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Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
Bewusstsein, Kognition und Künstliche Intelligenz | DEEP MINDS #10

Google warnt schon seit Jahren vor Unwettern. Jetzt setzt das Unternehmen das erste Mal Künstliche Intelligenz für die Prognose von Flutkatastrophen ein.

Google Public Alerts gibt es seit 2012: Der kostenlose Service warnt seine Nutzer vor bevorstehenden oder aktuellen Naturkatastrophen. Google arbeitet dafür mit lokalen und internationalen Wetterstationen zusammen. Die Warnungen werden auch in anderen Apps wie Google Suche, Maps und Now eingebettet.

Googles Künstliche Intelligenz warnt vor Flutkatastrophen
Googles Public Alerts zeigt eine Flutwarnung für Indien an. Bild: Google

Google warnt jetzt auch vor Flutkatastrophen

Flutkatastrophen betreffen weltweit jährlich etwa 250 Millionen Menschen. Sie erzeugen Schäden in Milliardenhöhe. Frühwarnsysteme können Menschen und Behörden wertvolle Zeit verschaffen, um notwendige Schutzmaßnahmen einzuleiten. Solche Systeme sind jedoch in vielen Regionen nicht verfügbar oder ungenau.

Google setzt daher auf Künstliche Intelligenz und Rechenpower: Beides in Kombination soll bessere Vorhersagemodelle erzeugen, die zeigen, wann und wo Fluten entstehen. Die Informationen werden in Public Alerts integriert und so an eine breite Öffentlichkeit verteilt.

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Um möglichst präzisere Vorhersagen treffen zu können, nutzt Google historische Aufzeichnungen, aktuelle Wasserstände und Geländeinformationen. Mit den daraus entstehenden Wetterkarten führt Googles KI Hunderttausende Simulationen durch.

Das Resultat dieser Simulationen sind Algorithmen, die vorhersagen, wann, wo und mit welcher Stärke eine Flut auftritt.

Links eine alte Vorhersage. Rechts die neue Google-Version. Bild: Google

Die perfekte Aufgabe für Künstliche Intelligenz

Eine möglichst verlässliche Vorhersage von Flutkatastrophen ist nur durch Analyse und Zusammenführung großer und komplexer Datenmengen möglich – die perfekte Aufgabe für ein KI-System.

Google startet den Service zuerst in Indien in Kooperation mit der dortigen „Central Water Comission“. 20 Prozent aller durch Fluten verursachten Todesfälle passieren in Indien. Eine erste, erfolgreiche Warnung wurde Anfang September ausgegeben.

Empfehlung

Ähnliche Projekte gibt es vereinzelt auf lokaler Ebene. In Indien ist auch IBM an der KI-gestützten Vorhersage von Naturkatastrophen beteiligt.

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Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
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