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Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
DEEP MINDS #13: KI in Deutschland & Aleph Alpha

Forscher des Allen Institute for Artificial Intelligence (AI2) haben ein Browserspiel veröffentlicht, in dem man Montagsmaler mit einer Künstlichen Intelligenz spielt. Die Hoffnung der Wissenschaftler ist, dass sich die KI dank menschlicher Beihilfe abstraktes Weltwissen aneignet.

Eine Blume pflücken, am Strand schlafen, im Park lächeln: Solche Sätze verstehen Menschen ohne Probleme. Maschinen hingegen nur schlecht, weil ihnen das hierfür nötige Weltwissen fehlt: Zum Beispiel, welche Objekte und Aktivitäten gemeint sind und wie sie in welchem Kontext verknüpft sind.

Das von KI-Forschern entwickelte Montagsmaler-Browserspiel Iconary soll helfen, der KI allgemeines menschliches Wissen beizubringen. Besucher der Internetseite bekommen einen Satz vorgesetzt und müssen den darin ausgedrückten Sachverhalt mit dem Cursor zeichnen. Beim Zeichnen versucht die KI abzuleiten, was man malt und schlägt passende Icons vor, zum Beispiel „Blume“ und „Pflücken“.

Hat man der KI gegenüber die richtigen Symbole bestätigt, versucht sie, die Objekte in einen Sinnzusammenhang zu überführen und konstruiert einen für Menschen verständlichen Satz, im Idealfall: „Eine Blume pflücken“. Wichtig ist, dass die KI die Sätze vorher noch nie gesehen hat und sie selbst generieren muss.

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Iconary_AI_2
So sieht das einfach zu bedienende Spielinterface aus. BILD: AI2 

Künstliche Intelligenz lernt vom Menschen

Auf diese Weise soll der KI etwas beigebracht werden, wozu Spiele wie Go und Starcraft nicht in der Lage sind. „Brett- und Videospiele sind von der Realität entrückt“, sagt KI-Forscher Ani Kembhavi gegenüber The Verge. „Die Durchbrüche, die diese Spiele für die KI ermöglichten, sind phänomenal, aber sie sind nicht auf das reale Leben übertragbar. Bei Spielen wie Montagsmaler braucht man hingegen allgemeines menschliches Wissen und muss auch mit diesem begründen können.“

Google veröffentlichte 2017 ein ähnliches Browserspiel. Der Unterschied zwischen Iconary und Googles „Quick, Draw“ aus dem Jahr 2017 ist, dass die KI in letzterem lediglich identifizieren muss, was Menschen zeichnen. In Iconary muss sie die Objekte zusätzlich sinnvoll kombinieren und in einen Kontext setzen.

Dem Menschen kommt bei diesem Lernprozess eine wichtige Rolle zu: Würde die KI nur mit sich selbst Montagsmaler spielen, könnte sie daraus kein neues Wissen generieren. Dabei würde ein Sinnkauderwelsch entstehen, das nur die KI versteht. Erst wenn sie mit Weltwissen ausgestattet ist, kann sie später sinnvoll in Alltagsszenarien zum Einsatz kommen.

Weiterlesen zum Thema KI:

Titelbild: AI2, Quelle: The Verge

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Tomislav schreibt über Künstliche Intelligenz im Kontext der XR, Kunst und virtueller Wesen: Wie trägt KI zur Entwicklung von VR und AR bei, wie rekonstruiert und erweitert sie das menschliche Kunstschaffen und welche neue Formen des Geschichtenerzählens und der NPC-Interaktion ermöglicht sie?
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