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Meta will im zweiten Quartal eine eigenständige KI-App auf den Markt bringen. CEO Mark Zuckerberg will bis Ende des Jahres KI-Marktführer werden.

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Wie CNBC von Personen aus dem Unternehmensumfeld erfahren hat, plant Meta die Einführung einer eigenständigen Meta-AI-App im zweiten Quartal dieses Jahres. Die App soll neben Facebook, Instagram und WhatsApp zum vierten Standbein des Konzerns werden.

Der Schritt ist Teil von Mark Zuckerbergs Plan, Meta bis Ende des Jahres zum führenden KI-Unternehmen zu machen - noch vor Konkurrenten wie OpenAI mit ChatGPT und Google mit Gemini. Zuckerberg erwartet, dass ein Chatbot in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Menschen erreichen wird.

Meta punktet bei KI bisher vor allem im Open-Source-Bereich mit den Llama-Modellen. Rund um die Modelle ist ein eigenes KI-Ökosystem entstanden, von dem Meta für seine eigenen KI-Produkte profitiert - wie eben Meta AI, das derzeit allerdings nur als Integration in die Social-Apps von Meta und über eine Website verfügbar ist. In der EU ist Meta AI aus Datenschutzgründen bislang nicht verfügbar.

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Bezahlmodell nach OpenAI-Vorbild geplant

Nach Informationen von CNBC plant Meta einen kostenpflichtigen Abo-Service für Meta AI. Damit folgt das Unternehmen dem Beispiel von OpenAI oder Google, die für leistungsfähigere Versionen ihrer Chatbots monatliche Gebühren verlangen.

ChatGPT ist trotz starker Konkurrenz immer noch die unangefochtene Nummer 1 bei KI-basierten Allzweck-Chatbots. OpenAI dominiert zudem den Markt für KI-Modelle über Programmierschnittstellen, unter anderem durch die Kooperation mit Microsoft.

Sprachmodelle werden jedoch immer mehr zur Massenware. Das macht es für OpenAI zunehmend schwieriger, ein Chat-Produkt mit klaren Differenzierungsmerkmalen anzubieten. Das Unternehmen profitiert insbesondere von seinem frühen Start und seiner bekannten Marke, aber andere Unternehmen - wie Meta, Google oder auch Apple - haben große Vorteile bei der Distribution, da sie die Nutzer bereits in ihren Anwendungen haben. Google zum Beispiel bietet den Gemini-Chatbot als nativen Android-Assistenten an.

Meta AI hat laut Meta bereits 700 Millionen monatlich aktive Nutzer, allerdings ist diese Zahl aufgrund der Social-Integration wenig aussagekräftig. Relevanter wären Angaben zur Nutzungsintensität im Vergleich zu ChatGPT. Wie andere Chatbots ist auch Meta AI bereits wegen Fehlinformationen in die Kritik geraten.

OpenAI-CEO Sam Altman kommentiert die Aussicht auf eine eigenständige Meta AI-App scherzhaft (?) damit, OpenAI würde eine Social App starten: "Facebook greift uns an und wir drehen den Spieß einfach um. Das wäre so lustig."

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Zusammenfassung
  • Meta plant im zweiten Quartal eine eigenständige KI-App namens Meta AI, die neben Facebook, Instagram und WhatsApp das vierte Kernprodukt des Konzerns werden soll.
  • CEO Mark Zuckerberg will Meta bis Jahresende zum führenden KI-Unternehmen ausbauen und erwartet, dass ein Chatbot bis zu einer Milliarde Menschen erreicht.
  • Ähnlich wie OpenAI möchte Meta für leistungsfähigere Versionen des KI-Dienstes ein kostenpflichtiges Abo-Modell einführen.
Quellen
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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