Baidus KI-Modell Ernie 5.0, das Text, Bilder, Audio und Video in einer einheitlichen Architektur verarbeitet, ist jetzt offiziell verfügbar. Laut dem LMArena-Ranking vom 15. Januar 2026 erreichte Ernie-5.0-0110 einen Score von 1.460 Punkten und belegte damit Platz 8 weltweit sowie Platz 1 unter allen chinesischen Modellen, gleichauf mit dem etwas älteren OpenAI-Modell GPT-5.1 (High) und vor Googles Gemini 2.5 Pro sowie Anthropics Claude Sonnet 4.5. Das nächstbeste Modell aus China ist GLM-4.7 von Zhipu AI. In der Kategorie Mathematik landet Ernie 5.0 auf Platz 2 weltweit, nur hinter GPT 5.2 (High).
Das LMArena-Ranking ermittelt sich aus zahlreichen anonymen Paarvergleichen, bei denen Nutzer die bessere Modellantwort wählen.
Das Modell nutzt eine Mixture-of-Experts-Architektur mit rund 2,4 Billionen Parametern, wobei pro Anfrage weniger als 3 Prozent aktiv sind. Das Modell ist bislang nur unter ernie.baidu.com zugänglich, im Gegensatz zu früheren Ausgaben hat Baidu bislang keine Gewichte veröffentlicht. Ein technischer Report oder nähere Details zur Funktionsweise stehen ebenfalls noch aus. Zuletzt hatte Baidu mit Ernie-4.5-VL-28B-A3B-Thinking ein offenes Modell herausgebracht, das Bilder während des Denkprozesses bearbeiten kann, etwa heranzoomen, um Text besser zu lesen.
NeurIPS-Analyse zeigt: Selbst Google-Autoren sind vor KI-Halluzinationen nicht sicher
Eine Analyse von knapp 5.000 Papers der KI-Konferenz NeurIPS 2025 fördert halluzinierte Zitate zutage – in Arbeiten, die den Peer-Review-Prozess bereits durchlaufen haben.
Metas neues KI-Team "Meta Superintelligence Labs" hat diesen Monat intern die ersten wichtigen KI-Modelle fertiggestellt. Das sagte Chief Technology Officer Andrew Bosworth am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gegenüber Reuters. Die Modelle seien "sehr gut", obwohl das Team erst seit etwa sechs Monaten arbeite. Bosworth nannte keine Details zu den Modellen. Medienberichten zufolge arbeitet Meta an einem Text-Modell mit dem Codenamen "Avocado" und einem Bild- und Video-Modell namens "Mango". Nach der Kritik an Metas Llama-4-Modell hatte CEO Mark Zuckerberg die KI-Führung umstrukturiert und ein neues Labor gegründet. Bosworth bezeichnete 2025 als "enorm chaotisches Jahr" für den Aufbau der neuen Infrastruktur.
Zur KI-Entwicklung insgesamt sagte Bosworth bei einer Axios-Veranstaltung, dass bei alltäglichen Anfragen die Verbesserungen zwischen Modellgenerationen wie GPT-4 zu GPT-5 abnehmen. Spezialisierte Anwendungen wie Rechts- oder Gesundheitsanalysen und Personalisierung würden jedoch weiterhin deutlich besser. Die hohen Brancheninvestitionen in KI sieht er daher langfristig als gerechtfertigt an.
Ollama, die Software zum lokalen Ausführen von KI-Modellen, ermöglicht ab sofort Bildgenerierung auf macOS. Die Funktion ist noch experimentell und Unterstützung für die Funktion unter Windows und Linux sollen folgen. Zum Start stehen zwei Modelle zur Verfügung: Z-Image Turbo von Alibabas Tongyi Lab ist ein 6-Milliarden-Parameter-Modell, das fotorealistische Bilder erzeugt und Text in Englisch und Chinesisch darstellen kann. Das kürzlich vorgestellte Flux 2 Klein von Black Forest Labs ist das bisher schnellste Bildmodell des deutschen Unternehmens und kommt in 4B- und 9B-Varianten.
Terminals wie Ghostty oder iTerm2 zeigen Vorschauen direkt an.
Das 4B-Modell von Flux 2 Klein läuft auf handelsüblichen Grafikkarten mit mindestens 13 GB VRAM, etwa einer Nvidia RTX 3090 oder 4070. Die kleinere Version ist kommerziell nutzbar, die größere unterliegt einer nicht-kommerziellen Lizenz. Generierte Bilder werden direkt im aktuellen Verzeichnis gespeichert, und Nutzer können Bildgröße, Schrittanzahl und Seed-Werte anpassen. Geplant sind weitere Modelle und Bildbearbeitungsfunktionen.
Nach Microsoft geht auch OpenAI einen Schritt auf vom massiven KI-Infrastrukturausbau betroffene Anwohner zu. Das Unternehmen verspricht mit dem "Stargate Community"-Programm, dass seine KI-Rechenzentren die Strompreise für Anwohner nicht erhöhen werden. Microsoft hatte kürzlich Ähnliches versprochen.
Dafür will OpenAI eigene Energiequellen, Batteriespeicher und Netzausbau finanzieren. Jeder Standort soll einen eigenen Plan erhalten, der auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten ist. Zudem wolle man Wasser und lokale Ökosysteme besser schützen.
Ein Jahr nach der Ankündigung des Stargate-Projekts im Januar 2025 hat OpenAI nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte des Ziels von 10 Gigawatt Kapazität bis 2029 in Planung. Der erste Standort in Abilene, Texas trainiert bereits KI-Systeme. Weitere Standorte entstehen in Shackelford County (Texas), Milam County (Texas), Doña Ana County (New Mexico), Port Washington (Wisconsin), Saline Township (Michigan) und Mount Pleasant (Wisconsin).
OpenAI bepreist ChatGPT-Anzeigen vorerst nach Impressionen statt nach Klicks
OpenAI hat begonnen, dutzenden Werbetreibenden Anzeigenplätze in ChatGPT anzubieten. Anders als bei Google oder Amazon setzt das Unternehmen zunächst auf Abrechnung nach Aufrufen statt nach Klicks.
Programmierte Loyalität: Grok zieht seinen Chef der Friedensikone Gandhi vor
Eine neue interaktive Demo der Non-Profit-Organisation CivAI zeigt, wie unterschiedlich KI-Modelle auf ethische und politische Fragen antworten. Und wieso Grok Elon Musk mehr mag als Mahatma Ghandi.
OpenAI führt eine Alterserkennung für ChatGPT ein, um festzustellen, ob ein Konto wahrscheinlich einem Minderjährigen gehört. Das KI-Modell analysiert Verhaltensmuster wie Nutzungszeiten, Kontodauer und das angegebene Alter. Wird ein Nutzer als unter 18 eingestuft, aktiviert ChatGPT automatisch zusätzliche Schutzmaßnahmen. Diese blockieren etwa grafische Gewalt, sexuelle Rollenspiele, Darstellungen von Selbstverletzung oder Inhalte zu extremen Schönheitsidealen.
Erwachsene, die fälschlicherweise als minderjährig eingestuft werden, können ihr Alter per Selfie über den Dienst Persona bestätigen. Eltern erhalten zusätzliche Kontrollfunktionen wie Ruhezeiten oder Benachrichtigungen bei Anzeichen akuter Belastung. In der EU soll die Funktion in den kommenden Wochen starten, um regionale Anforderungen zu berücksichtigen. Weitere Informationen bietet OpenAI auf seiner Hilfeseite.