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Nur ein Stichwort braucht ihr der Künstlichen Intelligenz geben und wenn ihr wollt ein Selbstporträt. Dann schreibt euch der Algorithmus ein zweizeiliges Gedicht. Trainiert wurde das künstliche neuronale Netz mit mehr als 20 Millionen Worten aus Gedichten des 19. Jahrhunderts.

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Das Kunstprojekt "Poempotraits" wurde von der Londoner Künstlerin Es Devlin und dem Tech-Künstler Ross Goodwin in Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture umgesetzt.

Ich habe das englische Wort "Sea" (Deutsch: Meer) gewählt und mit meinem iMac ein Porträtfoto geknipst. Das Ergebnis seht ihr oben. Der gesamte Vorgang nahm weniger als eine Minute in Anspruch.

Der Text wird nach der Erstellung mit allen anderen zu einem Endlosgedicht kombiniert, das man am Ende einsehen kann. Es Devlin sieht darin eine Kollaboration Jahrhunderte alter Dichter, gegenwärtig lebender Menschen und Künstlicher Intelligenz.

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Das Verlangen nach Sinn

Das künstliche neuronale Netz wurde von Ross Goodwin trainiert, der auf einen großen Textkorpus englischer Lyrik zurückgriff. Es Devlin zufolge kopiert oder überarbeitet die KI nicht etwa bestehende Sätze. Sie konstruiert vielmehr eigene, indem sie den Stil des Ausgangsmaterials nachahmt.

Mit dem ersten KI-Gedicht war ich zufrieden, mit dem zweiten eher nicht: Scheinbar hat auch die KI kreative Höhen und Tiefen. Doch darum geht es Devlin gar nicht. Die Erfahrung lebe stattdessen vom menschlichen Verlangen, eine persönliche Botschaft oder einen Sinn in den computergenerierten Gedichten zu finden.

Den Gedichtgenerator selbst ausprobieren könnt ihr hier.

Titelbild: Mixed, Quelle: Google Blog

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Tomislav schreibt über Künstliche Intelligenz im Kontext der XR, Kunst und virtueller Wesen: Wie trägt KI zur Entwicklung von VR und AR bei, wie rekonstruiert und erweitert sie das menschliche Kunstschaffen und welche neue Formen des Geschichtenerzählens und der NPC-Interaktion ermöglicht sie?
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