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DEEP MINDS Podcast
Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
KI bei der Bundeswehr und der BWI | DEEP MINDS #16

Die Google-Suche und der KI-Chat Bard sollen getrennte Produkte bleiben.

Microsoft will mit ChatGPT in Bing Marktanteile im Suchgeschäft gewinnen. Es wurde erwartet und auch von Google angedeutet, dass die Chat-KI Bard der ChatGPT-Gegenentwurf zur Google-Suche wird. Doch der Suchkonzern scheint seine Pläne geändert zu haben.

"Bard ist nicht die Suche"

In einem Google-internen Teammeeting hat sich Bard-Chefentwickler Jack Krawczyk zum Produkt und möglichen Anwendungen geäußert. Er wolle deutlich machen, dass Bard nicht die Suche sei, berichtet CNBC, das Zugang zu den Inhalten des Meetings hatte.

Bard sei "ein Experiment" und ein "kollaborativer KI-Dienst", antwortet Krawczyk auf die Frage eines Angestellten, warum Google darüber nachdenke, eine Technologie, die Informationen erfindet, in einen Dienst zu integrieren, der wahre Informationen finden soll.

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Krawczyk räumt jedoch ein, dass Google nicht verhindern könne, dass Nutzerinnen und Nutzer Bard als Suchmaschine verwenden, und dass diese Nutzerinnen und Nutzer auch mit einem eigenen Feature "Search It" angesprochen werden sollen.

Offenbar plant Google hier eine Metrik, die das Vertrauen der Maschine in die Korrektheit einer Antwort angibt, so wie ein Angebot für eine Auswahl an verschiedenen Resultaten. Für Anfragen mit klarer Suchorientierung bleibe das Produkt die Suche, so Krawczyk.

Chat-KI bleibt experimentell

Die Chefingenieurin der Google-Suche, Elizabeth Reid, bestätigte Krawczyks Aussage. Google benutze große Sprachmodelle in der Suche und experimentiere weiter damit, aber im Kern solle die Suche so bleiben, wie sie ist.

Google CEO Sundar Pichai spricht von Bard als "experimentell". Es sei wichtig, die Grenzen des Produkts zu erkennen. Bard sei darauf spezialisiert, mit den Nutzenden zu sprechen, eine Fähigkeit, die sich mit der Zeit verbessern werde. Auch arbeite Google weiter an der Produktentwicklung. Ein Produkt wie Bard würde durch die Nutzung der Menschen verbessert. Dies sei ein "positiver Kreislauf", so Pichai.

Wann Bard in größerem Umfang eingeführt wird, geht aus den Informationen des Treffens nicht hervor. Dass es überhaupt offiziell angekündigt wurde, hat laut Pichai damit zu tun, dass erste Tests mit "externen vertrauenswürdigen Testern" zu Leaks führen könnten und Bard daher vorab positioniert werden musste. Wenn Bard offiziell startet, soll es klar als "experimentelles Produkt" gekennzeichnet werden.

Empfehlung

Im Gegensatz zu Microsoft hat Google finanziell wenig Anreiz, das Suchgeschäft durch ein Chat-Interface zu verändern. Microsoft hingegen geht maximal aggressiv vor, rollte den neuen Bing-Chat aus, obwohl es von den Problemen des Systems wusste.

Neben der finanziellen Komponente gibt es eine ethische, die für einen langsamen Rollout spricht, da die Chat-Systeme falsche Informationen generieren oder sogar verbal übergriffig werden können. Google möchte bei der Verbreitung von Bard angeblich behutsamer vorgehen als Microsoft beim Bing-Bot.

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Zusammenfassung
  • Googles Chat-KI Bard gilt als Konkurrenzprodukt zu OpenAIs ChatGPT.
  • Im Gegensatz zu Microsoft plant Google aber offenbar keinen großen Einsatz in der Internetsuche (mehr).
  • Bard und die Suche seien zwei verschiedene Produkte, heißt es in einem internen Meeting.
Quellen
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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