Anzeige
Skip to content
Read full article about: Auch neue LLMs wie GPT-5.2 und Claude 4.6 verlieren bei langen Chats massiv an Leistung

Auch die neue Generation großer Sprachmodelle (LLMs) ab GPT-5 hat nach wie vor Probleme, wenn Aufgaben über mehrere Gesprächsrunden verteilt werden. Forscher Philippe Laban und sein Team testeten aktuelle Modelle in sechs Aufgaben: Code, Datenbanken, Aktionen, Daten-zu-Text, Mathematik und Zusammenfassungen. Ergebnis: Die Leistung sinkt deutlich, wenn Informationen über mehrere Nachrichten verteilt (sharded) statt in einer einzigen Anfrage (concat) gegeben werden.

Laban et al.

Neuere Modelle schneiden zwar etwas besser ab – sie verlieren im Schnitt 33 statt zuvor 39 Prozent ihrer Leistung –, doch das Problem bleibt bestehen. Verbesserungen zeigten sich primär bei Python-Programmieraufgaben, wo einige Modelle nur noch 10 bis 20 Prozent Leistung einbüßten. Die Tests nutzten einfache, unkomplizierte Nutzersimulationen. Laban vermutet, dass der Verlust noch größer ausfallen könnte, wenn Nutzer etwa mitten im Gespräch ihre Meinung ändern.

Die ursprüngliche Studie zeigte, dass technische Anpassungen wie niedrigere Temperaturwerte das Problem nicht lösen. Die Forscher empfehlen daher: Bei Problemen lieber ein neues Gespräch starten und am Ende einer Sitzung eine Zusammenfassung aller Anforderungen erstellen lassen. Mehr "Context-Engineering"-Strategien gibt’s im heise KI Pro Webinar zum Thema.

Read full article about: Wegen Verbot durch Kriegsminister: KI-Firma Anthropic will gegen US-Regierung vor Gericht ziehen

Anthropic will das US-Verteidigungsministerium verklagen. Kriegsminister Pete Hegseth will das KI-Unternehmen als Lieferkettenrisiko einstufen, eine Maßnahme, die bisher nur gegen ausländische Gegner der USA eingesetzt wurde. Laut Anthropic ist diese Einordnung gegen das Gesetz, und man werde jede Anschuldigung vor Gericht anfechten.

Wir glauben, dass diese Einstufung sowohl rechtlich unhaltbar ist als auch einen gefährlichen Präzedenzfall für jedes amerikanische Unternehmen schaffen würde, das mit der Regierung verhandelt.

Anthropic

Hegseth hatte zudem gesagt, dass auch Militärzulieferer keine Geschäfte mehr mit Anthropic machen dürften. Laut Anthropic fehlt ihm dafür die gesetzliche Grundlage: Die Einstufung nach 10 USC 3252 betreffe nur die Nutzung von Claude in direkten Aufträgen des Kriegsministeriums. Für Privatkunden, kommerzielle Verträge und den Zugang über API oder claude.ai ändere sich nichts.

Auslöser des Konflikts ist ein gescheiterter Verhandlungsprozess: Anthropic weigert sich, Claude für massenhafte Inlandsüberwachung und vollautonome Waffen freizugeben. Heutige KI-Modelle seien dafür zu unzuverlässig, Massenüberwachung verletze Grundrechte. OpenAI hat den Deal übernommen.

Read full article about: Google schließt Milliarden-Deal mit Meta über KI-Chips und greift Nvidia an

Meta hat einen mehrjährigen Vertrag über mehrere Milliarden Dollar mit Google abgeschlossen, um dessen KI-Chips – Tensor Processing Units (TPUs) – für die Entwicklung neuer KI-Modelle zu mieten. Das berichtet The Information. Meta prüfe zudem, ab nächstem Jahr TPUs direkt für eigene Rechenzentren zu kaufen.

Der Deal fordert Nvidia heraus, das den KI-Chip-Markt dominiert und Meta bisher mit GPUs für das KI-Training beliefert. Erst wenige Tage zuvor hatte Meta angekündigt, Millionen GPUs von Nvidia und von AMD zu kaufen. Google-Cloud-Führungskräfte hätten intern angedeutet, mit TPUs bis zu zehn Prozent von Nvidias Jahresumsatz – rund 200 Milliarden Dollar – erobern zu wollen. Zusätzlich hat Google ein Joint Venture mit einer Investmentfirma gegründet, um TPUs an weitere Kunden zu vermieten.

Der Balanceakt: Google ist selbst einer der größten Nvidia-Kunden, da Cloud-Kunden weiterhin GPU-Server verlangen. Google muss also Nvidias neueste Chips einkaufen, um im Cloud-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben – während es Nvidia mit eigenen Chips Marktanteile abnehmen will. OpenAI konnte angeblich allein wegen der Existenz von TPUs die Preise von Nvidia drücken.

Read full article about: OpenAI und Figma verbinden Code und Design nahtlos in beide Richtungen

Eine neue Integration verbindet Figmas Design-Plattform direkt mit OpenAIs Coding-Tool Codex. Teams können damit aus Code automatisch bearbeitbare Figma-Designs erzeugen und umgekehrt Designs in funktionierenden Code umwandeln. Die Verbindung nutzt den offenen MCP-Standard und unterstützt Figma Design, Figma Make und FigJam. Die Einrichtung erfolgt direkt in der Codex-Desktop-App für macOS.

Bisherige Lösungen für den Übergang zwischen Figma und Code waren meist Einbahnstraßen: Figmas Dev Mode lieferte einfache HTML/CSS-Schnipsel, Plugins exportierten Designs als React- oder HTML-Code, Figma Make generierte React-Komponenten per Texteingabe. Diese Werkzeuge arbeiteten jedoch einzeln und ohne tiefes Verständnis des gesamten Projekts. Die neue Integration soll erstmals eine durchgängige Verbindung schaffen, bei der die KI gleichzeitig auf Code, Figma-Dateien und Design-System zugreifen kann.

Figma war bereits einer der ersten Partner mit einer eigenen ChatGPT-App und nutzt intern ChatGPT Enterprise. Laut OpenAI greifen über eine Million Menschen wöchentlich auf Codex zurück, die Nutzung stieg seit Jahresbeginn um über 400 Prozent.

Read full article about: MEMORY.md: Claude Code merkt sich jetzt Vorlieben und wendet sie automatisch an

Claude Code kann sich ab sofort selbstständig Notizen machen und Gelerntes innerhalb eines Projekts über Sitzungen hinweg abrufen, etwa Debugging-Muster, Projektkontext und bevorzugte Arbeitsweisen. Bisher mussten Nutzer solche Informationen manuell bzw. per /init in CLAUDE.md-Dateien festhalten. Die neue Auto-Memory-Funktion ergänzt das: Claude legt pro Projekt eigenständig eine MEMORY.md-Datei an, in der es Erkenntnisse festhält und in späteren Sitzungen desselben Projekts automatisch wieder abruft. Wer zum Beispiel in einem Projekt auf ein kniffliges Debugging-Problem stößt, muss die Lösung nicht erneut erklären. Nutzer können Claude auch direkt auffordern, bestimmte Informationen zu speichern. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert und lässt sich per /memory, Einstellungsdatei oder Umgebungsvariable deaktivieren.

Kürzlich hat Claude Code noch ein weiteres großes Update bekommen: Eine lokal laufende Sitzung lässt sich jetzt von unterwegs per Smartphone, Tablet oder Browser über claude.ai/code weiterführen, ohne dass Daten in die Cloud wandern.

Read full article about: Anthropic kauft Startup Vercept, um Claudes Computersteuerung zu verbessern

Anthropic übernimmt das KI-Startup Vercept, um die Computernutzungsfähigkeiten seines KI-Modells Claude zu verbessern. Vercept entwickelte KI, die direkt auf dem Computer des Nutzers arbeitet, Bildschirminhalte versteht und Aufgaben ausführt. Die Gründer Kiana Ehsani, Luca Weihs und Ross Girshick wechseln mit ihrem Team zu Anthropic, die Übernahmesumme ist nicht bekannt.

Laut Anthropic löst Vercept schwierige Wahrnehmungs- und Interaktionsprobleme, die für die Computernutzung durch KI zentral sind. Gemeint ist damit, dass ein KI-Modell Screenshots oder Videos von für Menschen gemachten Oberflächen auswerten und bedienen kann, ohne dafür eine spezielle Programmierschnittstelle (API) zu benötigen.

Vercept wird sein eigenes Desktop-KI-Agenten-Produkt "Vy" in den kommenden Wochen einstellen. Anthropic dürfte insbesondere am Oberflächenerkennungsmodell "VyUI" interessiert sein, das angeblich in Vergleichstests besser abschnitt als vergleichbare OpenAI-Technologie.

Benchmark (UI element identification / grounding) VyUI accuracy OpenAI model
ScreenSpot v1 92% 18.3%
ScreenSpot v2 94.7% 87.9%
GroundUI Web 84.8% 82.3%

Claude kann bereits mehrstufige Aufgaben in laufenden Anwendungen erledigen: Mit dem kürzlich veröffentlichten Modell Sonnet 4.6 erreicht Claude auf dem OSWorld-Vergleichstest 72,5 Prozent, der genau diese Fähigkeit misst, gegenüber weniger als 15 Prozent Ende 2024. Das Vercept-Team soll diese Fähigkeit weiter steigern.

Suno-Investorin räumt ein: KI-Musik steht in direkter Konkurrenz zu menschlichen Künstlern

Suno-Investorin C.C. Gong erzählt bei X, dass sie kaum noch Spotify nutzt – und liefert damit ungewollt ein Argument für die Musikindustrie im Rechtsstreit gegen das KI-Musik-Startup.