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Read full article about: Chipmaschinen-Monopolist ASML steigt ins Advanced Packaging für KI-Chips ein

ASML, der weltweit einzige Hersteller von EUV-Lithografiemaschinen, mit denen die fortschrittlichsten Chips der Welt gefertigt werden, will sein Geschäft über die bisherige Kernkompetenz hinaus ausweiten. Das berichtet Reuters exklusiv unter Berufung auf ASML-Technikchef Marco Pieters.

Konkret plant das niederländische Unternehmen den Einstieg in das sogenannte Advanced Packaging – eine Technik, bei der mehrere spezialisierte Chips miteinander verbunden und übereinander gestapelt werden. Diese Bauweise ist entscheidend für moderne KI-Chips und den schnellen Speicher, der sie versorgt. TSMC nutzt Advanced Packaging bereits etwa für die Fertigung von Nvidias leistungsstärksten KI-Prozessoren.

Pieters sagte Reuters, man plane 10 bis 15 Jahre voraus und untersuche, welche Maschinen die Branche künftig für Packaging und Bonding brauche. Zudem prüft ASML, ob Chips über die aktuelle Grenze – etwa die Größe einer Briefmarke – hinaus gedruckt werden können. Das Unternehmen will außerdem KI einsetzen, um die Steuerungssoftware seiner Maschinen zu beschleunigen und die Qualitätsprüfung während der Chipfertigung zu verbessern.

Neuer Anthropic-Prompt lässt ChatGPT und Co. das gesammelte Wissen über Nutzer verraten

Anthropic nutzt die aktuelle Kritik an OpenAI und bietet ChatGPT-Wechslern eine neue Import-Funktion für Claude an. Per Prompt lässt sich der gesamte gespeicherte Kontext aus anderen Chatbots exportieren und in Claudes Memory übernehmen.

Tausende Beschaffungsdokumente zeigen, wie Chinas Armee KI zur Waffe machen will

Forscher der Georgetown University haben Tausende Beschaffungsanträge der chinesischen Volksbefreiungsarmee analysiert. Die Dokumente zeigen, wie breit Peking KI bereits militärisch erprobt, von Drohnenschwärmen über Deepfake-Werkzeuge bis hin zu autonomen Entscheidungssystemen.

Read full article about: ElevenLabs Scribe v2 schlägt Google und OpenAI im neuen Speech-to-Text-Benchmark

Artificial Analysis hat Version 2.0 seines Speech-to-Text-Benchmarks AA-WER veröffentlicht, der die Genauigkeit von Spracherkennungsmodellen misst. Im Gesamtranking führt Scribe v2 von ElevenLabs mit einer Wortfehlerrate von nur 2,3 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Googles Gemini 3 Pro (2,9 %) und Voxtral Small von Mistral (3,0 %). Auch Gemini 3 Flash von Google (3,1 %) und Scribe v1 von ElevenLabs (3,2 %) schneiden gut ab. Im Mittelfeld landen unter anderem OpenAIs GPT-4o Transcribe (4,0 %) und Whisper Large v3 (4,2 %). Am unteren Ende liegen Modelle wie Qwen3 ASR Flash von Alibaba (5,9 %), Amazons Nova 2 Omni (6,0 %) und Rev AI (6,1 %).

Balkendiagramm des AA-WER v2.0 Gesamtrankings mit Wortfehlerraten von 2,3 % (Scribe v2) bis 6,1 % (Rev AI).
ElevenLabs Scribe v2 führt das Gesamtranking des AA-WER v2.0 Benchmarks mit der niedrigsten Wortfehlerrate an, gefolgt von Google Gemini 3 Pro und Mistral Voxtral Small. | Bild: Artificial Analysis

Im separaten Test mit Sprache, die speziell an Sprachassistenten gerichtet ist, bestätigt sich das Bild: Scribe v2 (1,6 %) und Gemini 3 Pro (1,7 %) liegen klar vorn. Universal-3 Pro von AssemblyAI folgt mit 2,3 Prozent auf Platz drei.

Balkendiagramm des AA-AgentTalk-Rankings mit Wortfehlerraten von 1,6 % (Scribe v2) bis 6,1 % (Rev AI).
Auch im AA-AgentTalk-Test für Sprache an Sprachassistenten dominieren Scribe v2 von ElevenLabs und Gemini 3 Pro von Google mit den geringsten Fehlerquoten. | Bild: Artificial Analysis
Read full article about: Auch neue LLMs wie GPT-5.2 und Claude 4.6 verlieren bei langen Chats massiv an Leistung

Auch die neue Generation großer Sprachmodelle (LLMs) ab GPT-5 hat nach wie vor Probleme, wenn Aufgaben über mehrere Gesprächsrunden verteilt werden. Forscher Philippe Laban und sein Team testeten aktuelle Modelle in sechs Aufgaben: Code, Datenbanken, Aktionen, Daten-zu-Text, Mathematik und Zusammenfassungen. Ergebnis: Die Leistung sinkt deutlich, wenn Informationen über mehrere Nachrichten verteilt (sharded) statt in einer einzigen Anfrage (concat) gegeben werden.

Laban et al.

Neuere Modelle schneiden zwar etwas besser ab – sie verlieren im Schnitt 33 statt zuvor 39 Prozent ihrer Leistung –, doch das Problem bleibt bestehen. Verbesserungen zeigten sich primär bei Python-Programmieraufgaben, wo einige Modelle nur noch 10 bis 20 Prozent Leistung einbüßten. Die Tests nutzten einfache, unkomplizierte Nutzersimulationen. Laban vermutet, dass der Verlust noch größer ausfallen könnte, wenn Nutzer etwa mitten im Gespräch ihre Meinung ändern.

Die ursprüngliche Studie zeigte, dass technische Anpassungen wie niedrigere Temperaturwerte das Problem nicht lösen. Die Forscher empfehlen daher: Bei Problemen lieber ein neues Gespräch starten und am Ende einer Sitzung eine Zusammenfassung aller Anforderungen erstellen lassen. Mehr "Context-Engineering"-Strategien gibt’s im heise KI Pro Webinar zum Thema.

Read full article about: Wegen Verbot durch Kriegsminister: KI-Firma Anthropic will gegen US-Regierung vor Gericht ziehen

Anthropic will das US-Verteidigungsministerium verklagen. Kriegsminister Pete Hegseth will das KI-Unternehmen als Lieferkettenrisiko einstufen, eine Maßnahme, die bisher nur gegen ausländische Gegner der USA eingesetzt wurde. Laut Anthropic ist diese Einordnung gegen das Gesetz, und man werde jede Anschuldigung vor Gericht anfechten.

Wir glauben, dass diese Einstufung sowohl rechtlich unhaltbar ist als auch einen gefährlichen Präzedenzfall für jedes amerikanische Unternehmen schaffen würde, das mit der Regierung verhandelt.

Anthropic

Hegseth hatte zudem gesagt, dass auch Militärzulieferer keine Geschäfte mehr mit Anthropic machen dürften. Laut Anthropic fehlt ihm dafür die gesetzliche Grundlage: Die Einstufung nach 10 USC 3252 betreffe nur die Nutzung von Claude in direkten Aufträgen des Kriegsministeriums. Für Privatkunden, kommerzielle Verträge und den Zugang über API oder claude.ai ändere sich nichts.

Auslöser des Konflikts ist ein gescheiterter Verhandlungsprozess: Anthropic weigert sich, Claude für massenhafte Inlandsüberwachung und vollautonome Waffen freizugeben. Heutige KI-Modelle seien dafür zu unzuverlässig, Massenüberwachung verletze Grundrechte. OpenAI hat den Deal übernommen.

Read full article about: Google schließt Milliarden-Deal mit Meta über KI-Chips und greift Nvidia an

Meta hat einen mehrjährigen Vertrag über mehrere Milliarden Dollar mit Google abgeschlossen, um dessen KI-Chips – Tensor Processing Units (TPUs) – für die Entwicklung neuer KI-Modelle zu mieten. Das berichtet The Information. Meta prüfe zudem, ab nächstem Jahr TPUs direkt für eigene Rechenzentren zu kaufen.

Der Deal fordert Nvidia heraus, das den KI-Chip-Markt dominiert und Meta bisher mit GPUs für das KI-Training beliefert. Erst wenige Tage zuvor hatte Meta angekündigt, Millionen GPUs von Nvidia und von AMD zu kaufen. Google-Cloud-Führungskräfte hätten intern angedeutet, mit TPUs bis zu zehn Prozent von Nvidias Jahresumsatz – rund 200 Milliarden Dollar – erobern zu wollen. Zusätzlich hat Google ein Joint Venture mit einer Investmentfirma gegründet, um TPUs an weitere Kunden zu vermieten.

Der Balanceakt: Google ist selbst einer der größten Nvidia-Kunden, da Cloud-Kunden weiterhin GPU-Server verlangen. Google muss also Nvidias neueste Chips einkaufen, um im Cloud-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben – während es Nvidia mit eigenen Chips Marktanteile abnehmen will. OpenAI konnte angeblich allein wegen der Existenz von TPUs die Preise von Nvidia drücken.

Read full article about: OpenAI und Figma verbinden Code und Design nahtlos in beide Richtungen

Eine neue Integration verbindet Figmas Design-Plattform direkt mit OpenAIs Coding-Tool Codex. Teams können damit aus Code automatisch bearbeitbare Figma-Designs erzeugen und umgekehrt Designs in funktionierenden Code umwandeln. Die Verbindung nutzt den offenen MCP-Standard und unterstützt Figma Design, Figma Make und FigJam. Die Einrichtung erfolgt direkt in der Codex-Desktop-App für macOS.

Bisherige Lösungen für den Übergang zwischen Figma und Code waren meist Einbahnstraßen: Figmas Dev Mode lieferte einfache HTML/CSS-Schnipsel, Plugins exportierten Designs als React- oder HTML-Code, Figma Make generierte React-Komponenten per Texteingabe. Diese Werkzeuge arbeiteten jedoch einzeln und ohne tiefes Verständnis des gesamten Projekts. Die neue Integration soll erstmals eine durchgängige Verbindung schaffen, bei der die KI gleichzeitig auf Code, Figma-Dateien und Design-System zugreifen kann.

Figma war bereits einer der ersten Partner mit einer eigenen ChatGPT-App und nutzt intern ChatGPT Enterprise. Laut OpenAI greifen über eine Million Menschen wöchentlich auf Codex zurück, die Nutzung stieg seit Jahresbeginn um über 400 Prozent.