Tech-Unternehmen, die Milliarden in Rechenzentren für KI investieren wollen, stoßen zunehmend auf Widerstand in lokalen Gemeinden in den USA, berichtet die Los Angeles Times. Laut Data Center Watch wurden zwischen April und Juni 20 Projekte im Wert von 98 Milliarden Dollar in elf Bundesstaaten blockiert oder verzögert – das entspricht zwei Dritteln der verfolgten Vorhaben. Anwohner sorgen sich um steigende Stromkosten, Wasserverbrauch, Lärm und den Verlust von Farmland.
Immobilien- und Projektentwickler erwägen nun, Grundstücke zu verkaufen, weil sie Genehmigungsverfahren fürchten. Bürgermeister John Higdon aus Matthews, North Carolina, sagte der LA Times, Politiker, die solche Projekte genehmigen, würden abgewählt. In Indiana allein scheiterten laut Aktivist Bryce Gustafson mehr als ein Dutzend Projekte an Baugenehmigungen. Branchenvertreter wie Dan Diorio von der Data Center Coalition fordern bessere Kommunikation mit den Gemeinden.
KI-Firmen wie Google oder OpenAI haben gigantische Aufrüstungspläne bei Rechenleistung. Allein Google möchte seine Rechenleistung innerhalb von fünf Jahren um den Faktor 1000 steigern. OpenAI verfolgt mit dem Stargate-Projekt massive Ausbaupläne für Rechenleistung. Neben dem Widerstand der Gemeinden droht ein weiteres Problem: Das amerikanische Stromnetz kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten.