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Auf der IAA Mobility 2021 wird erstmals das fahrerlose Parken für autonom fahrende Pkws gezeigt. Wie funktioniert Automated Valet Parking?

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Der Verband der Automobilindustrie (VDA) stellt auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) erstmals das fahrerlose Parken vor. An dem Gemeinschaftsprojekt „Automated Valet Parking“ (AVP) sind mehrere große Fahrzeug- und Infrastrukturhersteller beteiligt. Gezeigt werden soll, wie Fahrzeuge und entsprechend eingerichtete Parkhäuser künftig miteinander interagieren, um autonomes Einparken zu realisieren.

Eine technologische Basis soll geschaffen werden

Im Showcase auf der IAA präsentiert der VDA mehrmals täglich im Parkhaus Messe West die Übergabe des Fahrzeugs an die Parkhaustechnologie, den Steuerungsvorgang und das autonome Einparken. Auch automatisierte Dienste wie das Waschen oder Laden des Autos und die Rückgabe an den Fahrer werden gezeigt.

Am Projekt beteiligen sich BMW, die Ford Werke GmbH, Jaguar Land Rover, Mercedes-Benz und die Automotive-Software-Tochter des VW-Konzerns CARIAD. Dazu kommen die Technologie- und Infrastrukturanbieter Bosch, Continental, Valeo, Kopernikus Automotive und Unikie.

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Die Hersteller haben sich für dieses Projekt zusammengeschlossen, um eine gemeinsame technologische Basis zu schaffen. Dazu konzipiert die International Standardization Organisation (ISO) derzeit einen entsprechenden Standard. Mit der Norm ISO 23374 soll die Grundlage geschaffen werden, damit künftig sämtliche Technologien von Fahrzeugmarken und Infrastrukturen miteinander funktionieren.

Erst kürzlich passten ISO und SAE die Stufen des autonomen Fahrens an. Dabei kamen Vertreter aus insgesamt neun Ländern zusammen, um Unklarheiten in der Norm SAE J3016 zu identifizieren und zu bereinigen. Unter anderem wurden neue Überbegriffe geschaffen: Level 1 und 2 werden nun unter "Fahrassistenzsysteme" geführt, Level 3 bis 5 unter "automatisierte Fahrsysteme". Dadurch soll eine klarere Trennung als bislang möglich werden.

Was ist Automated Valet Parking?

Automated Valet Parking bezeichnet das fahrerlose Einparken in ein entsprechend eingerichtetes Parkhaus. Verfügt ein Auto über die nötige Technologiestufe des autonomen Fahrens, ist es in der Lage, den Parkvorgang selbstständig und ohne menschlichen Fahrer durchzuführen.

Das Fahrzeug benötigt neben einer entsprechenden Kommunikationseinheit für die Cloud-Verbindung zum Parkhaussystem elektrische Brems- und Lenkassistenten, ESP, eine elektrische Feststellbremse, Automatikgetriebe und eine Start-Stopp-Automatik. Ein Beispiel für ein für AVP ausgerüstetes Auto ist die neue Mercedes S-Klasse, die über ein autonomes Fahrsystem der Stufe 3 verfügt.

Geführt wird das Auto durch die Kamera- und Sensortechnologie des Parkhauses. Nach der Abgabe an der Drop-Off-Area wird der Parkvorgang per App auf dem Smartphone aktiviert. Das Parkhaussystem verbindet sich mit dem Auto und berechnet die Route zum nächsten geeigneten Parkplatz. Die passende Parklücke wird über das Kamerasystem gefunden.

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Die Kameras überwachen außerdem die Strecke und die Umgebung. Erkennen sie etwa Fußgänger, die den Fahrkorridor überqueren, senden sie ein Warnsignal an das Fahrzeug. Das reagiert sofort und leitet bei Bedarf den Bremsvorgang ein. Neben den Kameras kommen auch Sensoren zum Einsatz, die unter anderem Abstände messen. Die Parkhaustechnik liefert also die Informationen, die das Fahrzeug braucht, um die entsprechenden Fahrmanöver durchzuführen.

Ist Einparken schon bald Geschichte?

VDA-Geschäftsführer Joachim Damasky sieht den Reifegrad der Technologie und Standardisierung weit fortgeschritten. Automated Valet Parking könne einen zuverlässigen, automatisierten Vorfahr- und Einparkservice übernehmen, der Selbsteinparken schon bald vielerorts ersetzen werde.

Damasky weiter: „Auf der IAA zeigen wir, dass das AVP zwischen verschiedenen Herstellern von Fahrzeugen und Infrastrukturen Realität ist und schon bald im Alltag Einzug halten kann. Das ist ein weiterer Meilenstein in Richtung autonomes Fahren und Mobilität der Zukunft.“

Die IAA Mobility findet vom 7. bis 12. September 2021 in München statt. Erstmals wird die bisherige Pkw-IAA dabei als Mobilitätsplattform „IAA Mobility“ durchgeführt. Sie soll zur international führenden Plattform für Mobilität werden.

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Tagestickets sind ab 20 Euro auf der Webseite der IAA erhältlich. Wer die Messe von zu Hause aus verfolgen will, kann außerdem ein IAA Virtual Ticket für 199 Euro buchen. Zu den diesjährigen Hauptthemen zählen unter anderem visionäre Konzeptfahrzeuge, Elektromobilität, alternative Antriebe, Robotaxis und autonomes Fahren sowie Smart Citys und die Vernetzung von Automobil und Infrastruktur.

Titelbild & Quelle: IAA

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Josef schreibt für THE DECODER über Robotik, autonomes Fahren, vernetzte Städte und smarte Geräte. Träumt von einem Smart Home, in dem sämtliche Sprachassistenten friedlich koexistieren.
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