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Read full article about: OpenAIs Geschäftsmodell: Mehr Rechenleistung soll automatisch mehr Umsatz bringen

OpenAI hat Geschäftszahlen veröffentlicht. Die Rechenkapazität (Compute) stieg von 0,2 Gigawatt im Jahr 2023 auf 0,6 Gigawatt im Jahr 2024 und erreicht 2025 voraussichtlich 1,9 Gigawatt, eine Verdreifachung pro Jahr. Der Umsatz folgt einer ähnlichen Wachstumskurve: von 2 Milliarden Dollar im Jahr 2023 über 6 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf mehr als 20 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Das entspricht einer Verzehnfachung innerhalb von zwei Jahren. OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar leitet daraus das Geschäftsmodell ab: mehr Compute führt zu mehr Umsatz. Auch CEO Sam Altman vertritt diese These. Ob das tatsächlich so ist, werden die nächsten Monate zeigen.

OpenAI

Als weitere Einkommensquellen will OpenAI Gesundheit, Wissenschaft und das B2B-Geschäft stärken. Außerdem plant das Unternehmen, ChatGPT durch Werbung zu monetarisieren. Nebenbei: Microsoft wird im Blogpost als einer von mehreren "Rechenleistungsanbietern" bezeichnet. Die Wortwahl sagt einiges über den aktuellen Stand der Partnerschaft aus.

Read full article about: KI-Boom in Südkorea: Ausgaben für ChatGPT & Co. übertreffen Netflix

Südkorea gibt angeblich monatlich mehr für KI-Abos aus als für Netflix. Laut Hankyung Aicel erreichten die Zahlungen für sieben KI-Dienste wie ChatGPT und Gemini im Dezember 2025 schätzungsweise 80,3 Milliarden Won (rund 50–55 Millionen Euro) – mehr als die durchschnittlichen monatlichen Netflix-Abogebühren in Korea 2024 von 75 Milliarden Won (rund 45–50 Millionen Euro). Die KI-Zahl enthält allerdings auch Firmenzahlungen, Netflix ist ein reiner Endkunden-Dienst.

Die Kreditkartenzahlungen stiegen von 52 000 (Januar 2024) auf 1,666 Millionen (Dezember 2025). Im Schnitt zahlten Privatkunden 34 700 Won (grob 20–25 Euro), Firmen 107 400 Won (grob 60–75 Euro). ChatGPT kam auf 71,5 Prozent der Zahlungen, vor Gemini (11,0 Prozent) und Claude (10,7 Prozent). Hankyung-Aicel-Chef Kim Hyung-min sagt, der koreanische Abo-Markt befinde sich weiter im Wachstum, und generative KI etabliere sich als reguläres Abo-Produkt.

Zum Vergleich: Netflix weist für Asien-Pazifik einen Umsatz pro Abo von rund 7 US-Dollar aus, gegenüber circa 17 US-Dollar in den USA/Kanada, also deutlich mehr Umsatz pro Abo und Monat.

Read full article about: Google verbessert AI Overviews in der Suche mit Gemini 3 Pro für komplexe Anfragen

Google verbessert seine AI Overviews in der Suche mit Gemini 3 Pro. Das System leitet komplexe Anfragen automatisch an Googles leistungsstärkstes Sprachmodell weiter, während einfachere Fragen weiterhin von schnelleren Modellen bearbeitet werden, wie Robby Stein, Produktmanager für die Google-Suche, mitteilt.

Stein via X

Dieses intelligente Routing funktioniert bereits im AI Mode, also Googles KI-Suche-Chat, und wird nun auch auf die AI-Overviews ausgeweitet, das sind die schnellen Antworten direkt unter der Suchanfrage. Die Funktion ist ab sofort weltweit auf Englisch verfügbar, allerdings ausschließlich für zahlende Abonnenten von Google AI Pro und Ultra.

Die AI Overviews sowie auch die fortschrittlicheren Suche-Chatbots wie der AI Mode stehen immer wieder in der Kritik, weil sie mit großer Selbstsicherheit falsche Antworten geben können. Dass sie dabei Quellen zitieren, kann das Vertrauen in die Antworten weiter stärken, schließt aber Fehler nicht aus. Menschen prüfen die Quellen zudem fast nie. Leistungsfähigere Modelle können solche Fehler reduzieren, aber nicht beseitigen.

Read full article about: KI-Modell GPT-5.2 Pro liefert neuen Beweis für offenes mathematisches Problem

GPT-5.2 Pro hat dabei geholfen, ein weiteres Erdős-Problem zu lösen. Neel Somani berichtet, dass er mit dem KI-Modell das Erdős-Problem #281 aus der Zahlentheorie gelöst hat. Der Mathematiker Terence Tao bezeichnet dies als "vielleicht das eindeutigste Beispiel" für eine KI, die ein offenes mathematisches Problem löst. Allerdings existierten wohl bereits frühere Beweise, die womöglich die Antwort des Modells beeinflussten. Tao bestätigt jedoch, dass der Beweis von GPT-5.2 Pro "ziemlich anders" als die früheren Beweise sei.

via Neel Somani

Gleichzeitig warnt Tao vor einer verzerrten Wahrnehmung der KI-Fähigkeiten: Negative Ergebnisse würden selten veröffentlicht, positive Resultate gingen dagegen viral. Eine neue Datenbank von Paata Ivanisvili und Mehmet Mars Seven dokumentiert systematisch KI-Versuche an Erdős-Problemen. Die tatsächliche Erfolgsquote liege nur bei ein bis zwei Prozent, konzentriert auf leichtere Probleme. Dennoch sei KI hier eine Unterstützung, wenn auch das durchschnittlich schwere Erdős-Problem wohl bisher nicht lösbar sei. Die erste von Tao bestätigte autonome Lösung eines Erdős-Problems stammt vom 4. Januar 2026.

Read full article about: Elon Musk wollte laut OpenAI Kontrolle über menschenähnliche KI an seine Kinder vererben

Elon Musks Machtfantasien waren schon vor rund zehn Jahren extrem. Laut OpenAI wollte Musk in der Gründungsphase der Firma 80 Milliarden Dollar anhäufen, um eine selbstversorgende Stadt auf dem Mars zu bauen. Das nutzte er als Begründung, warum er die Mehrheitsbeteiligung an OpenAI benötige.

Bei Gesprächen über die Nachfolge habe Musk die Beteiligten zudem mit der Aussage überrascht, dass seine Kinder die Kontrolle über AGI übernehmen sollten. AGI bezeichnet KI-Systeme, die menschliche Intelligenz in allen Bereichen erreichen oder übertreffen können.

Musk hat Stand Januar 2026 mindestens 14 Kinder und vertritt öffentlich die Ansicht, dass sinkende Geburtenraten eine Gefahr für die Zivilisation darstellen. Musk glaubt, dass vor allem gebildete oder "kluge" Menschen mehr Kinder bekommen sollten, eine Haltung, die als eugenisch oder wissenschaftlicher Rassismus eingestuft werden kann. Dass er seinen Kindern die Kontrolle über menschenähnliche KI vererben wollte, passt in dieses Weltbild.

Read full article about: Deepseek musste bei neuem Modell auf Nvidia-Chips zurückgreifen

Das chinesische KI-Startup DeepSeek ist bei der Entwicklung seines neuen Flaggschiff-Modells auf Probleme gestoßen. Laut Insidern versuchte Deepseek im vergangenen Jahr zunächst, Chips von Huawei und anderen chinesischen Herstellern zu verwenden, berichtet das Wall Street Journal. Die Ergebnisse waren jedoch nicht akzeptabel. Deshalb wechselte das Unternehmen für einige Trainingsaufgaben zu angeblich geschmuggelten Nvidia-Chips und erzielte Fortschritte. Das neue Modell soll in den kommenden Wochen erscheinen.

Führende chinesische KI-Forscher äußerten kürzlich auf einer Fachkonferenz in Peking, dass chinesische KI-Modelle ohne bessere Chips nicht zu US-Unternehmen aufschließen können. Justin Lin von Alibaba (Qwen) schätzte die Wahrscheinlichkeit, OpenAI oder Anthropic in drei bis fünf Jahren zu überholen, auf höchstens 20 Prozent. Die chinesische Regierung versucht derzeit, den Import von US-Chips zu reduzieren, um die eigene Produktion anzukurbeln.

Read full article about: "Open Responses": OpenAI will eigene API-Struktur zum offenen Standard für die gesamte KI-Branche machen

OpenAI hat "Open Responses" angekündigt, eine offene Schnittstelle für Sprachmodelle verschiedener Anbieter. Das Projekt basiert auf OpenAIs eigener Responses-API und soll es Entwicklern ermöglichen, ihre Anwendungen einmal zu programmieren und dann mit verschiedenen KI-Modellen zu nutzen.

Bisher verwenden Anbieter wie Google, Anthropic oder Meta unterschiedliche Formate für ihre Schnittstellen, was zusätzliche Arbeit macht. Open Responses definiert ein gemeinsames Schema für Anfragen, Antworten, Streaming und Werkzeugaufrufe. Das Projekt wird unter anderem von Vercel, Hugging Face, LM Studio, Ollama und vLLM unterstützt.

Für OpenAI hat das Projekt strategische Vorteile: Etabliert sich die eigene Schnittstelle als Standard, müssen Konkurrenten sich anpassen, während bestehende OpenAI-Kunden nichts ändern müssen. Zudem signalisiert es Offenheit, ohne dass OpenAI Wettbewerbsvorteile wie Modelltechnologie preisgibt.

Read full article about: Anthropic öffnet neuen KI-Agenten Claude Cowork für alle Pro-Abonnenten

Anthropic hat sein neues Feature Claude Cowork für Pro-Abonnenten freigeschaltet. Die Funktion war am Montag zunächst nur für Max-Abonnenten verfügbar. Dadurch sinken die Zugangskosten auf nun 15 Euro monatlich im Pro-Abo. Anthropic weist darauf hin, dass Pro-Nutzer schneller an ihre Nutzungsgrenzen stoßen könnten: Cowork verbraucht mehr Token als der herkömmliche Chat. Max-Abonnenten haben höhere Nutzungslimits.

Cowork bringt die agentenbasierten Fähigkeiten von Claude Code auf die Desktop-App für alltägliche Aufgaben, die nichts mit Programmieren zu tun haben. Claude soll dank Computer-Zugriff eigenständig komplexere Aufgaben erledigen. Cowork ist weiter nur für die macOS-Desktop-App verfügbar.

Seit dem Start am Montag hat Anthropic erste Verbesserungen nachgeliefert: Sitzungen lassen sich umbenennen, Verbindungen zu anderen Diensten sind stabiler, Dateivorschauen wurden verbessert und vor dem Löschen von Dateien wird jetzt eine Bestätigung verlangt.

Read full article about: Amazon, Meta, Microsoft und mehr: Wikimedia Enterprise gewinnt KI-Riesen als zahlende Kunden

Die Wikipedia hat große KI-Unternehmen als Partner gewonnen: Amazon, Meta, Microsoft, Mistral AI und Perplexity sind dem Partnerprogramm Wikimedia Enterprise beigetreten. Bereits zuvor waren Google, Ecosia und weitere Unternehmen Partner. Die Firmen nutzen die Schnittstellen von Wikimedia Enterprise, um Wikipedia-Inhalte in ihre Produkte einzubinden.

Wikipedia gilt als einer der hochwertigsten Datensätze für das Training großer Sprachmodelle. Ihre Inhalte speisen zudem die Antworten von Chatbots, Suchmaschinen und Sprachassistenten. Entsprechend sieht die Wikimedia Foundation menschlich gepflegtes Wissen im KI-Zeitalter wichtiger denn je an. Ohne finanzielle Beiträge sei das offene Wissensmodell gefährdet.

Bereits Ende Oktober beklagte Wikipedia einen Besucherschwund durch KI-Systeme, die Inhalte ausspielen, ohne Nutzer auf die Webseite zu bringen, und forderte eine faire Lizenzierung über die dafür angebotene API.

Ähnliche Fälle dürfte es in Zukunft immer häufiger geben: Chatbots saugen das WWW leer, bei einer rechtlich nach wie vor ungeklärten Lage. Nicht alle Webseiten-Betreiber werden wie die Wikipedia oder die offene CSS-Bibliothek Tailwind verlorenen Umsatz durch Partner und APIs ausgleichen können.

Read full article about: Konter gegen China: OpenAI will US-Lieferketten für KI-Infrastruktur stärken

Was China kann, kann die USA auch: OpenAI will die heimische Produktion von KI-Hardware stärken und hat dazu eine Ausschreibung veröffentlicht. Das Unternehmen sucht Hersteller und Zulieferer für Rechenzentrumskomponenten wie Kühlung, Stromversorgung und Netzwerktechnik sowie für Unterhaltungselektronik und Robotik. KI hängt laut OpenAI nicht nur von Chips ab, sondern von einem breiten Ökosystem physischer Komponenten. Bewerbungen werden bis Juni 2026 angenommen.

Die Ankündigung folgt auf Gerüchte, dass China die Einfuhr von Nvidia-H200-Chips stark einschränkt und heimische Hersteller zwingt, Hardware mehrheitlich aus inländischer Produktion zu beziehen. Sollte China mit dieser Abkopplung erfolgreich sein, muss die USA mit Gegenmaßnahmen rechnen. Wenn einer unabhängig sein will, müssen es letztlich beide sein.

Freilich ist die Ankündigung auch eine Anbiederung an Trumps "America First"-Politik. OpenAI spricht von einer "Reindustrialisierung des Landes". OpenAI-Präsident Greg Brockman spendete 25 Millionen US-Dollar für Trumps Wahlkampf.