OpenAI verhandelt mit dem Abu-Dhabi-Unternehmen G42 über eine spezielle ChatGPT-Version für die VAE, berichtet Semafor. Die Version soll den lokalen arabischen Dialekt beherrschen, politische Ansichten widerspiegeln und Inhaltsbeschränkungen enthalten – zunächst für die VAE-Regierung. Die globale ChatGPT-Version bleibt verfügbar, wird aber an lokale Gesetze angepasst. Nutzer werden informiert, wenn Inhalte gegen Landesrecht verstoßen. OpenAI nutzt Feinabstimmung statt Neutraining, um Kosten zu sparen.
G42 wird von Sheikh Tahnoon bin Zayed Al Nahyan geleitet, Bruder des VAE-Präsidenten, nationaler Sicherheitsberater und Chef des größten Staatsfonds. Seit Oktober 2023 besteht eine Partnerschaft zwischen G42 und OpenAI.
Dass solche Anpassungen nötig sind, zeigt: KI-Modelle sind auch kulturelle Güter. Generierte Inhalte fließen in alle Ebenen ein, kleine Änderungen kultureller Narrative könnten sich dauerhaft auswirken. Deshalb wollen China und auch die USA die Ausgaben ihrer KI-Modelle kontrollieren, sowohl um nach innen zu wirken als auch eigene Ansichten nach außen zu transportieren.