Google hat Gemini Enterprise vorgestellt, eine Art Antwort auf Microsoft Copilot, ChatGPT Enterprise und ähnliche Produktivitäts-Chat-Plattformen. Die Plattform bietet Unternehmen eine zentrale Oberfläche, um KI-Agenten zu erstellen, zu steuern und in bestehende Arbeitsabläufe zu integrieren – angeblich ohne Programmierkenntnisse. Mitarbeitende können mit Gemini chatten, um Informationen zu suchen, Daten zu analysieren oder Aufgaben zu automatisieren. Google liefert dafür eigene Agenten wie Deep Research oder Code Assist, erlaubt aber auch den Einsatz eigener oder externer Agenten.
Gemini Enterprise kann auf Daten aus Google Workspace, Microsoft 365, Salesforce, SAP oder BigQuery zugreifen. Angeboten werden zwei Varianten: „Gemini Business“ ab 21 US-Dollar pro Nutzer und Monat für kleine Teams, sowie „Gemini Enterprise Standard/Plus“ ab 30 Dollar mit erweiterten Funktionen für große Unternehmen.
Google erweitert den KI-Modus in der Suche auf über 35 neue Sprachen und mehr als 40 weitere Länder und Regionen, darunter viele in Europa inklusive Deutschland. Der weltweite Rollout soll innerhalb der nächsten Woche abgeschlossen sein. Damit ist die Funktion nun in über 200 Ländern verfügbar. Nutzer stellen im KI-Modus deutlich längere und komplexere Fragen als bei klassischen Suchanfragen, die Erfahrung ähnelt eher ChatGPT als der klassischen Google Suche.
Neben den bekannten Risiken wie möglichen Halluzinationen bietet der neue Modus den Nutzern vor allem ein deutlich verbessertes Sucherlebnis mit präziseren Antworten und weniger SEO-Müll. Für das Internet als Ökosystem ist das jedoch ein problematischer Trend: Google entwickelt sich zunehmend zum Omni-Publisher, der Nutzer in seinem eigenen Angebot hält. Links werden immer seltener angeklickt, und Publisher geraten unter Druck, weil ihre Reichweiten und Werbeeinnahmen weiter sinken.
Elevenlabs hat „ElevenLabs UI“ veröffentlicht – eine Open-Source-Bibliothek mit 22 Komponenten für Sprach- und Audioanwendungen. Laut dem Unternehmen lassen sich damit schnell Benutzeroberflächen für Chatbots, Transkription, Musik oder Sprachagenten aufbauen. Die Module sind vollständig anpassbar und unter MIT-Lizenz verfügbar. Grundlage ist das Framework shadcn/ui.
Beispiele sind „transcriber-01“, ein in Web-Apps einsetzbares Diktatmodul, und „voice-chat-03“, eine Chatoberfläche mit integriertem Zustandsmanagement. Weitere Bausteine wie Audio-Player, Konversationsleisten und interaktive Visualisierungen stehen auf ui.elevenlabs.io bereit.
Entwickler können den Quellcode frei nutzen, anpassen und in eigene Projekte einbinden.