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KI bei der Bundeswehr und der BWI | DEEP MINDS #16

G42 ist ein KI- und Cloud-Computing-Unternehmen mit Sitz in Abu Dhabi und Verbindungen zur Regierung der VAE. Ein Bericht der New York Times enthüllt, dass das Unternehmen im Visier der US-Geheimdienste steht.

Einem Bericht der New York Times zufolge hat der nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan bei einem Besuch seines Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Scheich Tahnoon bin Zayed, Bedenken über das mögliche Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen dem KI-Unternehmen G42 und chinesischen Unternehmen wie Huawei geäußert.

Das Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird von Scheich Tahnoon bin Zayed kontrolliert. Dem Bericht zufolge befürchten US-Beamte, dass G42 als Kanal für den Transfer fortgeschrittener US-Technologie an chinesische Unternehmen oder die Regierung dienen könnte. G42 arbeitet mit großen chinesischen Unternehmen zusammen, die von US-Beamten als Sicherheitsbedrohungen eingestuft werden, darunter Huawei, das US-Sanktionen unterliegt.

Darüber hinaus warnen Geheimdienstberichte davor, dass die Geschäftsbeziehungen von G42 mit chinesischen Unternehmen dazu führen könnten, dass die genetischen Daten von Millionen Amerikanern und anderen Personen in die Hände der chinesischen Regierung fallen könnten, so zwei Beamte, die mit den Berichten vertraut sind.

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US-Geheimdienste untersuchen G42 CEO Peng Xiao

Die CIA erstellte sogar ein geheimes Profil von Peng Xiao, dem CEO von G42, der in den USA ausgebildet wurde und seine amerikanische Staatsbürgerschaft zugunsten der Staatsbürgerschaft der Vereinigten Arabischen Emirate aufgab. Die Schlussfolgerungen des CIA-Dokuments über Xiao seien unklar, so die New York Times.

Die Biden-Administration hat in den letzten Monaten ihre Besorgnis über das Unternehmen und sein Management zum Ausdruck gebracht und darauf gedrängt, dass G42 seine Verbindungen zu chinesischen Unternehmen und Behörden abbricht. Dabei wurde auch die Möglichkeit von Sanktionen gegen das Unternehmen angesprochen.

Dem Bericht zufolge fanden die Gespräche in Washington und Abu Dhabi statt und wurden von verschiedenen US-Beamten geführt, darunter CIA-Direktor William J. Burns und Handelsministerin Gina Raimondo. Auch Tarun Chhabra, Direktor für Technologie im Nationalen Sicherheitsrat, äußerte gegenüber Beamten in Abu Dhabi Bedenken.

Biden-Regierung sanktioniert Hochtechnologie-Transfer nach China

Die G42 steht damit im Zentrum der Bemühungen der USA, Chinas Bestrebungen zu bremsen, eine Vormachtstellung in weltweit führenden Technologien wie der künstlichen Intelligenz zu erlangen. Die Biden-Administration hat daher Exportbeschränkungen für Chiphersteller und andere relevante Technologieunternehmen verhängt, um zu verhindern, dass moderne Chiptechnologien nach China und auch nach Russland gelangen. Die Befürchtung, China könnte diese Technologien über Drittstaaten beziehen oder vor Ort nutzen, führte bereits im August zu einer Ausweitung der Verbote auf bestimmte Länder des Nahen Ostens.

Doch der Fall G42 ist kompliziert: Das Unternehmen unterhält Partnerschaften mit chinesischen Firmen wie Huawei, aber auch mit amerikanischen Firmen wie Microsoft und Dell Technologies. Seit Mitte Oktober existiert auch eine Partnerschaft mit OpenAI.

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Mit dem Condor Galaxy baut G42 auch einen der schnellsten KI-Supercomputer der Welt mit Cerebras KI-Chips. Das arabische Sprachmodell Jais ist eines der ersten KI-Modelle, das auf Condor Galaxy 1 trainiert wurde.

US-Behörden äußerten Bedenken, dass Teile der technologischen Infrastruktur von G42 mithilfe chinesischer Unternehmen, einschließlich Huawei, aufgebaut wurden.

Man habe "mit verschiedenen internationalen Technologieunternehmen aus der ganzen Welt" zusammengearbeitet, kommentierte Talal Al Kaissi, ein leitender Angestellter von G42. Es liefen seit Ende letzten Jahres Gespräche mit Microsoft, um den Technologie-Stack und Infrastruktur zu ersetzen. Dieses Jahr habe man sich an US-Firmen gewandt, darunter Cerebras und Nvidia, um Supercomputer aufzurüsten und sich von einem "alten Technologielieferanten, zu dem chinesische Hardware gehörte", zu lösen.

G42 CEO Xiao kommentiert die Vorwürfe

Im Rahmen des Global Forums von Fortune in Abu Dhabi nahm CEO Xiao am Mittwoch Stellung zu dem Bericht. Er habe ihn gesehen, aber noch nicht zu Ende gelesen. Es sei aber richtig, "dass wir alle auf die richtige Entwicklung von KI achten müssen und letztlich darauf, wofür wir KI einsetzen."

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Er betonte, dass G42 die Daten schütze, wenn es mit Partnern auf der ganzen Welt zusammenarbeite. "Wir stellen sicher, dass keine sensiblen Daten aus unserem Rechenzentrum in den USA nach außen dringen. Wenn unsere Partner in den USA Daten mit uns teilen, sind wir dafür verantwortlich, dass diese Daten hier sicher aufbewahrt werden", sagte er gegenüber Fortune.

Die Rechenschaftspflicht reiche jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt: "Die Herausforderung ist, wenn Daten oder Modelle in die Hände Ihrer Kunden gelangen, wo Sie diese Art von Kontrolle nicht mehr haben."

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Zusammenfassung
  • Laut der New York Times, untersuchen US-Geheimdienste das in Abu Dhabi ansässige KI- und Cloud-Computing-Unternehmen G42 und seine Verbindungen zu chinesischen Unternehmen wie Huawei, da sie befürchten, dass G42 als Kanal für den Transfer fortgeschrittener US-Technologie dienen könnte.
  • Die CIA erstellte ein geheimes Profil von G42 CEO Peng Xiao, und die Biden-Administration drängt das Unternehmen, seine Verbindungen zu chinesischen Unternehmen und Behörden abzubrechen, wobei auch Sanktionen gegen G42 erwogen werden.
  • G42 arbeitet mit großen US-amerikanischen Unternehmen zusammen, darunter Microsoft, Dell Technologies und OpenAI, und baut einen der schnellsten KI-Supercomputer der Welt mit Cerebras KI-Chips.
Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
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