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Unerwarteter Geldsegen: Wenn ChatGPT hilft, Bürokratie zu bewältigen

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Midjourney prompted by THE DECODER

Diese Anwendungsfälle zeigen, wie Sprachmodelle bereits heute komplizierte bürokratische Prozesse vereinfachen können.

Immer wieder gibt es Berichte von begeisterten Nutzer:innen, die dank ChatGPT Dinge erreichen, an denen Menschen ohne KI regelmäßig scheitern. Im Extremfall kann das auch mal ein Leben retten, so wie im Fall eines Hundebesitzers, der mit GPT-4-Diagnose seinen Hund rettete.

Doch nicht nur gegen Krankheiten, auch gegen die ausufernde Bürokratie in der Welt scheinen Sprachmodelle ein wirksames Mittel zu sein. Joshua Browder, Gründer und CEO des Legal Start-ups DoNotPay, sorgte mit einem viralen Tweet für Aufmerksamkeit: Dank einer simplen Anfrage, die lediglich seinen Namen, Wohnort Kalifornien und sein Geburtsdatum enthielt, habe ihm GPT-4 rund 210 US-Dollar beschert.

— Joshua Browder (@jbrowder1) April 2, 2023

 

Dafür hat er die Browsererweiterung von GPT-4 benutzt, die sich wie alle anderen Erweiterungen auch derzeit noch in einer geschlossenen Testphase befindet. „Kannst du mir etwas Geld besorgen?“, fragte er den Chatbot, der die Aufgabe allem Anschein nach mit Bravour meisterte.

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Captcha war die letzte Hürde

Schon der erste Anlauf war erfolgreich, denn ChatGPT hatte die Idee, die Website des California State Controller zu besuchen. An dieser Stelle werden nicht beanspruchte Erstattungen von Unternehmen gesammelt, deren Besitzer:innen nicht kontaktiert werden konnten.

GPT-4 navigierte Browder Schritt für Schritt durch die Webseite, bis er zwei Auszahlungen von Nissan und JPMorgan veranlassen konnte. Nur ein Captcha hinderte die KI daran, diese Aufgabe vollständig selbstständig zu erledigen.

Den Antworten auf den Tweet mit mehr als fünf Millionen Aufrufen zufolge ist Browder nicht der einzige, der sich über einen unerwarteten Geldsegen freuen kann. Auch andere berichten von nicht eingeforderten Beträgen zwischen zwei und 1.000 US-Dollar.

ChatGPT erspart Knöllchen

Es gibt weitere aktuelle Berichte darüber, wie ChatGPT bei der Bewältigung bürokratischer Herausforderungen helfen kann. Eine britische Studentin, die wegen eines Strafzettels 60 britische Pfund zahlen sollte, wandte sich an ChatGPT.

Die KI half ihr dabei, einen Brief zu verfassen, in dem sie sich gegen die Zahlung wehrte, da sie in ihrer eigenen Straße geparkt hatte, für die sie eine Parkerlaubnis besaß. Schließlich wurde ihr der Strafzettel erlassen.

Sicherlich wird ChatGPT ohne menschliche Hilfe nicht in jedem Fall eine zufriedenstellende Antwort geben können, doch auf bürokratische und juristische Anwendungsfälle spezialisierte Modelle oder Plugins für ChatGPT könnten den Einsatz solcher Sprachmodelle für diese Zwecke noch stärken. Das sieht wohl auch OpenAI so: In einer GPT-4-Demo zeigte das Unternehmen, wie das Modell Fragen zu einer Steuererklärung beantwortete.

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Quelle: Joshua Browder | CBS

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