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In Kooperation mit drei Universitäten möchte Honda einen großen Durchbruch in der KI-Forschung schaffen: Neugierige Künstliche Intelligenz.

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Das Honda Research Institute kooperiert mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Universität Pennsylvania und der Universität Washington. Ziel ist die Entwicklung neugieriger Maschinen: Honda nennt sie Curious Minded Machines (CMM).

In dem dreijährigen Programm sollen KIs und Roboter entwickelt werden, die - angetrieben durch Neugierde - eigenständig lernen.

Neugierige Kinder sind das Vorbild

Zunächst sollen verschiedene Modelle der Neugierde entwickelt werden. Die Forscher wollen anhand der Modelle verstehen, wie Kinder lernen, über die Welt zu lernen.

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Während neuronale Netze anhand Tausender Fotos aus unzähligen Perspektiven lernen müssen, wie eine Katze aussieht, reicht Kindern meist ein einziger Eindruck. Danach können sie weitere Katzen sicher erkennen und zum Beispiel von Hunden unterscheiden. Mehr noch: Sie erfassen intuitiv einen größeren Kontext, erkennen zum Beispiel katzenähnliche Tiere wie Löwen eigenständig.

Eben dieses Lernverhalten sollen Hondas neugierige Maschinen kopieren: "Unser oberstes Ziel ist es, neue Arten von Maschinen zu entwickeln, die ein Interesse am Lernen und Wissen sowie die Fähigkeit zur Interaktion mit der Welt und Menschen entwickeln können", sagt Soshi Iba, leitender Wissenschaftler am Honda Research Institute.

Laut Honda könnten solche CMMs als Coaches eingesetzt werden und die persönliche und berufliche Entwicklung eines Menschen optimieren. Dazu würden sie Interaktionen und Aufgaben eines Menschen analysieren und einen besseren Weg für ihn finden, seine Ziele zu erreichen.

Neugierige KIs kommen frühestens in ein paar Jahren - wenn überhaupt

Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnten zukünftige KIs wesentlich schneller lernen und auch in sich ändernden Umgebungen flexibel ihre Aufgaben erfüllen. Es wäre ein großer Schritt hin zu einer starken KI, die wiederum die Vorstufe zur sich selbst verbessernden, allmächtigen Super-KI wäre. Eine neugierige, dem Menschen zugewandte KI gilt in der KI-Sicherheitsforschung als potenzielle Lösung für das Kontrollproblem.

Bis es soweit ist, dauert es allerdings noch: In drei Jahren wollen Honda und die Universitäten Arbeitsbeispiele, Prototypen und Demonstrationen vorstellen, die als Grundlage für die Entwicklung einer neugierigen Maschine dienen könnten.

Empfehlung

Neben Honda forscht das Non-Profit-Unternehmen OpenAI an neugieriger Künstlicher Intelligenz: Bei einem kürzlich vorgestellten Experiment programmierten die Entwickler eine KI, die dafür belohnt wurde, in einer Videospielumgebung neue Inhalte - in diesem Fall Pixel - zu entdecken.

Das Experiment endete in einer Sackgasse, die auch Menschen nicht unbekannt ist: Die KI blieb vor der virtuellen Glotze hängen.

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Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
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