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Künstliche Intelligenz im Militär | DEEP MINDS #14

Palmer Luckeys Rüstungsunternehmen Anduril Industries baut nicht mehr nur Überwachungssysteme. Mit dem „Interceptor“ stellt das Startup seine erste Waffe vor: eine Drohne, die darauf spezialisiert ist, andere Drohnen vom Himmel zu holen.

Die Drohne identifiziert Ziele mittels maschinellem Sehen. Der menschliche Operateur muss nur noch den Angriffsbefehl geben. Dann führt die Drohne ihren Angriff autonom aus: Sie schießt mit bis zu 150 Stundenkilometer auf ihr Ziel zu und kollidiert mit diesem. Verfehlt sie ihr Ziel, nimmt sie weitere Anläufe, bis die feindliche Drohne ausgeschaltet ist. Der Operateur muss nicht mehr eingreifen.

Neuere Prototypen der Interceptor erreichen eine Geschwindigkeit von mehr als 300 Stundenkilometer und können selbst größere Flugobjekte vom Himmel holen. Der Einsatz funktioniert bei Tag und bei Nacht.

Das Startup lieferte bereits Dutzende Drohnen an militärische Kunden in den USA und dem Vereinigten Königreich und soll hunderte weitere produzieren, schreibt Bloomberg. Der jüngste Vertrag sehe gar erste Einsätze in Konfliktzonen vor.

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Killerdrohnen gegen Killerdrohnen

Die Drohnen sollen jedoch nicht nur ans Militär verkauft worden: Anduril ist mit Öl- und Gasfirmen in Gesprächen, die weites, offenes Gelände durch die Anti-Drohnen-Drohnen überwachen lassen wollen.

Bislang baute Palmer Luckeys Unternehmen nur Überwachungssysteme für Militärbasen und die Grenze zwischen den USA und Mexiko. Dabei handelt es sich um mit Sensoren vollgepackte Türme und KI-gestützte Überwachungsdrohnen. Die Interceptor-Drohne ist Andurils erste computergesteuerte Waffe.

Sie soll Bedrohungen vom Typ unbemannter Flugsysteme abwehren, die Spionage betreiben oder für terroristische Zwecke eingesetzt werden. So wurden bei den im September stattgefundenen Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien und bei einem Attentatsversuch auf den Präsidenten Venezuelas Drohnen eingesetzt.

Anduril erhielt diesen Sommer 120 Millionen US-Dollar Risikokapital von Andreessen Horowitz, General Catalyst und Founders Found. Der Wert des Unternehmens wird auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Anduril beschäftigt rund 130 Mitarbeiter.

Titelbild: Anduril Industries, Quellen: PR Newswire, Bloomberg

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Tomislav schreibt über Künstliche Intelligenz im Kontext der XR, Kunst und virtueller Wesen: Wie trägt KI zur Entwicklung von VR und AR bei, wie rekonstruiert und erweitert sie das menschliche Kunstschaffen und welche neue Formen des Geschichtenerzählens und der NPC-Interaktion ermöglicht sie?
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