McDonald's testet McDrive-Bestellung per KI-Assistent
In den USA bedient eine KI-Software McDonald's-Kunden im McDrive. Die erste Datenschutzklage gibt es auch schon.
Der Fastfood-Riese McDonald's testet die KI-Assistenten an zehn Standorten in Chicago. Laut CEO Christ Kempczinski kann die KI bereits 80 Prozent der Bestellungen korrekt aufnehmen. Versagt der Assistent, übernimmt ein menschlicher Mitarbeiter.
Die Technologie entwickelt das 2019 von McDonald's übernommene Unternehmen Apprente. Das 2017 gegründete KI-Startup ist auf intelligente sprachbasierte Assistenten spezialisiert.
Bis der Service überall in den USA oder in anderen Ländern verfügbar ist, dauere es wohl noch mehr als zwei Jahre, schätzt Kempczinski.
"Jetzt gibt es einen großen Sprung von zehn Restaurants in Chicago zu 14.000 Restaurants in den ganzen USA, mit einer unendlichen Anzahl von Unterschieden in Promotionen, Menüs, Dialekten, Wetter - und so weiter und so fort", sagte Kempczinski.
In einem TikTok-Video ist zu sehen, wie ein KI-McDrive in Chicago problemlos eine Bestellung aufnimmt.
Personalisierte Burger-Menüs und KI-Fritteusen
Der KI-Assistent könnte erst der Anfang der Fastfood-Automatisierung sein. Laut Kempczinski prüft McDonald’s die Automatisierung weiterer Teile der Küche, darunter Fritteusen und Grills. Technisch sei das bereits möglich, doch lohne sich die Investition im Verhältnis zu den Arbeiterkosten bisher nicht.
Dass der Einsatz von KI-gestützten Assistenz-Systemen Datenschutzfragen aufwirft, zeigt sich beim KI-McDrive: Ein McDonald’s Kunde reichte kürzlich Klage gegen die Fastfood-Kette ein, da die Aufzeichnung seiner Stimme ohne vorherige Erlaubnis erfolgt sei und damit gegen den Biometric Information Privacy Act des Bundesstaats Illinois verstoße.
Außerdem soll McDonald's auch Nummernschilder im McDrive gescannt und fürs Wahre-Leben-Tracking verwendet werden.
"Der KI-Sprachassistent von McDonald's geht über die Analyse und Erkennung von Stimmen in Echtzeit hinaus und beinhaltet auch 'maschinelle Lernroutinen', die die Stimmerkennung in Kombination mit einer Technologie zum Scannen von Nummernschildern nutzen, um Kunden zu identifizieren, unabhängig davon, welchen Standort sie besuchen, und ihnen bestimmte Menüpunkte auf der Grundlage ihrer früheren Besuche präsentieren", heißt es in der Klage.
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