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DEEP MINDS Podcast
Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
DEEP MINDS #13: KI in Deutschland & Aleph Alpha

Ob Lehrer noch immer vor der Wikipedia warnen, wenn sie von einer Künstlichen Intelligenz mitgestaltet wird?

Die Wikipedia hat ein Problem: Ihr gehen die Autoren aus. Die jüngere Generation ist nicht so unterstützungswillig wie ältere Autoren. Könnte eine Künstliche Intelligenz die Lücke füllen?

Forscher des MIT tüfteln zumindest an einer unterstützenden Lösung: In einem Papier für eine Fachkonferenz (AAAI Conference on Artificial Intelligence) beschreiben sie eine Text-KI, die veraltete Fakten in Wiki-Sätzen erkennen und gegen aktuelle austauschen und dabei – in Unterschied zu anderen Edit-Bots – einen menschlichen Ausdruck bewahren kann.

Trainiert wurde das KI-System mit Satzpaaren, von denen die eine Hälfte passend zur Wiki-Austausch-Logik vorab als neu, falsch oder neutral klassifiziert wurde. Die Forscher gehen davon aus, dass ihre KI auch für Fakten-Checks eingesetzt werden könnte, da sie gelernt habe, eine Behauptung im Vergleich zu einem Beweis zu verifizieren.

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KI sortiert Mensch

Die Informationen, die die KI in Wiki-Artikel einbindet, entnimmt sie unstrukturierten menschlichen Änderungsvorschlägen, die diese in eine wie auch immer geartete Maske eingeben. Der Mensch wäre also noch immer der Informationslieferant, müsste sich aber nicht mehr damit befassen, die richtige Stelle im passenden Artikel zu finden oder sich Gedanken über Stil und Grammatik machen. Das würde die Einstiegshürde für freiwillige Wiki-Arbeit senken.

In ersten Tests kommt die Wiki-KI schon ordentlich weg: Ihre Akkuratheit wurde von Menschen durchschnittlich mit vier von fünf Punkten bewertet, die Grammatik mit 3,85 Punkten. Für den Praxiseinsatz reicht es jedoch noch nicht.

Für die Zukunft besteht laut der Forscher die Möglichkeit, eine vollständig automatisierte Wiki-KI zu entwickeln, die neue und für die Wikipedia relevante Informationen eigenständig im Web identifiziert und dann in die Wissensdatenbank einpflegt. Statt hunderter menschlicher Autoren wären dann nur noch wenige nötig, glauben die Forscher. „Das ist ein dramatischer Sprung bei der Effizienz.“

Künstliche Intelligenz für die Wikipedia wurde schon zuvor erprobt: Die KI „Quicksilver“ soll Wiki-Biographien ignorierter Forscher schreiben können. Ein weiteres KI-System lernte, Wikipedia-Artikel zu lesen und zum Artikel passende Fragen zu beantworten – dabei schnitt es besser als Menschen ab.

Quelle: MIT

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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