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DEEP MINDS Podcast
Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
DEEP MINDS #12: Künstliche Intelligenz regulieren

Eine KI-gestützte Autovervollständigung hilft beim Coden. Sie beruht auf OpenAIs fortschrittlicher Text-KI GPT2.

Text-KIs haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Sie helfen uns, E-Mails zu schreiben oder verfassen kurze Wirtschaftsnachrichten. Jetzt unterstützen sie auch beim Coden – dank der Autovervollständigungssoftware „Deep TabNine“.

Die Software kann mit verschiedenen Code-Editoren genutzt werden. Nach der Installation gibt sie kurze Vorschläge, wie der Code weitergehen könnte. Das erinnert an Googles Smart Compose, eine E-Mail-KI, die komplette Satzverläufe vorschlägt.

Deep TabNine wird vom Computerwissenschaftler Jacob Jackson entwickelt. Eine erste Version veröffentlichte er bereits im November letzten Jahres unter dem Namen TabNine.

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Jetzt hat er eine neue Beta-Version veröffentlicht, die OpenAIs Text-KI GPT-2 nutzt. Und die hat es offenbar in sich: Programmierer bezeichnen sie auf Twitter als „amazing“, „insane“ und „absoultely mind-blowing“.

Gefährliche Text-KI macht sich nützlich

Die vollständige Text-KI GPT-2 war laut OpenAI zu gefährlich, um sie auf die Welt loszulassen. Die Befürchtung: Glaubhafte Fake-News-Texte könnten das Internet überfluten. Stattdessen veröffentlichte OpenAI zwei abgeschwächte Versionen der Text-KI, die geringeres Gefahrenpotenzial haben sollen.

Schon die schwächere Version zeigt ihr Potenzial: Sie textet und dichtet passabel. Hier kann man sie ausprobieren. Eben diese Variante steckt auch in Deep TabNine.

Während andere Code-Autovervollständigungen aus dem bereits vom Nutzer geschriebenen Code lernen, trainierte Jackson seine Text-KI mit etwa zwei Millionen Quellcodes der Datenbank GitHub.

Dort findet die KI Muster und lernt, welcher Befehl wahrscheinlich als Nächstes in einer bestimmten Codezeile erscheint – egal ob Variable oder Funktion.

Empfehlung

Funktioniert mit 22 Programmiersprachen

Das hat zwei Vorteile: Die Ergebnisse sind genauer und funktionieren auch dann, wenn der Nutzer noch keine einzige Zeile Code geschrieben hat. Und Deep TabNine unterstützt 22 verschiedene Programmiersprachen – viele alternative Autovervollständigungen sind auf eine Programmiersprache spezialisiert.

Für Jackson ist das ein erster Schritt auf dem Weg zum KI-gestützten Programmieren, „dem Ziel aller, die in diesem Bereich arbeiten“, so Jackson gegenüber The Verge. Seine Vision: Dem Computer sagen, welchen Code er schreiben soll, und er erledigt es eigenständig.

Wer Deep TabNine ausprobieren will, kann hier den Vorgänger kaufen und sich für die Beta anmelden.

Titelbild: TabNine.com, Quellen: TabNine.com, The Verge

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Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
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