OpenAI launcht ein Standalone-Übersetzungstool basierend auf ChatGPT. Das neue Tool namens "ChatGPT Translate" unterstützt mehr als 25 Sprachen. Die Oberfläche ähnelt Google Translate oder DeepL mit zwei Textfeldern für Ein- und Ausgabe sowie automatischer Spracherkennung.
Screenshot THE DECODER
Nach der Übersetzung können Nutzer mit einem weiterführenden Prompt den Text bearbeiten, etwa in einen geschäftlichen Ton umschreiben oder für Kinder vereinfachen. Diese Prompts leiten zur ChatGPT-Hauptoberfläche weiter. Letztlich dürfte ChatGPT Translate daher als zusätzlicher Einstiegspunkt für ChatGPT gedacht sein. Offiziell angekündigt wurde das Tool bislang nicht.
Anders als ChatGPT funktioniert die Übersetzung derzeit nur bei Text, auch die Textmenge scheint begrenzt zu sein. In Tests kam anstelle einer Übersetzung teilweise eine typische Chatbot-Antwort zurück, bei der das System nach Übersetzungszielen fragte – eine Reaktion darauf war jedoch nicht möglich. Das deutet darauf hin, dass hier nur ein Prompt in einem neuen Interface liegt, kein speziell optimiertes Übersetzungsmodell. ChatGPT selbst ist das mächtigere Übersetzungstool.
Die US-KI-Branche kann nicht ohne Drama: OpenAI hat drei ehemalige Mitarbeiter von Mira Muratis KI-Startup Thinking Machines zurückgeholt, darunter Mitgründer Barret Zoph, der kurz zuvor als CTO entlassen wurde. Thinking Machines hatte Zoph wegen "unethischen Verhaltens" gefeuert, wie Journalistin Kylie Robison unter Berufung auf zwei Quellen berichtet.
Laut einer Quelle von Wired soll Zoph vertrauliche Unternehmensinformationen an Konkurrenten weitergegeben haben. Naheliegend wäre hier vermutlich OpenAI, dem Ex-Arbeitgeber, zu dem er jetzt zurückkehrt. OpenAIs Produkt-CEO Fidji Simo verkündete Zophs Rückkehr in einem internen Memo und bei X. OpenAI teile die Bedenken von Murati nicht, so Simo. Seine Rückkehr sei "mehrere Wochen" in Arbeit gewesen.
OpenAI hat GPT-5.2-Codex jetzt über die Responses-API für Entwickler zugänglich gemacht. Das Modell war bisher nur in der Codex-Umgebung verfügbar und ist laut OpenAI Developers besonders stark bei komplexen, langwierigen Aufgaben wie dem Entwickeln neuer Funktionen, dem Überarbeiten von Code und dem Finden von Fehlern. Zudem soll es das bisher beste Modell für Cybersicherheit sein und helfen, Schwachstellen in Codebasen zu erkennen.
Das Modell verarbeitet Text und Bilder als Eingabe und bietet vier Stufen für den Denkaufwand: niedrig, mittel, hoch und sehr hoch. Die Kosten liegen bei 1,75 Dollar pro Million Input-Tokens und 14 Dollar pro Million Output-Tokens – etwas teurer als das Vorgängermodell GPT-5-Codex.
OpenAI stellt einen Prompting-Guide im Cookbook bereit. Die Coding-Plattformen Cursor und Windsurf haben das Modell bereits integriert. Windsurf bietet es zeitlich begrenzt zum halben Preis an.
Die engere Zusammenarbeit folgt auf Microsofts Investition von bis zu fünf Milliarden Dollar in Anthropic im vergangenen November. Microsoft hat zudem seine Azure-Vertriebsmitarbeiter angewiesen, den Verkauf von Anthropic-Modellen an Cloud-Kunden genauso auf ihre Verkaufsquoten anzurechnen wie Microsoft-eigene Software. Das ist ungewöhnlich für Fremdprodukte, da diese für Azure weniger lukrativ sind.
"Personal Intelligence": Google spielt bei Gemini jetzt seinen großen Datenvorteil aus
Google weiß, wohin ich in den Urlaub gefahren bin, was ich gekauft habe und wem ich schreibe. Jetzt soll dieses Wissen meinen KI-Assistenten schlauer machen. Die neue Funktion „Personal Intelligence“ verbindet Gemini mit Gmail, Google Photos und YouTube. Ein Vorteil, den die Konkurrenz nicht hat, wenn die Funktion denn wie vorgesehen funktioniert.
Die Deutsche Telekom setzt bald KI-Sprachagenten von Elevenlabs im Kundenservice ein. Kunden können dann über App und Telefon rund um die Uhr mit realistisch klingenden KI-Stimmen ohne Wartezeit kommunizieren. Die Partnerschaft zwischen Europas größtem Telekommunikationsunternehmen und dem KI-Audio-Startup besteht bereits länger: Seit Oktober 2025 können Magenta-Kunden in der MeinMagenta-App kostenlos bis zu 25 Mal monatlich Texte in Podcasts umwandeln. Die Telekom hatte zudem in die Series-C-Finanzierungsrunde von Elevenlabs investiert.
Laut einer internen Auswertung von Elevenlabs löst ein KI-Support-Agent etwa 80 Prozent der Nutzeranfragen erfolgreich, vor allem bei konkreten Dokumentationsfragen. Bei komplexen Themen wie Fehlerbehebung oder Preisanfragen stößt das System jedoch an Grenzen und erfordert weiterhin menschliche Unterstützung.
Google Deepmind hat Veo 3.1 mit neuen Funktionen für die Videogenerierung aus Referenzbildern aktualisiert. Das Update ermöglicht laut der Firma dynamischere und ausdrucksstärkere Videos, selbst mit einfachen Textanweisungen. Nutzer können nun Charaktere konsistent über mehrere Szenen hinweg darstellen und verschiedene Elemente wie Texturen, Objekte und Hintergründe nahtlos kombinieren.
Die Updates sind ab sofort in der Gemini App, YouTube, Flow, Google Vids sowie über die Gemini API und Vertex AI verfügbar. Alle generierten Videos werden mit dem unsichtbaren SynthID-Wasserzeichen versehen, um KI-generierte Inhalte erkennbar zu machen. Nutzer können in der Gemini-App prüfen, ob ein Video mit Google-KI erstellt wurde.
China will Nvidias H200-Chips angeblich nur noch in nicht definierten Ausnahmefällen zulassen
Das KI-Wettrennen zwischen den USA und China geht in die nächste Runde: Die USA erlauben wieder mehr Nvidia-Exporte, doch China schränkt die Käufe offenbar auf Sonderfälle ein. Peking will die eigene Chipindustrie schützen.