Meta will angeblich 90 Prozent seiner Datenschutz- und Risikoprüfungen durch KI-Systeme ersetzen, berichtet NPR unter Berufung auf interne Unterlagen. Entscheidungen über neue Funktionen, Algorithmen oder Inhaltsregeln sollen künftig meist automatisiert getroffen werden. Produktteams beantworten dafür einen Fragebogen, woraufhin ein KI-System Risiken bewertet. Nur noch in Ausnahmefällen erfolgt eine manuelle Prüfung. Meta betont, dass weiterhin Menschen bei komplexen Fällen eingebunden seien und "niedrige Risiken" automatisiert würden. In der EU soll laut Meta weiterhin ein separates Prüfverfahren gelten.
Anthropic erzielt derzeit einen annualisierten Umsatz von rund drei Milliarden US-Dollar, berichtet Reuters unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Noch im Dezember 2024 lag dieser Wert bei einer Milliarde Dollar. Besonders gefragt ist laut einer Quelle die Codegenerierung, also KI-gestützte Programmierhilfe. Die neuen Claude-4-Modelle sind für Code optimiert. Anthropic verkauft, anders als Google oder OpenAI, seine Modelle überwiegend an Geschäftskunden; das Wachstum hier könnte also zeigen, dass Unternehmen verstärkt generative KI einsetzen.
Perplexity startet "Labs", ein neues Tool für Pro-Nutzer, das komplexe Projekte wie Berichte, Tabellen, Dashboards oder einfache Web-Apps automatisch erstellt. Labs führt dabei über zehn Minuten lang selbstständig Aufgaben aus, etwa Webrecherche, Codeausführung und Dateierstellung. Nutzer finden ihre erstellten Dateien im "Assets"-Tab und können Web-Apps direkt im Projekt anzeigen. Labs ergänzt den bisherigen "Research"-Modus (ehemals "Deep Research"), der im Vergleich schnellere Analysen liefert. Auf der Website zeigt Perplexity Beispiele in einer "Projektgalerie". Das neue Angebot ist über den Modus-Schalter in der Eingabeleiste auf "Web", "iOS" sowie bald auch auf Mac und Windows verfügbar. Damit nähert sich Perplexity Funktionen von Tools wie ChatGPT, Google Gemini und Claude an, die ihrerseits Perplexitys ehemals exklusiven Bereich der KI-Suche weitgehend übernommen und teils übertroffen haben.
Die New York Times schließt eine mehrjährige Lizenzvereinbarung mit Amazon. Amazon darf damit redaktionelle Inhalte der New York Times, von NYT Cooking und The Athletic in Produkten wie Alexa anzeigen und für das Training eigener KI-Modelle nutzen. Die Vereinbarung soll die Reichweite der NYT-Inhalte erhöhen und Amazons Kunden direkten Zugriff auf journalistische Inhalte bieten. Während Amazon zahlt, wird OpenAI weiter verklagt: Die NYT hatte Ende 2023 Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht, weil deren KI-Modelle ohne Erlaubnis mit Inhalten der Zeitung trainiert worden sein sollen. Die Verhandlungen laufen.