News Corp. CEO Robert Thomson erwartet erhebliche Einnahmen aus der Lizenzierung seiner Inhalte an Unternehmen für deren KI-Modelle.
News Corp, eines der weltweit größten Verlagshäuser, befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Digitalunternehmen über die Lizenzierung seiner Inhalte für generative KI-Modelle. Laut Thomson können so die Modelle aktuell gehalten werden. Um welche Anbieter es sich handelt, ist bisher nicht bekannt.
Thomson äußerte sich im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den jüngsten Quartalszahlen. News Corp meldete einen Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar, ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr, und einen Nettogewinn von 58 Millionen Dollar.
Generative KI-Modelle sind nur so gut wie ihr Input und müssen ständig aktualisiert werden, um relevant zu bleiben. Wir sind stolz darauf, mit verantwortungsbewussten KI-Anbietern und ihren visionären Führungskräften zusammenzuarbeiten.
Robert Thomson, News Corp. CEO
Wie viele Lizenzen können sich KI-Unternehmen leisten?
Derzeit finden zahlreiche Verhandlungen zwischen Anbietern von KI-Modellen und Verlegern statt. Die bekannteste dieser Verhandlungen betrifft die New York Times und könnte zu einem Rechtsstreit mit OpenAI führen.
OpenAI hat bereits eine Vereinbarung mit AP über die Lizenzierung einiger seiner Daten getroffen. Umgekehrt experimentiert AP mit OpenAI-Technologien, indem es sie in die tägliche Arbeit der Journalisten einbezieht, ohne sie für die Erstellung neuer Artikel von Grund auf zu verwenden.
Als OpenAI dieses Abkommen ankündigte, erschien es mir wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Kürzlich bestätigte Meta meine Skepsis in seiner Antwort auf die Untersuchung des U.S. Copyright Office zu KI und Urheberrecht. Darin erklärte Meta, dass die Lizenzkosten für die Datenmengen, die für das Training großer KI-Modelle benötigt werden, zu hoch seien.
Meta vergleicht generative KI mit Werkzeugen wie der Druckerpresse oder dem Computer und warnt davor, dass hohe Lizenzgebühren die Entwicklung von KI behindern könnten. Generative KI ist auch ohne Lizenzgebühren nicht billig.
Google und OpenAI verteidigten in ihren Antworten an das Copyright Office ebenfalls die transformative Nutzung urheberrechtlich geschützter Daten für das Training von KI-Modellen. Sie argumentieren, dass eine solche Nutzung nicht gegen das Urheberrecht verstoße, da keine urheberrechtlich geschützten Daten gespeichert würden, sondern aus ihnen Modelle gelernt würden, was eine faire Nutzung sei.