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Microsoft plant neue KI-Modell-Offensive mit Fokus auf Superintelligenz

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Microsoft strukturiert seine KI-Sparte um und will verstärkt auf eigene KI-Modelle setzen – bis hin zur Superintelligenz. Das klang mal anders.

Die Copilot-Teams für Privat- und Firmenkunden werden zu einer einheitlichen Organisation zusammengelegt. Sie soll vier Bereiche umfassen: Copilot-Erlebnis, Copilot-Plattform, Microsoft-365-Apps und KI-Modelle. Jacob Andreou, bisher bei Microsoft AI für Produkt und Wachstum verantwortlich und zuvor bei Snap, übernimmt als Executive Vice President die Leitung der Copilot-Produkterfahrung und berichtet direkt an CEO Satya Nadella. Ein neues Copilot-Führungsteam soll Strategie und Produkte enger koordinieren.

Mustafa Suleyman, Chef von Microsoft AI, will sich künftig vollständig auf die Entwicklung sehr leistungsfähiger KI-Modelle und das Ziel "Superintelligenz" konzentrieren. Diese Modelle sollen laut Suleyman in den nächsten fünf Jahren Produkte im ganzen Konzern verbessern und die direkten Kosten für große KI-Dienste senken.

Laut Nadella seien Fortschritte bei den KI-Modellen für Microsoft im nächsten Jahrzehnt wichtiger denn je, weil diese Modelle die Basis für Copilot und damit für viele Produkte des Konzerns bilden. Dass sich Nadella so äußert, ist einigermaßen überraschend – in der Vergangenheit sagte er noch, KI-Modelle würden austauschbare Standardware werden. Das klingt jetzt sehr anders.

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Wir verstärken unser Vorhaben rund um Superintelligenz und setzen dafür auf Fachleute und Rechenleistung, um Modelle zu bauen, die sich klar in unseren Produkten auswirken – bei Testergebnissen, bei niedrigeren COGS, also den direkten Kosten, und bei der weiteren Verschiebung dessen, was technisch möglich ist, um die Anforderungen von Firmenkunden zu erfüllen und die nächsten wichtigen Fortschritte in der Forschung zu erreichen.

Satya Nadella

Womöglich spielt hier auch eine Rolle, dass große Modellanbieter ihre Dienste zunehmend als eine Art "KI-Betriebssystem" ausbauen wollen: als Schicht, die immer mehr Arbeitsschritte in Apps – inklusive Windows – übernimmt und vereinheitlicht. Anthropic verfolgt einen solchen Plattform-Ansatz etwa mit Claude Cowork. Microsoft hat hier schnell reagiert und mit "Copilot Cowork" Anthropics Technologie bereits adaptiert.

Damit steigt aber auch das Risiko einer starken Abhängigkeit vom jeweiligen Modellanbieter: Wenn das Modell die Abläufe in der Software steuert, liegt ein wichtiger Teil der Kontrolle nicht mehr bei Microsoft. Im Extremfall würde das Unternehmen auf einer Kernschicht seiner eigenen Software weniger eigenständig handeln können.

Bislang spielten Microsofts eigene KI-Modelle im Wettbewerb allerdings kaum eine Rolle. Im August 2025 stellte Microsoft erstmals große KI-Modelle der hauseigenen "MAI"-Serie vor – die im Vergleich zum Wettbewerb aber schwächer abschnitten.

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Quelle: Microsoft