Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Black Forest Labs veröffentlicht mit FLUX.1 Kontext [dev] ein offenes KI-Bildbearbeitungsmodell mit 12 Milliarden Parametern, das auf handelsüblicher Hardware läuft. Es ist für Forschung und nicht-kommerzielle Nutzung kostenlos unter einer offenen Lizenz auf HuggingFace erhältlich. Das Modell unterstützt ComfyUI, HuggingFace Diffusers und TensorRT. In Tests übertrifft es laut Black Forest Labs und Artificial Analysis sowohl offene als auch geschlossene Modelle wie Bagel und Gemini-Flash Image. Optimierte Varianten für NVIDIAs neue Blackwell-Architektur verbessern Geschwindigkeit und Speicherbedarf. Für kommerzielle Nutzung bietet Black Forest Labs ein neues Lizenzportal mit Preisen ab 999 US-Dollar pro Monat.
FLUX.1 Kontext [dev] erzielt in fast allen sechs Kategorien höhere Bewertungen als konkurrierende Modelle.
OpenAI baut seine Beratungsdienste für Unternehmen und Behörden aus und verlangt dafür laut The Information mindestens zehn Millionen US-Dollar pro Kunde. Dabei helfen OpenAI-Ingenieure, KI-Modelle wie GPT-4o mit unternehmensspezifischen Daten anzupassen und Anwendungen wie Chatbots zu entwickeln. Die Initiative bringt OpenAI in direkte Konkurrenz zu Firmen wie Palantir und Accenture. Das zuständige Team bei OpenAI heißt "Forward Deployed Engineers" (FDE).
Die Beratungsleistung umfasst auch das sogenannte Data Labeling, bei dem Fachleute die Antworten der KI bewerten oder korrigieren. OpenAI prüft laut Insidern eine Auslagerung dieser Arbeit an spezialisierte Anbieter wie Snorkel AI und Surge AI. Zu den Kunden zählen unter anderem das US-Verteidigungsministerium und das südostasiatische Unternehmen Grab.
Das ERGO Innovation Lab hat gemeinsam mit ECODYNAMICS eine Studie zur Sichtbarkeit von Versicherungsinhalten in KI-Suchsystemen veröffentlicht. Ausgewertet wurden über 33.000 KI-Suchergebnisse und 600 Webseiten. Die Ergebnisse zeigen: LLMs wie ChatGPT bevorzugen Inhalte, die technisch gut lesbar, semantisch klar strukturiert und vertrauenswürdig sind – alles Merkmale klassischer SEO. Inhalte, die modular aufgebaut, dialogorientiert (z. B. in Frage-Antwort-Form) und gut verlinkt seien, hätten höhere Chancen, in KI-Antworten aufzutauchen.
Bild: Ergo Innovation Lab
Zudem wurden Halluzinationsraten untersucht: ChatGPT lag mit knapp zehn Prozent am höchsten, während you.com deutlich stabilere Ergebnisse lieferte. Diese Erkenntnis beschränkt sich jedoch auf den Ergebnisraum "Versicherungen".