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  • Vergleichsvideo hinzugefügt
  • DLAA-Erklärung ergänzt

23. September 2021:

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Ein Vergleichsvideo zeigt die Kantenglättung mittels DLSS, DLAA und TAA in Elder Scrolls Online nebeneinander. Das Vergleichsvideo wurde mit einem i7 10700F und einer RTX 3080 bei maximalen Grafikeinstellungen aufgezeichnet. Bewegungsunschärfe und Tiefenschärfe wurden deaktiviert.

DLAA soll gerade bei der Rekonstruktion kleiner, detaillierter Objekte wie Zäune einen besseren Job machen als DLSS oder TAA. Nachzieh- und Verwischeffekte sind mit DLAA noch vorhanden, fallen aber geringer aus als bei DLSS.

DLAA basiert auf DLSS und funktioniert im Grunde wie ein maximaler Qualitätsmodus des bekannten KI-Upscalings: Während DLSS die interne Renderauflösung reduziert und dann hochrechnet, um einen Leistungsgewinn bei der Bildwiederholrate zu erzielen, verarbeitet DLAA die native Renderauflösung für die Kantenglättung. DLSS bietet daher mehr Geschwindigkeit bei minimalen (oder keinen) visuellen Einbußen, DLAA hingegen optimiert auf maximale Bildqualität bei möglichst geringen Leistungseinbußen.

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Sowohl DLSS als auch DLAA laufen auf Nvidias Tensor-Kernen und benötigen daher eine Geforce RTX-Grafikkarte. Weitere Vergleichsbilder gibt es bei Techpowerup.

Ursprünglicher Artikel:

Zenimax' „Elder Scrolls Online“ implementiert Nvidias Deep Learning Anti-Aliasing (DLAA), eine KI-Grafiktechnik gegen hässliche Polygon-Kanten.

Mit DLSS stellte Nvidia die spannendste Grafiktechnik der letzten Jahre – vielleicht sogar überhaupt – vor: Vortrainierte neuronale Netze rechnen niedrig aufgelöste Computergrafik in eine deutlich höhere Auflösung um.

Bei diesem Upscaling-Vorgang geht kaum Qualität verloren, mitunter gewinnt das Bild sogar an Detail. Die eigentliche Grafikrevolution dabei ist jedoch, dass KI-Rendering viel weniger Leistung benötigt als das native Rendering.

Empfehlung

Einfach ausgedrückt: Computergrafik wird schöner und benötigt gleichzeitig deutlich weniger Rechenleistung. DLSS zeigt: Uns steht ein neues KI-Grafikzeitalter bevor.

Nvidia DLAA: Kantenglättung per KI

Jetzt stellt Zenimax für das eigene Online-Rollenspiel „Elder Scrolls Online“ (ESO) die Integration von Nvidia Deep Learning Anti-Aliasing (DLAA) vor. Laut Zenimax-Kreativdirektor Rich Lambert ist ESO das erste PC-Spiel mit DLAA-Integration.

Laut Lambert basiert DLAA auf dem Konzept von DLSS, allerdings mit Fokus auf die Bildqualität. DLAA würde keinen Performance-Gewinn bringen, aber „absolut unglaubliches Anti-Aliasing“.

Gerade VR-Spiele profitieren von hochwertigem Anti-Aliasing, denn unter der VR-Brille fallen hässliche Polygon-Treppchen besonders deutlich auf. Gängige Anti-Aliasing-Lösungen wie TAA sind aber nicht VR-optimiert – womöglich schafft DLAA hier Abhilfe.

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Zenimax-Grafikentwickler Alex Tardiff verrät bei Twitter weiter, dass DLAA anders als DLSS kein Upscaling einsetzt, sondern die KI-Kantenglättung auf die nativ gerenderte Auflösung anwendet.

DLAA benötigt laut Tardiff mehr Leistung als temporale Kantenglättung (TAA), liefert dafür aber deutlich bessere Ergebnisse. Die Balance zwischen Leistung und Qualität hängt laut Tardiff auch von der jeweiligen Implementierung ab.

KI-Grafik kommt in der Gaming-Industrie an

Details zu DLAA und die Vor- und Nachteile im Vergleich zu DLSS sind noch nicht bekannt. Ebenso steht eine offizielle DLAA-Präsentation seitens Nvidia aus. DLSS ermöglicht durch Upscaling über die native Monitorauflösung hinaus ebenfalls einen kantenglättenden Effekt und somit ein ruhigeres Bild. (siehe Update)

Nvidia erwähnte DLAA erstmals bei der Vorstellung der Turing-Architektur 2018 und bezeichnete die Technologie damals als „Durchbruch bei der Generierung hochwertiger Bewegtbilder“. Seitdem sprach Nvidia allerdings nur mehr über das immer weiter verbreitete KI-Upscaling DLSS.

Der Erfolg von DLSS setzt die Nvidia-Konkurrenten AMD und Intel unter Zugzwang: Mit Super Resolution bietet AMD eine Upscaling-Alternative ohne KI-Unterstützung an, die bislang nicht an die Qualität von DLSS heranreicht.

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Bei den kommenden Arc-Grafikkarten will Intel mit der direkten DLSS-Alternative XeSS punkten. Anders als Nvidia will Intel das eigene KI-Upscaling auch für die Grafikkarten anderer Hersteller veröffentlichen. Gerade AMD könnte also von Intels KI-Vorstoß profitieren.

Neben KI-Upscaling und KI-Kantenglättung deutet sich bereits die nächste KI-Grafikrevolution an: Intel-Forscher stellten kürzlich sogenanntes Neural Rendering am Beispiel von GTA 5 vor, das für fotorealistische Grafik sorgen kann.

Weiterlesen über KI im Gaming:

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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