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Read full article about: Keine KI für autonome Waffen und Massenüberwachung: Anthropic zieht gegen US-Regierung vor Gericht

Der KI-Entwickler Anthropic hat vor einem Bundesgericht in San Francisco Klage gegen 17 US-Bundesbehörden und das Exekutivbüro des Präsidenten eingereicht. Das Unternehmen wirft der Regierung vor, es rechtswidrig dafür bestraft zu haben, dass es an zwei Nutzungsbeschränkungen für sein KI-Modell Claude festhielt: keine letale autonome Kriegsführung und keine Massenüberwachung von US-Bürgern.

Das Kriegsministerium drohte Anthropic laut Klageschrift gleichzeitig mit zwei sich widersprechenden Maßnahmen: Entweder werde man den Defense Production Act nutzen, um Anthropic zur Bereitstellung von Claude zu zwingen, oder man werde das Unternehmen als Sicherheitsrisiko aus der Lieferkette verbannen. Ein Unternehmen könne aber kaum gleichzeitig so unverzichtbar sein, dass es per Gesetz zur Kooperation gezwungen werden muss, und so gefährlich, dass es komplett ausgeschlossen werden soll, argumentiert Anthropic.

Juristisch stützt sich die Klage unter anderem darauf, dass das verwendete Gesetz 10 U.S.C. § 3252 nur für Fälle gedacht sei, in denen ein ausländischer Gegner ein Informationssystem sabotieren oder unterwandern könnte. Die Exekutive selbst definiere solche Gegner als China, Russland, Iran, Nordkorea, Kuba und Venezuela.

Read full article about: Millionen Menschen nutzen KI-Chatbots bereits als Finanzberater

Millionen Menschen nutzen bereits Chatbots wie ChatGPT für ihre Rentenplanung, berichtet die Financial Times. Laut einer Lloyds-Bank-Umfrage verwendet mehr als die Hälfte der befragten Briten KI für Finanzfragen. Experten weisen aber auf klare Grenzen hin, so auch die britische Finanzaufsicht FCA, die erst kürzlich vor Halluzinationen warnte.

Ein Test von Which? zeigte beispielsweise im November, dass gängige Chatbots wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Meta AI Gesamtbewertungen von nur 55 bis 71 Prozent erzielten. Trotzdem ist der Druck auf die Finanzindustrie groß: Rentenanbieter wie Scottish Widows entwickeln mittlerweile eigene KI-Tools.

"Ich denke, das ist die große Gefahr von KI: dass die Leute annehmen werden, sie wüssten, was sie nicht wissen", warnt dagegen JPMorgan-Stratege John Bilton. Wenn Nutzer KI als Investment-Tool statt als reines Datenwerkzeug verwenden, riskieren sie laut Bilton, "zugrundeliegende Verhaltensverzerrungen – wie die Tendenz, zu viel Bargeld zu halten oder zu oft zu handeln – stärker zu machen".

Ein Gegenbeispiel ist ein 41-jährige Software-Ingenieur, der sein gesamtes 200.000-Dollar-Portfolio von ChatGPT umstrukturieren ließ. ChatGPT riet ihm, seine Risiken breiter zu streuen: 80 Prozent in einen Marktindex-Tracker und den Rest in einen Anleihen-ETF. Er betonte laut der Financial Times, dass das Gespräch mit dem Chatbot ihm vor allem auch half, "sich zu verpflichten und [den Plan] tatsächlich auszuführen".

Read full article about: Softbank will Rekordkredit von bis zu 40 Milliarden Dollar für OpenAI-Beteiligung aufnehmen

Wer eine KI-Bubble befürchtet, der darf noch etwas mehr fürchten: Softbank will laut Bloomberg einen Kredit von bis zu 40 Milliarden Dollar aufnehmen, um vor allem seine Beteiligung an OpenAI zu finanzieren. Es wäre die größte reine Dollar-Kreditaufnahme in der Geschichte des japanischen Konzerns. Der Überbrückungskredit soll eine Laufzeit von etwa zwölf Monaten haben, vier Banken, darunter JPMorgan Chase, sollen ihn zeichnen. Die Verhandlungen laufen noch.

SoftBank-Gründer Masayoshi Son setzt massiv auf KI: Neben den 30 Milliarden Dollar für OpenAI hat der Konzern bereits über 30 Milliarden in das Startup gesteckt und hielt Ende Dezember rund elf Prozent der Anteile. Dafür wurden unter anderem Nvidia-Aktien verkauft.

Insgesamt haben OpenAI-Partner laut Financial Times rund 96 Milliarden Dollar Schulden angehäuft. Die fünf großen Tech-Konzerne nahmen laut Bank of America 121 Milliarden Dollar an neuen Schulden auf – das Vierfache des Üblichen. Die Bank of England warnte Ende 2025 vor wachsenden Risiken, da bisher nur drei Prozent der Verbraucher für KI-Dienste zahlen.

Read full article about: Anthropic offiziell als Lieferkettenrisiko eingestuft, CEO Amodei kündigt Klage an

Das Pentagon hat Anthropic am Mittwoch offiziell mitgeteilt, dass das Unternehmen und seine Produkte als Risiko für die US-Lieferkette eingestuft werden. Anthropic-CEO Dario Amodei kündigte darauf hin nun an, die Einstufung vor Gericht anzufechten. Laut Amodei betrifft die Maßnahme nur die Nutzung von Claude im Rahmen direkter Verträge mit dem Verteidigungsministerium, nicht alle Kunden.

Der Streit eskalierte, nachdem Anthropic Zusicherungen verlangt hatte, dass seine KI nicht für Massenüberwachung von US-Bürgern oder autonome Waffen eingesetzt wird. Claude ist derzeit das einzige KI-System, das in der geheimen Cloud des Pentagons läuft, und wird aktiv im Iran-Einsatz genutzt.

Amodei entschuldigte sich in der Ankündigung auch für einen internen Beitrag, der an die Presse weitergegeben wurde. Der Beitrag "spiegelt nicht meine sorgfältig abgewogenen Ansichten wider", so Amodei. Dieser sei unter dem Eindruck des Trump-Posts auf Truth Social, der Ankündigung von Kriegsminister Hegseth auf X und eines OpenAI-Deals mit dem Pentagon innerhalb weniger Stunden entstanden.

Anthropic bietet an, seine Modelle dem Militär weiterhin zu minimalen Kosten bereitzustellen, bis ein Übergang abgeschlossen ist. Das Unternehmen wird aktuell mit 380 Milliarden Dollar bewertet und nähert sich einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar.

Read full article about: Tech-Giganten versprechen im Weißen Haus, Stromkosten für KI-Rechenzentren selbst zu tragen

Google, Microsoft, Meta, Amazon, Oracle, xAI und OpenAI haben im Weißen Haus eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, die Stromkosten für ihre Rechenzentren selbst zu tragen. Die Zusage ist nicht rechtlich bindend. Damit soll verhindert werden, dass der hohe Energiebedarf von KI-Rechenzentren die Stromrechnungen von Haushalten und kleinen Unternehmen in die Höhe treibt, berichtet Reuters.

Präsident Trump hatte die sogenannte "Ratepayer Protection Pledge" erstmals in seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt. Die Unternehmen verpflichten sich, eigene Stromquellen zu beschaffen oder bestehende Kraftwerke auszubauen und Netzausbaukosten zu übernehmen.

Kritiker wie Jon Gordon von Advanced Energy United bezweifeln laut Reuters, dass neue Kraftwerke schnell genug gebaut werden können, um die Netze zu entlasten – zumal die Regierung auf Erdgas statt auf schneller realisierbare Solar- und Windenergie setze. Die Initiative fällt in die Vorwahlzeit der US-Zwischenwahlen im November, in der steigende Energiekosten ein zentrales Wählerthema sind.

Read full article about: Meta schließt Millionen-Deal mit News Corp für KI-Training und Inhalte

Meta hat einen mehrjährigen KI-Lizenzvertrag mit News Corp abgeschlossen, der dem Eigentümer des Wall Street Journal bis zu 50 Millionen Dollar pro Jahr einbringt. Der Vertrag läuft mindestens drei Jahre und gibt Meta Zugriff auf Inhalte aus den USA und Großbritannien, berichtet das Wall Street Journal. Meta darf damit aktuelle Informationen für seine KI-Produkte abrufen und ältere Inhalte wie Artikelarchive für das Training nutzen. News Corp hatte bereits 2024 einen Vertrag mit OpenAI über mehr als 250 Millionen Dollar in fünf Jahren geschlossen. Meta hat zuvor auch Deals mit CNN, Fox News und anderen Medien abgeschlossen.

Für die Medienbranche sind diese Deals ein zweischneidiges Schwert: Kurzfristig bringen sie den beteiligten Verlagen Einnahmen in unsicheren Zeiten. Langfristig tragen sie dazu bei, die Medienvielfalt zu verringern, da nichtbeteiligte Verlage aus dem Markt gedrängt werden. Gleichzeitig stärken sie die Marktmacht der Plattformen, die über die Zeit zunehmend die Bedingungen diktieren können. Zudem spalten die Einzelverträge die Verlagslandschaft, sodass diese nicht geschlossen bessere Konditionen für die gesamte Branche aushandeln kann.

US-Supreme-Court-Urteil zu KI-Copyright bedeutet kein generelles Urheberrechts-Aus für KI-Kunst

KI-Erfinder Stephen Thaler wollte vor dem US Supreme Court durchsetzen, dass eine Maschine als Urheber eines Bildes anerkannt wird. Das Gericht lehnte ab. Doch das Urteil betrifft einen Extremfall und sagt wenig darüber aus, ob Menschen für KI-gestützte Werke Urheberrechtsschutz erhalten können.

Read full article about: Kurioser KI-Wechsel: US-Außenministerium tauscht Claude gegen altes GPT-4.1

Mehrere US-Bundesbehörden stellen bereits die Nutzung von Anthropics KI-Produkten ein und wechseln zu Konkurrenten wie OpenAI. Laut Reuters betrifft der Wechsel aktuell das Außen-, Finanz- und Gesundheitsministerium sowie das Pentagon und die Wohnungsbaubehörde. Präsident Trump hatte am Freitag alle Behörden angewiesen, Anthropic-Produkte innerhalb von sechs Monaten abzuschaffen. Das Verteidigungsministerium hatte Anthropic zuvor als Lieferkettenrisiko eingestuft und einen Deal mit OpenAI abgeschlossen.

Kurios: Das Außenministerium ersetzt Anthropics Claude-Modelle in seinem internen Chatbot durch das veraltete GPT-4.1-Modell von OpenAI.