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Die Debatte über das Potenzial Künstlicher Intelligenz geht weiter. Emad Mostaque, CEO von Stability AI, bezeichnete sie als die größte Blase aller Zeiten" und sagte, sie sei noch nicht reif für eine breite Anwendung.

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Emad Mostaque, CEO von Stability AI, bezeichnete die Technologie in einem Gespräch mit UBS-Analysten vergangene Woche als potenzielle "Billionen-Dollar-Investitionsmöglichkeit", aber auch als "größte Blase aller Zeiten". Er betonte, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen stecke und noch nicht reif für eine breite Anwendung sei, insbesondere in Hochsicherheitsbereichen wie dem Bankwesen.

"Ich nenne es die 'dot AI'-Blase, und sie hat noch nicht einmal begonnen", sagte Mostaque.

Generative KI wird immer populärer, aber ist sie schon reif für die Finanzindustrie?

Stability AI ist die treibende Kraft hinter Stable Diffusion, einem KI-Tool, das mit OpenAIs DALL-E 2 oder Midjourney konkurriert. Mit seiner Fähigkeit, aus Text fotorealistische oder illustrative Bilder zu generieren, hat Stable Diffusion mehr als eine Million Nutzer angezogen und mehr als 100 Millionen Dollar von Investoren erhalten.

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Trotz der wachsenden Beliebtheit von KI in vielen Sektoren und ihrer vielversprechenden Fähigkeiten warnt Mostaque davor, dass die Technologie noch nicht reif für große Investitionen ist. Er verweist insbesondere auf den Finanzdienstleistungssektor, der seiner Meinung nach aus Sicherheitsgründen "noch nicht ganz reif" für eine groß angelegte Implementierung ist, obwohl "der Wert bereits in Sicht ist".

Banken wie UBS müssten sich mit KI befassen, weil es sich um einen "riesigen Markt" handele und "als Wissensinfrastruktur wichtiger ist als 5G", so Mostaque. Er schätzt, dass sich die Gesamtinvestitionen für KI auf eine Billion Dollar belaufen könnten.

Unternehmen, die KI nicht klug einsetzen, prophezeit Mostaque schlimme Folgen - der Aktienmarkt werde sie "bestrafen". Er zitiert das Beispiel von Google, das an einem einzigen Tag 100 Milliarden Dollar verlor, nachdem in einer Präsentation Ungenauigkeiten des KI-Chatbots Bard aufgedeckt worden waren.

Mostaque meint, dass es derzeit zwar nicht viele gute Gelegenheiten gibt, in die aufstrebende Technologie zu investieren, dass sich dies jedoch in naher Zukunft grundlegend ändern wird. Unternehmen, die KI einsetzen, um ihre Umsätze und Gewinne zu steigern, können davon ausgehen, dass der Markt sie dafür belohnen wird.

"Ich glaube, das ist real. Ich glaube nicht, dass es hier viele Investitionsmöglichkeiten gibt, und man wird sehen, dass die Leute von den besten Chipherstellern zu Unternehmen wechseln, die das [KI] nutzen, um ihre Gewinne und Umsätze entsprechend zu steigern. Und man wird sehen, dass der Markt diejenigen bestraft, die das [KI] nicht nutzen", sagt Mostaque.

Empfehlung

Wie man die Blackbox der KI knackt

Einige Unternehmen versuchen, spezielle KI-Lösungen für den Finanzmarkt zu entwickeln, wie beispielsweise das deutsche KI-Start-up Aleph Alpha, das "Explainable AI"-Features in seinen KI-Service integriert hat. Er basiert auf AtMan, einer XAI-Methode, die Anfang 2023 von Forschern von Aleph Alpha, der TU Darmstadt, dem Forschungszentrum Hessian.AI und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) vorgestellt wurde.

Bloomberg hat mit BloombergGPT ein LLM für Finanzaufgaben vorgestellt, das mit eigenen Daten trainiert wurde. FinGPT ist ein KI-Framework für den Finanzbereich, das darauf ausgelegt ist, eine automatisierte Pipeline von kuratierten, qualitativ hochwertigen Finanzdaten zu nutzen und diese dann mit leistungsstarken LLMs von bekannten Unternehmen oder Open-Source-Lösungen zu verarbeiten.

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Zusammenfassung
  • Emad Mostaque, CEO von Stability AI, bezeichnete KI als potenzielle "Billionen-Dollar-Investitionsmöglichkeit", aber auch als "größte Blase aller Zeiten", da sie noch nicht reif für eine breite Anwendung sei.
  • Trotz der Popularität und des Potenzials von KI ist Mostaque der Ansicht, dass sie aus Sicherheitsgründen noch nicht reif für eine breite Anwendung im Finanzdienstleistungssektor ist und dass Unternehmen, die KI nicht klug einsetzen, vom Aktienmarkt "bestraft" werden.
  • Unternehmen wie das deutsche KI-Start-up Aleph Alpha entwickeln spezielle KI-Lösungen für den Finanzmarkt, wie z. B. ihren Ansatz "Explainable AI" (XAI), während Bloomberg BloombergGPT, ein LLM für Finanzaufgaben, eingeführt hat.
Quellen
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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