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Die US-Regierung schränkt weitere Exporte von KI-Chips nach China ein. Damit soll ein chinesischer KI-Durchbruch - insbesondere für militärische Zwecke - verhindert werden.

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Nvidias KI-Chips H800 und A800 dürfen aufgrund neuer US-Exportbestimmungen nicht mehr nach China verkauft werden, berichtet CNBC unter Berufung auf hochrangige US-Beamte. Die Regeln sollen Schlupflöcher schließen und die Wirksamkeit der im Oktober 2022 eingeführten Kontrollen erhöhen.

Nach der Einführung der Exportregeln, die unter anderem den Export von Nvidias A100 und H100 KI-Chips nach China und Russland betrafen, führte das Unternehmen abgespeckte Varianten der Chips ein, die A800 und H800, die für China und andere betroffene Märkte geeignet sind. Im August schränkte die Biden-Administration den Verkauf von KI-Hardware in bestimmte Länder des Nahen Ostens durch weitere Exportbestimmungen ein. Grund dafür waren unter anderem Befürchtungen, die Chips könnten in China landen oder chinesische Unternehmen könnten ihre KI-Modelle in lokalen Rechenzentren trainieren.

Die neuen Beschränkungen könnten auch Chips von AMD und Intel betreffen und sollen in weniger als 30 Tagen in Kraft treten.

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US-Regulierungen sollen einen Durchbruch in der KI-Entwicklung in China verhindern

US-Handelsministerin Gina Raimondo sagte, Ziel der Regelung sei es, China den Zugang zu hoch entwickelten Halbleitern zu verwehren, die einen Durchbruch in der künstlichen Intelligenz ermöglichen könnten - insbesondere für militärische Zwecke. Die Beschränkungen beträfen nur einen kleinen Teil der gesamten Chipexporte nach China und zielten nicht darauf ab, das Wirtschaftswachstum in China zu beeinträchtigen. "Tatsache ist, dass China auch nach der Aktualisierung dieser Bestimmung Halbleiter im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar aus den USA importieren wird", sagte Raimondo.

Nvidia veröffentlichte am Dienstag ein SEC-Filing, in dem das Unternehmen mitteilte, dass die Beschränkungen für die Chipsätze A100, A800, H100, H800, L40, L40S und RTX 4090 gelten, sowie für Komplettsysteme, die mit diesen Chipsätzen verkauft werden, wie die DGX- und HGX-Systeme.

Nvidia erwartet keine signifikanten Auswirkungen auf die Finanzergebnisse

Ob diese Beschränkungen den Verkauf von A800- und H800-GPUs nach China tatsächlich vollständig verhindern werden, wollte ein Sprecher des Unternehmens mir gegenüber nicht kommentieren. Er wiederholte die offizielle Stellungnahme von Nvidia zu diesem Thema: "Wir halten uns an alle geltenden Bestimmungen und arbeiten gleichzeitig daran, Produkte anzubieten, die Tausende von Anwendungen in vielen verschiedenen Branchen unterstützen. Angesichts der weltweiten Nachfrage nach unseren Produkten erwarten wir in naher Zukunft keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Finanzergebnisse".

Details der Regeln sind auf der Website des Bureau of Industry and Security zu finden.

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Zusammenfassung
  • Die US-Regierung schränkt weitere Exporte von KI-Chips nach China ein, um einen KI-Durchbruch für militärische Zwecke zu verhindern. Betroffen sind Nvidias KI-Chips H800 und A800.
  • Diese neuen Exportbestimmungen schließen Schlupflöcher und erhöhen die Wirksamkeit der im Oktober 2022 eingeführten Kontrollen, die Nvidia dazu veranlassten, abgespeckte Chip-Varianten für betroffene Märkte einzuführen.
  • Die Beschränkungen könnten auch Chips von AMD und Intel betreffen und sollen in weniger als 30 Tagen in Kraft treten. Nvidia erwartet jedoch keine signifikanten Auswirkungen auf die eigenen Finanzergebnisse.
Quellen
Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
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