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Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
KI bei der Bundeswehr und der BWI | DEEP MINDS #16

Elon Musks KI-Start-up xAI startet seinen Grok-KI-Chatbot für Premium+-Abonnenten der X-Plattform in den USA.

Der Zugang zu Grok wird für Premium+ Abonnenten in den USA ausgerollt, wie das Unternehmen X auf seiner X-Plattform mitteilt. Premium+ Nutzer finden Grok im Seitenmenü auf der Web-, iOS- und Android-Plattform. Das X Premium+ Abonnement kostet ab 16 US-Dollar pro Monat.

In den kommenden Tagen wird Grok für alle englischsprachigen X-Nutzer ausgerollt. Danach folgt eine japanische Version und bis Anfang 2024 alle weiteren Sprachen.

"Es wird zunächst viele Probleme geben, aber erwartet schnelle Verbesserungen fast jeden Tag. Eure Rückmeldungen sind sehr willkommen", schreibt Elon Musk.

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Grok zitiert und halluziniert

Das größte Alleinstellungsmerkmal von Grok ist, dass es Fragen "humorvoll und rebellisch" beantworten kann, zumindest aus Sicht des xAI-Gründers Elon Musk. Das zugrundeliegende Modell ist technisch auf dem Niveau des kostenlosen ChatGPT (GPT-3.5) oder Gemini Pro und bietet bisher keine Innovationen.

xAI und Grok wollen mittelfristig mit OpenAIs ChatGPT konkurrieren. Musk behauptet, dass xAIs Grok durch die X-Anbindung Zugang zu aktuelleren Informationen hat als herkömmliche GPT-Modelle.

Bild: Elon Musk via X

Diese Behauptung ist falsch, da auch ChatGPT, Bard und andere Chatbots wie Perplexity.ai in Echtzeit das Internet nach aktuellen Informationen durchsuchen können.

X-Nutzer Brian Roemmele zeigt in einem Beispiel, wie Grok auf X platzierte Nachrichten nach seinen Interessen auswählt, zusammenfasst und auf der Plattform verlinkt.

Video: Brian Roemmele via X

Empfehlung

Ethan Mollick, Professor an der Wharton School und Spezialist für LLM-Fähigkeiten, zeigt, dass Grok auf der Grundlage von X-Inhalten viele falsche Ergebnisse erzeugen und bei einfachen Textaufgaben versagen kann.

Bild: Ethan Mollick via X

Grok verhalte sich wie ein GPT-3.5, das ständig Scherze mache. "Es ist kein typisches LLM, aber die typischen LLM-Vorsichtsmaßnahmen gelten", sagt Mollick.

xAI sucht und findet Investoren für Anti-Woke KI

Grok wird auch als "anti-woke" Chatbot bezeichnet. Er soll die politische Korrektheit vermeiden, die in anderen Chatbots wie OpenAIs ChatGPT, Anthropics Claude und Googles Bard standardmäßig eingebaut ist.

Während die KI-Modelle von Big Tech und insbesondere OpenAI eher als Mitte-links eingestuft werden können, könnte Grok eher konservativ und rechts sein. Studien werden diese Frage in den kommenden Wochen untersuchen müssen.

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Elon Musk hat sich in der Vergangenheit besorgt über die "Wokeness" von KI geäußert, die eine gesellschaftliche Gefahr darstellen und die öffentliche Meinung verzerren könne. Grok gibt daher auch politisch inkorrekte oder vulgäre Antworten.

Derzeit sucht xAI nach Investitionen von bis zu einer Milliarde US-Dollar. Laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hat Musk von dieser Summe bisher mindestens 134,7 Millionen Dollar eingesammelt.

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Zusammenfassung
  • Elon Musks KI-Start-up xAI startet seinen Grok-KI-Chatbot für Premium+-Abonnenten der X-Plattform in den USA. Der Chatbot soll Fragen "humorvoll und rebellisch" beantworten und wird als "Anti-Woke" bezeichnet. Er soll auch in der Lage sein, Informationen der X-Plattform in Echtzeit zu zitieren.
  • Der Zugang zu Grok ist für Premium+-Abonnenten in den USA verfügbar und kostet ab 16 US-Dollar pro Monat. In den kommenden Tagen wird Grok für alle englischsprachigen X-Nutzer ausgerollt, gefolgt von einer japanischen Version und weiteren Sprachen bis Anfang 2024.
  • xAI sucht derzeit nach Investitionen von bis zu einer Milliarde US-Dollar, wobei Elon Musk bisher mindestens 134,7 Millionen US-Dollar eingesammelt hat.
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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