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OpenAI vereinfacht den Zugang zu GPT-3 und Codex: Ab sofort können die mächtigen Sprach-KI-Modelle ohne Wartezeit und von allen genutzt werden.

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OpenAI stellte die mächtige Text-KI GPT-3 im Mai 2020 vor und machte den Zugriff auf das Sprachmodell zum ersten eigenen Produkt der OpenAI API. Bisher landeten Interessierte jedoch auf einer langen Warteliste - das Unternehmen überprüfte jede Bewerbung, um einen Missbrauch des Sprachmodells zu verhindern.

Die teilweise monatelangen Wartezeiten waren im Laufe des Jahres jedoch stetig kürzer geworden, auch da das Unternehmen dank verschiedener Sicherungsmechanismen für GPT-3 die Bewerbungen schneller verarbeitete. Laut OpenAI nutzen bereits zehntausende Entwickler:innen die eigene API.

Jetzt entfernt OpenAI die Warteliste und weitere Zugangsbeschränkungen für die API komplett: Alle Interessierten erhalten ab sofort Zugriff auf OpenAIs API ohne Wartezeit. OpenAI begründet den breiteren Zugang mit den verbesserten Sicherheitsmaßnahmen für die Sprach-KI.

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OpenAI GPT-3: Zahlreiche Verbesserungen seit Start

Seit dem Start von GPT-3 Mitte 2020 hat sich einiges getan. Neben den unterschiedlich großen Varianten des KI-Modells gibt es mittlerweile die sogenannten "Instruct Series"-Modelle, die sich besser an menschliche Anweisungen halten sollen. Andere Funktionen sollen wahrheitsgetreuere Antworten auf Fragen sicherstellen und ein kostenloser Inhaltsfilter soll Entwickler:innen helfen, Missbräuche wie bei AI Dungeon einzudämmen.

Entwickler:innen erhalten Zugriff auf einen verbesserten "Playground", in dem Produktprototypen mit verschiedenen KI-Modellen getestet werden können sowie eine Beispielbibliothek mit Dutzenden von Eingabeaufforderungen, die die Modelle steuern.

OpenAIs Sicherheitsvorkehrungen erlauben dem Unternehmen außerdem, Anwendungen zu prüfen, bevor sie in Betrieb gehen und sie während des Betriebs auf Missbrauch zu überwachen. Man helfe weiter, Entwickler:innen bei der Skalierung ihrer Produkte und die Auswirkungen der KI-Technologie besser zu verstehen, so OpenAI.

OpenAI untersagt unter anderem KI-Texte mit sexuellem Kontext. | Bild: OpenAI
OpenAI untersagt unter anderem KI-Texte mit sexuellem Kontext. | Bild: OpenAI

Das Unternehmen veröffentlicht zur Öffnung der API erstmals GPT-3-Leitlinien zu erlaubten und verbotenen Inhalten, die unter anderem Hatespeech, Gewaltverherrlichungen, Spam und sexuelle Inhalte einordnen.

OpenAI API bietet Zugriff auf Codex

Neben OpenAI bieten mittlerweile auch andere Unternehmen Zugriff auf große KI-Sprachmodelle oder die Möglichkeit, eigene KI-Modelle zu trainieren, etwa AI21 Labs mit Jurassic-1 Jumbo oder Nvidia mit NeMo Megatron. Auch Microsoft bietet über Azure direkten Zugriff auf GPT-3 für Unternehmen.

Empfehlung

Über OpenAIs API haben Interessierte zusätzlich Zugriff auf OpenAIs Codex, ein relativ neues KI-Modell, das natürliche Sprache in Code übersetzt oder Code vervollständigt. Codex soll in den nächsten Monaten stetig verbessert werden. Im September sagte OpenAI-Chef Sam Altman, Codex sei weniger als ein Jahr davon entfernt, die Arbeit von Programmierer:innen nachhaltig zu verändern.

Nach Codex will sich OpenAI GPT-4 widmen und den Zugriff auf das multimodale DALL-E-Modell ermöglichen. Details dazu sind bisher nicht bekannt. OpenAIs API ist in zahlreichen Ländern verfügbar.

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Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
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