Laut OpenAI-CEO Sam Altman hat ChatGPT so viele Nutzer in Texas wie Claude in den USA. Altman verrät diese Statistik im Kontext von Anthropics offensiven Werbespots, die ChatGPT mit Werbung auf die Schippe nehmen. Anthropic hatte angekündigt, keine Werbung in Claude zu bringen.
Laut Altman sind diese Spots zwar lustig, aber unehrlich. OpenAI habe sich explizit dagegen ausgesprochen, Werbung so einzusetzen, wie Anthropic es darstellt: als subtile Beeinflussung, eingebunden in persönliche, vertrauliche Chat-Gespräche. Er wirft Anthropic zudem Elitismus vor: OpenAI wolle KI für Milliarden Menschen zugänglich machen, die sich keine Abos leisten können. Anthropic hingegen bediene mit einem teuren Produkt primär wohlhabende Kunden.
Zur Wahrheit gehört auch: Die Dystopie, die Anthropic in den Werbespots skizziert, hat Altman früher selbst prophezeit, als sie in sein Anti-Google-Narrativ passte. Und gerade bei börsennotierten Unternehmen – und einen Börsengang hat OpenAI Ende des Jahres vor – hat Werbung die Eigenschaft, Überhand zu nehmen und an Einfluss zu gewinnen, wenn der Wachstumsdruck steigt.
