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Vergangenen Herbst gründeten Deepmind und Alphabet das Start-up Isomorphic Labs. Jetzt verrät Deepmind-Gründer Demis Hassabis etwas mehr über die Ambition hinter dem neuen Unternehmen, das Künstliche Intelligenz in die medizinische Praxis bringen soll.

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Isomorphic Labs will Künstliche Intelligenz primär für die Entwicklung neuer Medikamente verwenden. Bei der Vorstellung des neuen Unternehmens im letzten November beschrieb Hassabis Biologie als ein außerordentlich komplexes und dynamisches "informationsverarbeitendes System".

Hassabis Grundannahme ist, dass zwischen Biologie und Informatik eine gemeinsame Grundstruktur existiert, sodass sich Biologie als "perfektes System" für die Anwendung Künstlicher Intelligenz erweisen könnte. Isomorphic Labs soll diese These beweisen.

Isomorphic Labs: Deepmind will sich "wirklich anstrengen"

Mit dem Prognosesystem Alphafold 2.0 für die Proteinfaltung demonstrierte Deepmind bereits den Nutzen von KI für medizinische Zwecke, unter anderem bei der Behandlung der Schlafkrankheit.

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Doch Hassabis geht davon aus, dass das Feld für KI in der Medizin noch viel weiter ist. Bei Isomorphic Labs stehe die Entwicklung noch ganz am Anfang.

"Grundsätzlich denke ich, dass es viel mehr Dinge wie Alphafold gibt - verschiedene Aspekte der Arzneimittelentdeckungspipeline, die sich für KI eignen würden", sagt Hassabis zu MIT Technology Review. "Ich meine, dass wir uns wirklich anstrengen und nicht nur ein kleines Analysetool obendrauf setzen."

Über den Umweg Big Pharma ist Isomorphic Labs für Deepmind - neben Google - ein weiterer Kanal, die eigene KI-Forschung in die praktische Anwendung zu bringen. In fast jedem Google-Produkt heute sei Deepmind-Technologie enthalten, so Hassabis. "Man kann Isomorphic Labs als unser Ventil für die reale Welt jenseits von Google betrachten."

KI für die Wissenschaft

Isomorphic Labs folgt einem Motiv von Deepmind, das laut Hassabis neben der Entwicklung generellerer Künstlicher Intelligenz seit der Gründung des britischen KI-Unternehmens eine Rolle spielt: dass Künstliche Intelligenz als Werkzeug die Entwicklung anderer Wissenschaften und somit den menschlichen Fortschritt beschleunigen kann.

Hassabis erwartet eine "neue Renaissance" durch die Anwendung von KI-Techniken in einer Vielzahl wissenschaftlicher Bereiche. "Je mehr die KI an Bedeutung gewinnt, desto mehr Probleme werden lösbar", sagt Hassabis.

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Neben der Entwicklung von Medikamenten folgt Deepmind diesem Prinzip beispielsweise bei der Forschung zu Kernfusion.

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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