OpenAI kauft die KI-Gesundheits-App Torch für rund 100 Millionen Dollar in Firmenanteilen. Der Deal umfasst 60 Millionen Dollar sofort und den Rest als Anteile zur Mitarbeiterbindung, berichtet The Information. Torch vereint verstreute Gesundheitsdaten aus verschiedenen Quellen zu einem einheitlichen Bild – die Gründer nennen es ein "medizinisches Gedächtnis für KI". Nutzer können so Zusammenhänge erkennen und sicherstellen, dass keine wichtigen Informationen verloren gehen. Die App nutzt OpenAI-Modelle für personalisierte medizinische Einblicke. Alle vier Torch-Mitarbeiter, einschließlich CEO Ilya Abyzov, wechseln zu OpenAI.
Apple nutzt künftig Googles Gemini-Modelle für seine KI-Funktionen, darunter eine überarbeitete Version von Siri. Die mehrjährige Kooperation sieht vor, dass Apple für seine kommenden Modelle auf Googles Gemini und dessen Cloud-Technologie setzt, berichtet CNBC. Die neuen Funktionen sollen noch in diesem Jahr verfügbar sein.
Der Schritt steht im Kontext von Apples anhaltenden Problemen mit der Siri‑Architektur. Interne Berichte beschreiben Siri als technisch fragmentiertes System aus alten regelbasierten Komponenten und neueren generativen Modellen, das Weiterentwicklungen erschwert und zu hoher Fehleranfälligkeit führt. Parallel arbeitet Apple an einer vollständig neuen eigenen LLM‑Architektur und an einem Modell mit rund einer Billion Parametern, um langfristig wieder unabhängig von externen Anbietern zu werden. Auch Google hatte anfangs Schwierigkeiten, mit der von OpenAI vorgelegten Geschwindigkeit mitzuhalten, fand aber relativ schnell den Anschluss.
Führende Köpfe der chinesischen KI-Branche dämpfen die Erwartungen: China werde die USA im KI-Wettlauf vorerst nicht überholen. Justin Lin, Leiter der Qwen-Modellreihe bei Alibaba, schätzt die Chance, dass ein chinesisches Unternehmen OpenAI oder Anthropic in den nächsten drei bis fünf Jahren übertrifft, auf unter 20 Prozent. Tang Jie von Zhipu AI warnte auf dem AGI-Next-Gipfel in Peking, dass der Abstand zu den USA möglicherweise sogar wachse, obwohl jüngste Open-Source-Veröffentlichungen anderes vermuten ließen.
Als Hürden nannten die Führungskräfte begrenzte Rechenkapazitäten und US-Exportkontrollen für fortschrittliche Chips. Die US-Infrastruktur sei ein bis zwei Größenordnungen umfangreicher, während chinesische Firmen ihre Ressourcen hauptsächlich für laufende Projekte aufwenden müssten.
Optimistischer zeigte sich Yao Shunyu, ehemaliger OpenAI-Forscher und neuer KI-Chefwissenschaftler bei Tencent: Er hält es für wahrscheinlich, dass China in drei bis fünf Jahren aufholt. Als größte technische Hürde nannte er fehlende fortschrittliche Chipmaschinen.
Die Warnung kommt nach einer erfolgreichen Börsenwoche: Die Startups Zhipu AI und MiniMax Group sammelten in Hongkong zusammen über eine Milliarde Dollar ein. MiniMax-Aktien verdoppelten sich am ersten Handelstag.
Das KI-Startup Convogo, das KI-Software für die Bewertung von Führungskräften entwickelt hat, schließt sich OpenAI an. Das gab Gründer Matt Cooper bei LinkedIn bekannt. Die Software analysiert Interviews, Umfragen und psychometrische Tests mithilfe von KI automatisch.
Laut OpenAI (via Techcrunch) geht es bei der Übernahme vor allem um das Team: Die drei Gründer Matt Cooper, Evan Cater und Mike Gillett sollen die KI-Cloud-Bemühungen von OpenAI vorantreiben. Der Deal wurde laut Techcrunch komplett über Aktien abgewickelt, die Summe ist nicht bekannt. Die Convogo-Software wird eingestellt.
Relevant dürfte der starke Produktfokus des Gründerteams sein. Der Schlüssel, um die Lücke zwischen dem Potenzial von KI und ihrer tatsächlichen Nutzung zu schließen, liege in durchdachten, zweckgebundenen Anwendungen, schreibt Cooper.
OpenAI hat im vergangenen Herbst einen Aktienpool für Mitarbeiter eingerichtet, der zehn Prozent des Unternehmens entspricht. Bei einer Bewertung von 500 Milliarden Dollar im Oktober 2025 entspricht das einem Wert von 50 Milliarden Dollar, berichtet The Information unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen.
Zusätzlich hat OpenAI bereits 80 Milliarden Dollar an zugeteilten Aktien ausgegeben. Zusammen mit dem neuen Aktienpool macht das etwa 26 Prozent des Unternehmens aus. OpenAI führt derzeit Vorgespräche mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde bei rund 750 Milliarden Dollar.
Schon zuvor zeigte eine Analyse, dass OpenAI seine Mitarbeiter so hoch entlohnt wie kein anderes Tech-Start-up je zuvor. Die aktienbasierte durchschnittliche Vergütung pro Mitarbeiter soll bei 1,5 Millionen US-Dollar liegen.
Den Weg zur Profitabilität erleichtert das nicht: Das Unternehmen peilt circa 20 Milliarden US-Dollar jährlichen Umsatz an. Dem gegenüber stehen neben den hohen Personalkosten und den Kosten für Entwicklung und Betrieb noch rund 1,4 Billionen US-Dollar an finanziellen Verpflichtungen für in Auftrag gegebene Rechenzentrumsprojekte in den nächsten acht Jahren.
Epoch AI hat eine umfassende Datenbank zu KI-Chip-Verkäufen veröffentlicht, laut der die globale Rechenkapazität nun 15 Millionen H100-Äquivalente übersteigt. Diese Maßeinheit vergleicht die Leistung verschiedener Chips mit Nvidias H100-Prozessor. Die am 8. Januar 2026 vorgestellten Daten zeigen, dass Nvidias neuer B300-Chip inzwischen den Großteil der KI-Einnahmen des Unternehmens generiert, während der ältere H100 auf unter zehn Prozent gefallen ist. Die Analyse umfasst Chips von Nvidia, Google, Amazon, AMD und Huawei.
Epoch AI schätzt, dass diese Hardware zusammen über 10 Gigawatt Strom benötigt – etwa doppelt so viel wie New York City. Die Zahlen basieren auf Finanzberichten und Analystenschätzungen, da genaue Verkaufszahlen oft nicht direkt ausgewiesen werden. Der Datensatz ist frei zugänglich und soll Transparenz über Rechenleistung und Energiebedarf schaffen.
In einer glorreichen KI-Zukunft bestellt ihr Pizza direkt aus Excel. Microsoft und Stripe kündigen eine neue Einkaufsfunktion für den KI-Assistenten Copilot an: US-Nutzer können künftig Produkte direkt im Chat kaufen, ohne die Anwendung zu verlassen. Zum Start sind Etsy-Händler sowie Einzelhändler wie Urban Outfitters und Anthropologie dabei.
Die Funktion heißt "Copilot Checkout" und wird von Stripe betrieben. Technisch basiert sie auf dem "Agentic Commerce Protocol", einem offenen Standard für KI-gestützten Handel, den Stripe mitentwickelt hat. Auch ChatGPT nutzt das Protokoll samt Stripe-Checkout.