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Nvidias Business-Metaverse "Omniverse" kommt aus der Beta und in einer kostenlosen Version für mehr Nutzer:innen.

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Mit dem eigenen Omniverse will Nvidia den Metaverse-Ansatz in die Industrie bringen. Mitarbeitende sollen über das Omniverse digital in verschiedenen Formen, Programmen, Simulationen und Formaten kollaborieren, gemeinsam an 3D-Objekten oder -Welten arbeiten und diese über digitale Zwillinge in die Realität integrieren können.

Zuletzt zeigte Nvidia etwa eine KI-gestützte Avatar-Plattform für das Omniverse und einen Fahrassistenten für autonome Autos. Ziel des Omniverse ist es, abteilungs- und unternehmensübergreifend digitale Arbeitsprozesse zusammenzuführen.

Technisch basiert das Omniverse unter anderem auf Pixars Universal Scene Description (USD), das verschiedene 3D-Anwendungen vernetzt, eine Art "HTML für 3D", wie es Nvidias Omniverse-Projektleiter Richard Kerris bezeichnet.

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Hinzu kommen Nvidias eigene Technologien für Rendering oder Physiksimulation und die Einbindung weiterer führender 3D-Softwareprodukte wie Autodesk oder Unreal Engine. Sie werden über spezielle Verbindungssoftware in das Omniverse integriert.

Omniverse 1.0 mit Verbesserungen

Im Rahmen der CES 2022 stellt Nvidia jetzt Version 1.0 des Omniverse vor, die allen Kunden zugänglich ist. Bislang gab es die Software nur als Beta-Version nach vorheriger Bewerbung. Mit Version 1.0 bringt Nvidia außerdem eine Reihe neuer Funktionen.

  • Omniverse Nucleus Cloud, eine Funktion zur gemeinsamen Echtzeit-Nutzung von 3D-Szenen mit einem Mausklick (Early Access) - eine Art Google Doc für 3D
  • Updates für Omniverse Audio2Face, eine KI-fähige App, die ein 3D-Gesicht auf der Grundlage einer Audiospur animiert, einschließlich des direkten Exports zu MetaHuman von Epic zur Erstellung realistischer Avatare
  • Neue Inhalte aus Mechwarrior 5 und Shadow Warrior 3 sind in der Omniverse Machinima-Bibliothek verfügbar.
  • Kostenlose digitale Assets von führenden 3D-Marktplätzen sind im Omniverse Launcher verfügbar.

Omniverse: Kostenlose Version für Einzelpersonen verfügbar

Für Einzelpersonen ist die Omniverse-Software kostenlos verfügbar. "Wir sehen das in demselben Kontext wie ein Betriebssystem. Die Flut hebt alle Boote. Es wird viele Möglichkeiten für den Handel in diesen virtuellen Welten geben. Wir glauben, dass eine ganze Wirtschaft für diese virtuellen Welten entstehen wird. Je mehr wir sie zugänglich machen können, desto besser können wir alle davon profitieren", sagt Kerris. Für Unternehmen gibt es eine kostenpflichtige Enterprise-Version.

Nvidia-Chef Jensen Huang sagte im August, dass er die Entstehung einer neuen Metaverse-Wirtschaft erwartet, "die größer ist als unsere heutige Wirtschaft". Das Omniverse-Projekt bezeichnete er als eines der wichtigsten Projekte des Unternehmens. Nvidia nutzt es selbst für die digitale Kollaboration im eigenen Unternehmen.

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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