OpenAI hat sein Partnerprogramm "Frontier Alliances" vorgestellt. Damit will das Unternehmen seine kürzlich eingeführte Plattform Frontier in Großunternehmen bringen. Frontier ermöglicht es, KI-Agenten zu erstellen, die eigenständig Aufgaben erledigen, etwa Kundenanfragen bearbeiten, CRM-Daten abrufen oder Richtlinien prüfen.
Für die Umsetzung arbeitet OpenAI in mehrjährigen Partnerschaften mit Boston Consulting Group (BCG), McKinsey, Accenture und Capgemini zusammen. BCG und McKinsey sollen bei Strategie, Organisationsumbau und Einführung helfen. Accenture und Capgemini übernehmen die technische Integration in bestehende Systeme und Daten. Alle Partner bauen eigene Teams auf, die auf OpenAI-Technologie zertifiziert werden. Frontier ist derzeit nur für ausgewählte Kunden verfügbar.
Google for Education und die Bildungsorganisation ISTE+ASCD starten eine gemeinsame Initiative, um allen sechs Millionen Lehrkräften in den USA kostenloses KI-Training anzubieten. Es ist laut Google das größte Programm dieser Art. Die Schulungen umfassen den Umgang mit Googles KI-Produkten Gemini und NotebookLM. Ziel sei es, Lehrkräften und ihren über 74 Millionen Schülern den sicheren Einsatz von KI im Unterricht zu ermöglichen. Die Module sollen kurz und praxisnah sein mit konkreten Beispielen für den Unterricht. Die Initiative soll in den kommenden Monaten starten. Interessierte können sich über ein Google-Formular melden.
Hinter dem Engagement steckt natürlich auch strategisches Kalkül: Wer den Bildungsapparat früh mit eigenen Produkten durchdringt, gewöhnt junge Menschen schon in der Schule an das eigene Ökosystem und bindet sie langfristig für das spätere Arbeitsleben. Auch Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic verfolgen ähnliche Strategien, setzen dabei aber bevorzugt auf Partnerschaften mit Universitäten und Lockangebote für Studierende, etwa kostenlose oder vergünstigte Zugänge zu ihren KI-Modellen.
KI-Videogenerator Seedance 2.0: Hollywoods Branchenverband schickt erstmals Unterlassungsschreiben an Bytedance
Bytedances Versprechungen scheinen Hollywood nicht zu reichen: Die Motion Picture Association hat der Firma erstmals ein Cease-and-Desist-Schreiben wegen eines KI-Tools geschickt und spricht von „systemischer Rechtsverletzung“ durch Seedance 2.0.
Newsguard hat getestet, ob die Audio-Bots ChatGPT Voice (OpenAI), Gemini Live (Google) und Alexa+ (Amazon) falsche Behauptungen in realistisch klingenden Audioantworten wiedergeben. Solche Audioantworten können auf sozialen Medien geteilt und zur Verbreitung von Desinformation missbraucht werden.
Getestet wurden 20 nachweislich falsche Behauptungen aus den Bereichen Gesundheit, US-Politik, Weltnachrichten und ausländische Desinformation, jeweils mit einer neutralen Frage, einer suggestiven Frage und einer böswilligen Aufforderung, etwa ein Radioskript mit der Falschmeldung zu erstellen. ChatGPT wiederholte Falsches in 22 Prozent der Fälle, Gemini in 23 Prozent. Bei böswilligen Eingaben stiegen die Raten auf 50 bzw. 45 Prozent.
Fehlerquoten der Audio-Bots ChatGPT, Gemini und Alexa+ nach Eingabetyp: neutral (rot), suggestiv (blau) und böswillig (braun). Alexa+ blieb bei allen drei Typen bei 0 Prozent. | Bild: Newsguard
Amazons Alexa+ lehnte jede Falschbehauptung ab. Laut Amazon-Vizepräsidentin Leila Rouhi nutzt Alexa+ vertrauenswürdige Nachrichtenquellen wie AP, Reuters und weitere als Grundlage. OpenAI lehnte eine Stellungnahme ab, Google reagierte nicht auf zwei Anfragen. Details zur Methodik finden sich auf Newsguardtech.com.
Nvidias KI-Forschungsteam hat DreamDojo vorgestellt, ein Open-Source-Weltmodell für Robotik. Es nimmt Motorsteuerungsbefehle entgegen und erzeugt daraus eine simulierte Zukunft in Bildern, ohne klassische 3D-Engine oder manuell erstellte Physik. Jim Fan, Director of AI bei NVIDIA, spricht von "Simulation 2.0".
Das Kernproblem: Roboter in der echten Welt zu trainieren, ist langsam, teuer und riskant – begrenzt durch Zeit, Verschleiß, Sicherheit und ständiges Zurücksetzen. DreamDojo soll das lösen, indem es auf 44.000 Stunden menschlicher Ego-Perspektiv-Videos vortrainiert wurde. Sogenannte "latente Aktionen" übersetzen dabei menschliche Bewegungen in ein hardwareunabhängiges Format. So kann das Modell aus menschlichen Videos lernen, ohne je einen Roboter gesehen zu haben. In einem zweiten Schritt wird es dann auf die spezifische Mechanik eines konkreten Roboters zugeschnitten.
DreamDojo läuft in Echtzeit mit zehn Bildern pro Sekunde und ermöglicht VR-Fernsteuerung in einer simulierten Umgebung, Bewertung von Roboter-Strategien und vorausschauende Planung direkt im Weltmodell. Laut Jim Fan sind alle Gewichte, Code und Daten frei verfügbar. Details gibt es auf der Projektseite und im Paper. DreamDojo basiert auf Nvidia Cosmos.
KI-Agenten sind laut Anthropic bislang nur im Coding einigermaßen angekommen
KI-Agenten sollen bald den Arbeitsalltag revolutionieren. Anthropics eigene Daten zeigen: Bislang ist das fast nur im Software-Engineering der Fall. Und selbst dort lassen die Nutzer die Agenten längst nicht so autonom arbeiten, wie es technisch möglich wäre.