Read full article about: Tokenmaxxing im Silicon Valley: Meta-Mitarbeiter jagen Highscore beim KI-Verbrauch
Meta hat ein internes Rangsystem, bei dem Mitarbeiter um den höchsten KI-Token-Verbrauch wetteifern. Tokens sind Dateneinheiten, die KI-Modelle im Betrieb verarbeiten. Ein Mitarbeiter erstellte im Intranet eine Rangliste namens "Claudeonomics", die den Verbrauch von mehr als 85.000 Beschäftigten misst, berichtet The Information. In 30 Tagen wurden 60 Billionen Tokens verbraucht. Der Spitzenreiter nutzte durchschnittlich 281 Milliarden Tokens.
Die Gamifizierung mit Ranglisten und Titeln wie "Token Legend", "Model Connoisseur" und "Cache Wizard" soll Mitarbeiter motivieren, KI-Tools in ihren Arbeitsalltag einzubauen. Allerdings zeigt die Praxis auch Schwächen: Einige Mitarbeiter lassen KI-Agenten stundenlang laufen, nur um ihren Verbrauch zu steigern.
"Tokenmaxxing" gilt im Silicon Valley derzeit als Produktivitätsmaß: Nvidia-Chef Jensen Huang sagte, er wäre "zutiefst beunruhigt", wenn ein Ingenieur mit 500.000 Dollar Gehalt nicht mindestens 250.000 Dollar an Tokens jährlich verbrauche. Meta-CTO Andrew Bosworth berichtete laut Forbes, ein Top-Ingenieur gebe sein Gehaltsäquivalent für Tokens aus und steigere seine Produktivität angeblich um das Zehnfache.
Konkrete Zahlen, die solche Thesen stützen, hat bislang allerdings kein Unternehmen vorgelegt. Das dürfte auch daran liegen, dass die Messung von gesteigerter Einzelproduktivität und deren Auswirkung auf den Unternehmenserfolg schwierig ist.