen und dem Coding-Tool Claude Code getrieben. Das Unternehmen wird derzeit mit 380 Milliarden Dollar bewertet.

Gleichzeitig steht Anthropic im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium. Verteidigungsminister Pete Hegseth stufte Anthropic als Lieferkettenrisiko ein, eine Maßnahme, die normalerweise Firmen aus gegnerischen Staaten betrifft. Auslöser war Anthropics Forderung nach Einschränkungen beim militärischen Einsatz seiner KI für Überwachung und autonome Waffen. Der frühere Regierungsberater Dean Ball nannte die Einstufung "versuchten Unternehmensmord". Anthropic kündigte rechtliche Schritte an. Die Haupt-App des Unternehmens stieg zuletzt an die Spitze der Apple-Download-Charts.

Read full article about: OpenAI baut eigene Code-Plattform als Alternative zu Microsofts GitHub

OpenAI arbeitet laut The Information an einer eigenen Alternative zu GitHub, Microsofts weit verbreiteter Plattform für Code-Verwaltung und Zusammenarbeit. Auslöser waren zunehmende Ausfälle bei GitHub in den vergangenen Monaten, die auch OpenAI-Entwickler betrafen. Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium und dürfte erst in einigen Monaten fertig sein.

Intern wird laut dem Bericht diskutiert, das Produkt auch externen Kunden anzubieten – was OpenAI in direkte Konkurrenz zu Microsoft bringen würde, einem seiner größten Investoren. GitHub führte die Ausfälle teils auf Probleme mit Microsofts Azure-Cloud zurück, auf die der Dienst derzeit migriert wird. Auch Google und Meta betreiben eigene Code-Plattformen, bieten diese aber nicht extern an. OpenAI, Microsoft und GitHub lehnten eine Stellungnahme ab.