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OpenAI beweist Doppelmoral: Sam Altmans früherer Mitstreiter ist nun ein Dystopist

Angst erzeugt Aufmerksamkeit, und OpenAI weiß diesen Effekt regelmäßig zu nutzen. Doch vor Gericht will das Unternehmen einen KI-Experten als Untergangspropheten diskreditieren, dessen KI-Warnungen der eigene CEO Sam Altman jahrelang selbst verbreitet hat, als sie noch der eigenen Sache dienten.

Read full article about: Nach Amoklauf in Kanada: OpenAI will bei ChatGPT-Verdachtsmomenten schneller Behörden informieren

OpenAI hat der kanadischen Regierung in einem Schreiben an KI-Minister Evan Solomon zugesagt, seine Sicherheitsprotokolle zu verschärfen. Anlass ist eine tödliche Schießerei an einer Schule in Tumbler Ridge, British Columbia, bei der acht Menschen starben. Der Verdächtige, Jesse Van Rootselaar, hatte zuvor mit ChatGPT interagiert. OpenAI-Angestellte stuften die Interaktionen als mögliche Warnung vor realer Gewalt ein. Das Unternehmen sperrte das Konto, informierte aber nicht die Polizei.

Laut Wall Street Journal will OpenAI nun flexiblere Kriterien für die Weitergabe von Kontodaten an Behörden einführen, direkte Kontakte zur kanadischen Polizei aufbauen und seine Systeme zur Umgehungserkennung verbessern. OpenAI-Vizepräsidentin Ann O'Leary sagte, man hätte das Konto nach den neuen Regeln gemeldet. Kanadas Justizminister Sean Fraser drohte mit neuen KI-Regulierungen, sollte OpenAI nicht schnell handeln.

Nach Anthropic-Bann: OpenAI macht KI-Deal mit dem Pentagon

OpenAI hat eine Vereinbarung mit dem Pentagon getroffen, nur Stunden nachdem Anthropic von Regierungsaufträgen ausgeschlossen wurde. Angeblich agiert OpenAI dabei nach denselben Sicherheitsprinzipien wie Anthropic. Dennoch muss es Unterschiede geben, die aus den bisherigen Ankündigungen nicht eindeutig hervorgehen.

Read full article about: Widerstand gegen Pentagon: Anthropic-, Google- und OpenAI-Mitarbeiter fordern rote Linien für KI-Nutzung

Anthropics Streit mit dem Pentagon geht auch an Google und OpenAI nicht spurlos vorbei. Mehr als 100 Google-KI-Mitarbeiter haben laut der New York Times einen Brief an Jeff Dean, den Chefwissenschaftler von Google Deepmind, geschickt. Dean hatte sich schon zuvor zugunsten von Anthropic ausgesprochen.

Darin fordern sie, dass Google dieselben roten Linien wie Anthropic zieht: keine Überwachung amerikanischer Bürger und keine autonomen Waffen ohne menschliche Beteiligung durch das KI-Modell Gemini. Zusätzlich veröffentlichten fast 50 OpenAI- und 175 Google-Mitarbeiter einen offenen Brief, der die Verhandlungstaktik des Pentagons kritisiert.

Wir hoffen, dass unsere Führungskräfte ihre Differenzen beiseitelegen und gemeinsam weiterhin die aktuellen Forderungen des Kriegsministeriums ablehnen, unsere Modelle für die inländische Massenüberwachung und das autonome Töten von Menschen ohne menschliche Aufsicht einsetzen zu dürfen.

Zitat aus dem offenen Brief "We will not be divided"

Parallel dazu teilte OpenAI-Chef Sam Altman laut dem Wall Street Journal seinen Angestellten mit, dass OpenAI an einem eigenen Vertrag mit dem Pentagon arbeite. Dieser solle die gleichen Sicherheitsleitplanken beibehalten, die Anthropic fordert. Altman hofft, eine Lösung zu finden, die auch für andere KI-Unternehmen funktioniert.

Angeblich wegen KI: Jack Dorseys Fintech Block entlässt fast die Hälfte der Belegschaft

Jack Dorsey entlässt die Hälfte aller Block-Mitarbeiter: KI mache es möglich, mit weniger Leuten zu arbeiten. Gleichzeitig räumt er ein, während Covid zu viele Leute eingestellt zu haben.

Read full article about: Kostenlose KI-Schulungen: Google will alle Lehrer in den USA fit für Gemini machen

Google for Education und die Bildungsorganisation ISTE+ASCD starten eine gemeinsame Initiative, um allen sechs Millionen Lehrkräften in den USA kostenloses KI-Training anzubieten. Es ist laut Google das größte Programm dieser Art. Die Schulungen umfassen den Umgang mit Googles KI-Produkten Gemini und NotebookLM. Ziel sei es, Lehrkräften und ihren über 74 Millionen Schülern den sicheren Einsatz von KI im Unterricht zu ermöglichen. Die Module sollen kurz und praxisnah sein mit konkreten Beispielen für den Unterricht. Die Initiative soll in den kommenden Monaten starten. Interessierte können sich über ein Google-Formular melden.

Hinter dem Engagement steckt natürlich auch strategisches Kalkül: Wer den Bildungsapparat früh mit eigenen Produkten durchdringt, gewöhnt junge Menschen schon in der Schule an das eigene Ökosystem und bindet sie langfristig für das spätere Arbeitsleben. Auch Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic verfolgen ähnliche Strategien, setzen dabei aber bevorzugt auf Partnerschaften mit Universitäten und Lockangebote für Studierende, etwa kostenlose oder vergünstigte Zugänge zu ihren KI-Modellen.

OpenAI meldete Amokläuferin in Kanada trotz Warnsignalen in ChatGPT nicht der Polizei

Jesse Van Rootselaar hinterließ vor ihrem Amoklauf in Tumbler Ridge zahlreiche digitale Warnsignale, auch bei ChatGPT. Rund ein Dutzend OpenAI-Angestellte diskutierten intern darüber, die kanadische Polizei zu informieren. Die Führungsebene entschied sich dagegen. Der Fall offenbart ein Dilemma, das die gesamte Online- und speziell die KI-Chatbot-Branche betrifft.