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Ja-Sager-Chatbots und KI-Schleimerei: Selbst rationale Nutzer können in Wahnspiralen geraten

KI-Chatbots neigen dazu, ihren Nutzern nach dem Mund zu reden. Eine Studie des MIT und der University of Washington zeigt, dass diese Schmeichelei selbst unter simulierten optimalen Bedingungen zu gefährlichen falschen Überzeugungen führen kann. Auch faktentreue Bots und aufgeklärte Nutzer lösen das Problem nicht vollständig.

Read full article about: Telehealth-Startup Medvi generiert Milliardenumsatz mit Hilfe von KI-gefälschter Werbung

Das Telehealth-Startup Medvi, das GLP-1-Abnehmmittel verkauft, wurde von der New York Times als Beispiel für KI-gestützte Effizienz vorgestellt. Das Unternehmen soll mit nur zwei Angestellten einen Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar erzielt haben, indem es KI vor allem im Marketing einsetzte.

Was die NYT jedoch nicht erwähnte: Medvi nutzte KI offenbar auch, um ethisch fragwürdige Werbung zu erstellen, darunter gefälschte Arztprofile in sozialen Medien, Fake-Videos und generierte Vorher-Nachher-Vergleiche. Also all die negativen Dinge, die man KI gerne unterstellt. Das folgende Video fasst das zusammen.

In sozialen Medien wurde Medvi zunächst für seine KI-Effizienz gefeiert, wird jetzt aber als Negativbeispiel genannt. Dennoch zeigt der Fall, dass KI-Tools die Skalierung eines Unternehmens mit minimalem Personal ermöglichen können - hier allerdings ethisch fragwürdig und mindestens an der Grenze zum Betrug. Die Frage bleibt, ob ähnliche Effizienzgewinne auch bei seriösen Produkten mit transparentem Marketing möglich sind.

Read full article about: OpenAI-Manager teilt neue Zahlen zur Nutzung von ChatGPT für Gesundheitsfragen

OpenAIs Head of Business Finance Chengpeng Mou teilt ein paar Fakten zur ChatGPT-Health-Nutzung. Demnach stellen Nutzer in den USA rund zwei Millionen Nachrichten pro Woche zu Krankenversicherungsthemen an ChatGPT. Etwa 600.000 wöchentliche Nachrichten stammen von Menschen in sogenannten "hospital deserts", also Gebieten, in denen das nächste Krankenhaus mindestens 30 Minuten Fahrt entfernt ist. Sieben von zehn Gesundheitsanfragen werden außerhalb der regulären Sprechzeiten gestellt. Die Zahlen basieren auf anonymisierten US-Nutzungsdaten.

Anlass für Mous Angaben war ein Beitrag von Simon Smith, der beschrieb, wie seine Familie ChatGPT nutzte, um eine Erkrankung seines Vaters zu bewältigen. Die Familie habe Informationen von verschiedenen Ärzten und Pflegekräften in einem gemeinsamen ChatGPT-Projekt gesammelt, sortiert und ausgewertet, um bessere Entscheidungen zu treffen. Laut Mou ist das kein Einzelfall.

OpenAI baut sein Gesundheitsangebot gezielt aus: Das Unternehmen hat kürzlich eine eigene Gesundheitsrubrik in ChatGPT eingeführt und will mit seinem Chatbot stärker in den US-Krankenhausmarkt vordringen.

Read full article about: KI-Tool kopiert Guardian-Artikel: New York Times feuert Autor

Die New York Times arbeitet nicht mehr mit einem Freelance-Journalisten zusammen, der offenbar versehentlich mit KI Inhalte einer Buchbesprechung kopiert hat. Autor Alex Preston nutzte ein KI-Tool bei einer Rezension des Romans "Watching Over Her" von Jean-Baptiste Andrea. Die KI übernahm dabei Passagen aus einer älteren Rezension desselben Buchs von Christobel Kent im Guardian, die Preston vor Abgabe nicht erkannte. Ein Leser bemerkte die Übereinstimmungen und die New York Times beendete die Zusammenarbeit.

Preston sagte dem Guardian, er sei "zutiefst beschämt" und habe "einen schweren Fehler gemacht". Da er die Guardian-Besprechung teils fast wörtlich zitierte, ist davon auszugehen, dass sein KI-Tool direkt aus dem Artikel kopierte, ohne dass Preston dies bewusst war – letztlich also inkompetente Nutzung.

Ein ähnlicher KI-Fail, der auf ungelernten Umgang und mangelnde Sorgfalt zurückzuführen ist, ereignete sich kürzlich bei Ars Technica: Ein Redakteur veröffentlichte einen Artikel mit komplett erfundenen Zitaten, die aus einem Entwicklerblog hätten stammen sollen. Der betreffende Entwickler hatte allerdings unwillentlich ChatGPT ausgesperrt. Der Redakteur hätte die Quelle prüfen müssen. Stattdessen vertraute er auf das Internet-Crawling von ChatGPT, das die Zitate anhand der Prompts und der URL frei erfand.

Read full article about: Social Media vs. KI: Chatbots wachsen siebenmal schneller als Social Media

Soziale Medien ziehen viermal mehr Traffic als Chatbot-Services, aber KI-Dienste wachsen siebenmal schneller. Das zeigt eine Analyse von Similarweb. Bei der Geschlechterverteilung gibt es kaum Unterschiede zwischen beiden Kategorien. Auch die Altersprofile ähneln sich stark: Beide erreichen ihren Höhepunkt in der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen, wobei KI-Nutzer etwas älter sind.

Zwei Infografiken von Similarweb im Vergleich: Links die Gesamtzahl der Website-Besuche von Social Media und KI-Chatbots, rechts das Wachstum beider Kategorien. Soziale Medien haben etwa viermal mehr Besuche, KI-Dienste wachsen jedoch siebenmal schneller.
Soziale Medien vs. KI-Tools: viermal mehr Traffic, aber siebenmal langsameres Wachstum. | Bild: Similarweb

Ein klarer Unterschied zeigt sich bei den Geräten: Soziale Medien werden etwa gleich häufig am Desktop und mobil genutzt, während KI-Tools zu 72 Prozent am Desktop verwendet werden, also eher als Arbeits- und Produktivitätswerkzeug.

Auch das Nutzungsverhalten unterscheidet sich: Social-Media-Nutzer verbringen mehr Zeit pro Sitzung, KI-Nutzer arbeiten kürzer und aufgabenbezogener. Beide Kategorien werden vor allem direkt aufgerufen, KI-Dienste sogar zu 73 Prozent. Soziale Medien profitieren dagegen deutlich stärker von der organischen Suche, also von Nutzern, die über Suchmaschinen wie Google auf die Plattformen gelangen.

Read full article about: Netflix-KI-Framework VOID entfernt Objekte aus Videos und passt physikalische Effekte an

Netflix hat ein Open-Source-KI-System zur Objektentfernung in Videos veröffentlicht. Das Framework namens VOID ("Video Object and Interaction Deletion") entfernt Objekte aus Videos und passt dabei auch physikalische Auswirkungen wie Kollisionen im restlichen Video an.

VOID baut auf Alibabas Video-Diffusionsmodell CogVideoX auf, das mit synthetischen Daten aus Googles Kubric und Adobes HUMOTO für die Interaktionserkennung feinabgestimmt wurde. Googles Gemini 3 Pro analysiert die Szene und erkennt betroffene Bereiche, Metas SAM2 segmentiert die zu entfernenden Objekte. Ein optionaler zweiter Durchlauf korrigiert Formverzerrungen mithilfe von optischem Fluss.

Das Projekt wurde von Netflix-Forschern gemeinsam mit der Universität INSAIT Sofia entwickelt. Code, Paper und Demo sind auf GitHub, arXiv und Hugging Face verfügbar. Das System ist mit der Apache-2.0-Lizenz verfügbar, darf also kommerziell genutzt werden.

Read full article about: OpenAI baut Führungsebene um: Krankheitsfälle erzwingen personelle Veränderungen

Bei OpenAI stehen personelle Veränderungen an. Fidji Simo, CEO des neu geschaffenen Bereichs "AGI-Deployment", geht wegen einer Autoimmunerkrankung des Nervensystems für mehrere Wochen in den Krankenstand. Während ihrer Abwesenheit übernimmt OpenAI-Präsident Greg Brockman die Produktverantwortung, einschließlich der Super-App-Pläne des Unternehmens. Auf der Geschäftsseite übernehmen CSO Jason Kwon, CFO Sarah Friar und CRO Denise Dresser.

Auch Marketingchefin Kate Rouch tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Rouch plant, in einer kleineren Rolle zurückzukehren, sobald es ihre Gesundheit erlaube. Gary Briggs ersetzt sie vorübergehend.

COO Brad Lightcap gibt ebenfalls seinen Posten ab und wechselt in ein neues Team für "Spezialprojekte" unter CEO Sam Altman. Dresser übernimmt einen Großteil seiner Aufgaben. Lightcaps Zuständigkeiten für Regierung und "OpenAI for Countries" gehen an die Strategieabteilung.

Read full article about: Anthropic übernimmt KI-Pharma-Startup Coefficient Bio für 400 Millionen Dollar

Anthropic hat das KI-Biotech-Startup Coefficient Bio für rund 400 Millionen Dollar in Aktien übernommen, wie Newcomer und The Information berichten. Coefficient Bio wurde erst vor etwa acht Monaten gegründet und hatte weniger als zehn Mitarbeitende. Das Startup entwickelte eine Plattform, die KI für Aufgaben in der Pharmabranche einsetzt, etwa für die Planung von Arzneimittelforschung oder die Identifikation neuer Wirkstoffchancen.

Sehr wahrscheinlich ist Anthropic aber stärker am Fachpersonal interessiert, das Anthropics Arbeit in diesem Bereich sofort beschleunigen kann. Das Team wechselt zu Anthropics Abteilung für Gesundheitswesen und Biowissenschaften unter der Leitung von Eric Kauderer-Abrams. Die Risikokapitalfirma Dimension hielt rund die Hälfte des Startups und gibt eine Rendite von 38.513 Prozent an. Sowohl Anthropic als auch Dimension lehnten eine Stellungnahme ab.

Auch die großen Pharmafirmen rüsten sich fürs KI-Zeitalter: Der US-Forschungskonzern Eli Lilly kündigte kürzlich einen Milliarden-Deal mit der Medizin-KI-Firma Insilico Medicine an. Anthropic arbeitet bereits mit Pharmakonzernen wie Sanofi, Novo Nordisk und AbbVie zusammen, Deepmind hat ein eigenes Spinoff für KI-Medizin gegründet.

Read full article about: Deepseek v4 läuft auf Huawei-Chips und soll Chinas Chip-Unabhängigkeit demonstrieren

Deepseek v4 soll in den kommenden Wochen erscheinen und auf Huawei-Chips laufen. Laut The Information soll das Modell einen Meilenstein in Chinas Streben nach Chip-Unabhängigkeit markieren. Deepseek hatte zuvor monatelang mit Huawei und dem Chipdesigner Cambricon daran gearbeitet, das Modell auf chinesische Chips zu übertragen. Nvidia erhielt keinen frühen Zugang zu v4, nur chinesische Chipfirmen bekamen dieses Privileg.

Chinesische Techkonzerne wie Alibaba, ByteDance und Tencent haben laut fünf Insidern Hunderttausende Einheiten von Huaweis neuem Ascend 950PR bestellt, um Deepseek v4 über ihre Cloud-Dienste anzubieten und in ihre eigenen KI-Anwendungen zu integrieren. Der Chippreis stieg durch die Großbestellungen um 20 Prozent.

Der Ascend 950PR liefert laut Huawei etwa die 2,8-fache Rechenleistung von Nvidias H20, bleibt aber hinter dem H200 zurück. Huawei kämpft zudem weiterhin mit Produktionsengpässen durch US-Exportkontrollen.