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ChatGPT-Werbung kämpft mit Messbarkeit und niedrigeren Preisen als erhofft

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OpenAI

Kurz & Knapp

  • OpenAI will ChatGPT-Werbung künftig auch per Klick statt nur nach Impressionen abrechnen und erwägt aktionsbasierte Kampagnen.
  • Die bisherigen Werbepreise liegen mit 15 bis 25 Dollar CPM deutlich unter den angestrebten 60 Dollar, die Pilotphase wurde verlängert.
  • Werbetreibende kritisieren fehlende Tracking-Tools, eingeschränktes Targeting und mangelnde Markensicherheit im Vergleich zu Meta und Google.

OpenAI will sein Werbegeschäft in ChatGPT ausbauen und neue Preismodelle einführen. Doch die ersten Werbetreibenden kämpfen mit fehlenden Tracking-Tools und eingeschränktem Targeting.

OpenAI plant, einige ChatGPT-Anzeigen künftig auf Basis von Klicks statt nur nach Impressionen abzurechnen. Zusätzlich erwägt das Unternehmen aktionsbasierte Kampagnen, bei denen Werbetreibende auf Käufe oder App-Downloads optimieren können, berichtet The Information. Einen festen Zeitplan dafür gibt es laut einem Agenturvertreter, der mit OpenAI-Mitarbeitenden gesprochen hat, noch nicht.

Die Änderungen sollen ChatGPT für Werbetreibende attraktiver machen. OpenAI hat Investoren mitgeteilt, dass es 2026 mit 2,4 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen rechnet und bis 2027 auf 11 Milliarden Dollar kommen will. In einem Blogpost erklärte das Unternehmen, das Pilotprojekt habe in sechs Wochen über 100 Millionen Dollar ARR erreicht.

Allerdings läuft der Rollout schleppend. Die Pilotphase für die ersten Werbetreibenden wurde über Ende März hinaus verlängert, weil OpenAI die Anzeigen nicht häufig genug ausgespielt hat, um die zugesagten Budgets auszuschöpfen. Statt der angestrebten 60 Dollar CPM zahlen manche Kunden laut einem Mediaeinkäufer nur zwischen 15 und 25 Dollar pro tausend Impressionen.

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Messung und Markensicherheit bleiben Schwachstellen

Ein zentrales Problem: OpenAI liefert Werbetreibenden bisher nur aggregierte Daten wie Impressionen, Klicks und Ausgaben. Im Vergleich zu Meta und Google fehlen detaillierte Tracking-Tools. "Viele Kunden, die das Budget hätten, halten sich zurück, weil sie nicht die Messung bekommen, die sie brauchen", sagt Ben Kahan von der Agentur Brainlabs laut The Information.

Auch das Targeting ist eingeschränkt. Statt gezielter Keyword-Steuerung gibt OpenAI Werbetreibenden nur breite Schlagwörter als Orientierung. Da jede ChatGPT-Antwort einzigartig ist, lässt sich kaum kontrollieren, neben welchen Inhalten eine Anzeige erscheint. "Dieselbe Frage kann auf tausend verschiedene Arten beantwortet werden", so Kahan.

OpenAI hat inzwischen ein Selbstverwaltungsportal für Kampagnen eingeführt und arbeitet mit dem Werbetechnologie-Unternehmen Criteo zusammen. Die monatlichen Mindestausgaben liegen nun bei 30.000 bis 50.000 Dollar statt der früheren Vorabverpflichtung von 200.000 Dollar.

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