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Google will keine Software für die Gesichtserkennung anbieten, bis grundlegende Fragen zur Verwendung geklärt sind.

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Im Gegensatz zu Amazon, Microsoft und zahlreichen asiatischen Techkonzernen will Google nicht blindlings in den KI-Markt für Gesichtserkennung einsteigen. Google-Manager Kent Walker, verantwortlich für globale Angelegenheiten, bezeichnet diese Entscheidung als exemplarisch für Googles "verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz".

KI-Gesichtserkennung biete Vorzüge bei assistierenden Technologien oder der Suche nach vermissten Personen. Weitere nützliche Anwendungen seien absehbar.

"Wie viele Technologien mit Mehrfachverwendung muss die Gesichtserkennung sorgfältig geprüft werden, damit die Einsatzgebiete mit unseren Prinzipien und Werten übereinstimmen und Missbrauch und schädliche Folgen vermieden werden", schreibt Walker.

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Google arbeite mit zahlreichen Organisationen zusammen, um die Risiken der Gesichtserkennung zu identifizieren und zu adressieren. "Im Gegensatz zu einigen anderen Unternehmen", schreibt Walker, habe sich Google dazu entschlossen, keine Allzweck-Entwicklerschnittstelle für Gesichtserkennung anzubieten, bevor nicht grundlegende technologische und politische Fragen geklärt seien.

"Es liegt an uns allen, dafür zu sorgen, dass KI verantwortungsbewusst für das soziale Wohl entwickelt wird", schreibt Walker.

Bürgerrechtsorganisation lobt Googles Entscheidung

Die American Civil Liberties Union (ACLU), die zuletzt Amazon für die KI-Gesichtserkennungssoftware "Rekognition" öffentlich an den Pranger stellte, lobt Googles Entscheidung als "starken ersten Schritt": Google demonstriere im Gegensatz zu anderen Unternehmen einen "moralischen Kompass" und "den Willen, Kunden und Gemeinschaften zu beschützen".

"Google macht deutlich, dass Unternehmen die schwerwiegenden Schäden nicht ignorieren dürfen, die Überwachungstechnologie für Einwanderer und Farbige bedeuten kann sowie für unsere Freiheit, unser Leben zu leben, eine Kirche zu besuchen oder an einem Protest teilzunehmen, ohne von der Regierung verfolgt zu werden", heißt es in einem Statement der ACLU.

Via: Engadget

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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