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Mit "X" aka Twitter hat Elon Musk ein Milliardenloch in seine Finanzen gerissen. Kann er es mit der KI-Währung Daten stopfen?

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Wie Alex Ivanos für Stackdiary zuerst berichtete, hat X auch bekannt als Twitter seine Nutzungsbedingungen aktualisiert und das Training von KI-Modellen aufgenommen.

In den Nutzungsbedingungen heißt es, dass X sich die auf Twitter veröffentlichten Daten vorbehält, um die eigenen Produkte und Services zu betreiben und zu verbessern.

Diese gesammelten Daten und "öffentlich verfügbare Informationen" könnten auch für das Training von Systemen des maschinellen Lernens oder der künstlichen Intelligenz verwendet werden.

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Bild: Screenshot X / Twitter

Laut Musk werden nur öffentliche Informationen und keine Inhalte aus privaten Nachrichten verwendet. Für einen neu geplanten Job-Service im X-Universum will X auch Informationen über frühere Jobs und Ausbildungen sammeln, schreibt Bloomberg.

Exklusive Twitter-Daten für Musks KI-Firma

Nutznießer dieser Änderung könnte Elon Musks KI-Start-up xAI sein, das er Mitte April enthüllte. xAI ist ein eigenständiges Unternehmen, das mit KI "die wahre Natur des Universums verstehen" soll. Trotz der wissenschaftlichen Ausrichtung soll xAI laut Musk ähnlich wie OpenAI auch KI-Angebote für Verbraucher und Unternehmen schaffen.

Dazu gehört auch die Entwicklung großer KI-Modelle, die wiederum möglichst viele und möglichst gute Daten benötigen, die zudem frei von Urheberrechten sein sollten. Twitter könnte helfen, diese Daten zu generieren, und sie xAI zudem exklusiv zur Verfügung zu stellen. Auch Meta trainiert KI-Modelle mit den Daten der eigenen Social-Media-Plattformen.

Auf seiner Website schreibt xAI, dass es zwar nicht Teil von Musks "X Corp" sei, aber eng mit X (Twitter), Tesla und anderen Unternehmen zusammenarbeiten wolle. Das xAI-Team besteht aus Expertinnen und Experten, die zuvor bei OpenAI, Google Research, Microsoft Research und Deepmind gearbeitet haben.

Liegt der wahre Wert von Twitter in den Daten?

Seit Musk Twitter übernommen hat, arbeitet er daran, den Datenabfluss von der Plattform zu erschweren und gleichzeitig die Qualität der Daten auf der Plattform zu erhöhen.

Empfehlung

So hat Musk den freien Zugang zur Programmierschnittstelle von Twitter beendet. Jetzt verlangt er Preise, die je nach Paket zwischen 100 und 5.000 US-Dollar pro Monat liegen. Die Enterprise-Pakete beginnen bei 42.000 US-Dollar pro Monat.

Elon Musk hat bei seinem Amtsantritt deutlich gemacht, wo er die eigentliche Wertschöpfung bei Twitter / X sieht. | Bild: Screenshot X / Twitter

Zudem belohnt Musk diejenigen mit mehr Sichtbarkeit, die für Twitter bezahlen, also vermutlich keine Bots sind, und Inhalte ausschließlich auf der Plattform veröffentlichen, also beispielsweise auf Verlinkungen ins WWW verzichten.

Erfolgreiche Content-Publisher entlohnt Musk zudem, indem er sie an den von ihnen generierten Werbeeinnahmen beteiligt. So verspricht er Journalistinnen und Journalisten "mehr Freiheit beim Schreiben und höhere Einnahmen", wenn sie direkt bei X publizieren.

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Zusammenfassung
  • Twitter, jetzt unter dem Namen X, hat seine Nutzungsbedingungen aktualisiert. Die Plattform behält sich das Recht vor, die veröffentlichten Daten weiterzuverwenden.
  • Die gesammelten Daten, einschließlich Informationen über Beschäftigung und Ausbildung, könnten auch für das Training von KI-Systemen verwendet werden.
  • Diese Änderung könnte Elon Musks KI-Start-up xAI zugutekommen, das seine eigenen großen KI-Modelle trainieren will. Diese Modelle profitieren von der größtmöglichen Menge und Qualität urheberrechtsfreier Daten.
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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