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Elon Musk hängt bei Neuralink seinem eigenen Zeitplan hinterher. 2022 sollen jetzt die ersten Tests an Menschen starten.

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Musks 2016 gegründetes Gehirnchip-Start-up sucht weniger nach der nächsten großen Gehirnchip-Revolution. Stattdessen soll Neuralink praxisorientiert bestehende Technologien weiterentwickeln, den wissenschaftlichen Prozess beschleunigen und Hirnchips massentauglich machen. Neue Entdeckungen passieren entlang dieses Weges.

Musks Fernziel: Menschen sollen mit Computer-Chip schneller denken und kommunizieren, um mit Künstlicher Intelligenz mitzuhalten. Erste Demonstrationen zeigten, dass Neuralink bislang kein großer Durchbruch gelungen ist, aber dass das Start-up zur schnelleren Weiterentwicklung invasiver Gehirnchips beiträgt.

In der Branche und den Medien wird Neuralink zwiegespalten beurteilt. Häufigster Kritikpunkt ist, dass der Hype bislang noch nicht zur Wirkung passt. Einige Expert:innen äußern sich auch positiv über die Fortschritte von Neuralink speziell bei der Implantationstechnologie.

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Neuralink-Tests an Menschen sollen 2022 starten

Schon im Mai 2020 stellte Elon Musk "innerhalb eines Jahres" Tests an Menschen mit Behinderung in Aussicht, etwa um motorische Störungen auszugleichen oder Menschen die Kontrolle über bestimmte Körperfunktionen zurückzugeben. Neuralinks Technologie können "im Prinzip alles reparieren, was im Gehirn falsch läuft", verprach Musk damals.

Im Wall Street Journal und bei Twitter teilt Musk jetzt mit, dass die ersten Neuralink-Tests an Menschen im kommenden Jahr passieren sollen, vorausgesetzt, dass die US-Medizinbehörde FDA dem Vorhaben zustimmt. Die eigenen Standards bei Implantationen seien höher, als die FDA sie verlange, so Musk.

Er sei "vorsichtig optimistisch", so Musk weiter, dass Neuralink gelähmten Personen, Tetraplegikern und Quadriplegikern, wieder mehr Kontrolle über ihre Körper ermöglichen könne.

"Fehlerhafte oder fehlende Neuronen durch Schaltkreise zu ersetzen, ist der richtige Weg, darüber nachzudenken. Viele Probleme können gelöst werden, indem Signale zwischen vorhandenen Neuronen überbrückt werden", sagt Musk.

Neuralink testet bereits an Schweinen und Affen

Die Tests mit Menschen beschleunigten den Entwicklungsprozess, da es schwierig sei, nuancierte Gespräche mit Affen zu führen, so Musk weiter. Der kommunikative Austausch und das Feedback der Hirnchip-Träger:innen hilft bei dessen Justierung.

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Neuralink zeigte im Frühjahr 2021 einen Affen mit Neuralink-Implantat, der allein mittels Gedankenkraft und einer KI-Brücke zum Videospiel Pong den Raumschiff-Strich steuern konnte (siehe Video oben). Dieser Chip in einem menschlichen Gehirn könne laut Musk etwa einer gelähmten Person helfen, einen Computer per Gedankenkraft zu bedienen.

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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