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Im US-Kongress diskutierten gestern Politiker und Experten, wie man gegen KI-generierte Fake Media vorgehen könnte. Eine einfache Lösung existiert nicht.

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Der US-Geheimdienstausschuss traf sich im US-Kongress mit einem Gremium aus KI- und Rechtsexperten und beriet Maßnahmen gegen die Verbreitung von Deepfakes.

Der Demokrat und kalifornische Kongressabgeordnete Adam Schiff warnte, dass die KI-Videos desaströse Folgen für das Wahljahr 2020 haben könnten und nahm die großen Social-Media-Plattformen in die Pflicht. Facebook und Co. müssten neue Richtlinien definieren und durchsetzen, um Bürger vor Falschinformationen und viralen Deepfakes zu schützen.

Vor einigen Wochen kursierte ein manipuliertes Video - kein Deepfake - in sozialen Medien, das die demokratische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi in scheinbar geistig verwirrtem Zustand zeigt. Die sozialen Netzwerke reagierten unterschiedlich auf das Fake-Video: Youtube entfernte es, Facebook ließ es online und verwies auf Berichte, die es als Fake identifizierten, während Twitter es kommentarlos stehen ließ.

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Lösen neue Richtlinien und Gesetze das Problem?

Schiff stellte im US-Kongress ein frühes Internetgesetz in Frage, das soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter vor rechtlichen Maßnahmen schützt. Die Rechtsprofessorin Danielle Keats Citron pflichtete Schiff bei: "Die gegenwärtige Auslegung des Gesetzes bietet Plattformbetreibern keinerlei Anreiz, gegen destruktive Deepfake-Inhalte vorzugehen."

Für den republikanischen Senator Ben Sasse sollten die Deepfake-Produzenten selbst bestraft werden. Er schlug schon im letzten Jahr ein Gesetz vor, dass die Erstellung und Verbreitung schädlicher Deepfakes unter Strafe stellt. Die Demokratin Yvette Diane Clarke brachte ein Gesetz ein, das Ersteller von Deepfakes verpflichtet, entsprechende Videos mit Wassermarken zu versehen.

Die Bürger müssen lernen, mit Deepfakes umzugehen

Jack Clark von der KI-Organisation OpenAI rief die sozialen Medien auf, Werkzeuge für die Identifikation von Deepfakes zu entwickeln. Die Programme sollten auch den Nutzern der Plattformen zur Verfügung gestellt werden.

Der KI-Experte David Doermann, der im letzten Jahr für die Regierungsorganisation DARPA entsprechende Software entwickelte, schlug in die gleiche Kerbe: Die Deepfake-Problematik könne man nicht allein der Regierung und den Plattformen überlassen. Die Bürger müssten ebenfalls in die Verantwortung genommen und auf die Bedrohung aufmerksam gemacht werden, weil "Deepfakes zu einem Krieg werden könnten, den man niemals gewinnen kann".

Titelbild: Fox News (Screenshot), Quelle: The Verge, Venturebeat

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